Neue Digitalisate bei Matricula vom 04.05.2022: 1 hinzugefügte Pfarreien aus dem Bistum Limburg – Elgendorf, Mariä Geburt, 1818 – 1874

Screenshot der Indexseite für Mariä Geburt in Elgendorf von Matricula (04.05.2022)
Screenshot der Indexseite für Mariä Geburt in Elgendorf von Matricula (04.05.2022)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 4. Mai 2022 14 neue Digi­ta­li­sa­te der römisch-katho­li­schen Pfar­rei Mariä Geburt von Elgen­dorf aus dem Bis­tum Lim­burg hin­zu­ge­fügt.

Bistum Limburg: Elgendorf, Mariä Geburt (14)

Signa­turMatri­kel­typDatum (1818 – 1874)
Elg K 1_1Tau­fen Elgendorf1818 – 1848
Elg K 1_2Trau­un­gen Elgendorf1818 – 1849
Elg K 1_3Tote Elgen­dorf1818 – 1848
Elg K 2_1Tau­fen Elgendorf1849 – 1873
Elg K 2_2Trau­un­gen Elgendorf1849 – 1873
Elg K 2_3Tote Elgen­dorf1849 – 1873
Elg Z 1_1Gebo­re­ne Elgendorf1818 – 1849
Elg Z 1_2Getrau­te Elgendorf1818 – 1849
Elg Z 1_3Gestor­be­ne Elgendorf1818 – 1849
Elg Z 1_4Regis­ter der Gebo­re­nen, Getrau­ten und Gestor­be­nen Elgendorf1818 – 1849
Elg Z 2_1Gebo­re­ne Elgendorf1849 – 1874
Elg Z 2_2Getrau­te Elgendorf1849 – 1874
Elg Z 2_3Gestor­be­ne Elgendorf1849 – 1874
Elg Z 2_4Regis­ter der Gebo­re­nen, Getrau­ten und Gestor­be­nen Elgendorf1849 – 1874

Geografische Lage

Lage von Elgendorf
Lage von Elgendorf

Elgen­dorf (PLZ: 56410; mund­art­lich: Elsche­dorf) ist ein Stadt­teil und ein Orts­be­zirk von Mon­ta­baur im Wes­ter­wald­kreis in Rhein­land-Pfalz. Der Ort war frü­her land­wirt­schaft­lich geprägt, heu­te ist er ein Wohn­ort im Sin­ne einer Pend­ler­ge­mein­de. Bis 1972 war Elgen­dorf eine eigen­stän­di­ge Gemein­de im dama­li­gen Unter­wes­ter­wald­kreis.

Das Dorf Elgen­dorf liegt im Nor­den des Wes­ter­wäl­der Teils des Natur­parks Nas­sau etwa drei Kilo­me­ter nord­west­lich der Innen­stadt von Mon­ta­baur. Im Süden von Elgen­dorf liegt der Mon­ta­bau­rer Stadt­teil Horres­sen, im Nor­den die Orts­ge­mein­de Dern­bach (Wes­ter­wald). West­lich von Elgen­dorf erstreckt sich der Staats­forst Mon­ta­baur.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Elgen­dorf liegt im Gebiet des zwi­schen 930 und 959 erst­mals beschrie­be­nen Ban­nes und Kirch­spiels Hum­bach (spä­ter Mon­ta­baur genannt). Der Ort wur­de unter dem Namen „Elchin­dorf“ in dem um das Jahr 1220 ent­stan­de­nen Güter­ver­zeich­nis des Erz­bis­tums Trier „Liber anna­li­um iuri­um“ erst­mals urkund­lich erwähnt. Jähr­lich waren 600 irde­ne (?) Schüs­seln an den Lan­des­herrn zu lie­fern, die vom Stein waren die Zehnt­her­ren. Der Orts­na­me „Elchin­dorf“ deu­tet auf eine ers­te Ansied­lung in der frän­ki­schen Zeit hin. Der Name Elchin­dorf wird gedeu­tet mit „Sied­lung oder Dorf des Elchos“.

Nach einem Ver­zeich­nis aus dem Jah­re 1548 bil­de­ten die drei Ort­schaf­ten Dern­bachEschel­bach und Elgen­dorf (Elchen­dorff) eine „Zeche“ (Ver­wal­tungs­be­zirk) des kur­trie­ri­schen Amtes Mon­ta­baur. Die Ver­wal­tung der „Zeche“ war einem vom Mon­ta­bau­rer Amt­mann ein­ge­setz­ten Heim­bur­ger über­tra­gen. Die drei Dör­fer hat­ten zusam­men 39 Feu­er­stät­ten (Hof­s­tel­len). Dem Stift St. Flo­rin in Koblenz waren jähr­lich sechs Mal­ter Hafer abzu­ge­ben. Im Trie­rer Feu­er­buch von 1563 wer­den für Elgen­dorf (Elchen­dorff) fünf Feu­er­stel­len ange­ge­ben, es wur­den fünf trie­ri­sche und ein nas­saui­scher Unter­ta­nen (Fami­li­en) gezählt. 1684 waren es elf Feuerstellen.

Im Jah­re 1786 hat­te Elgen­dorf 216 Einwohner.

Elgen­dorf gehör­te bis zum Anfang des 19. Jahr­hun­derts zum rechts­rhei­ni­schen Teil von Kur­trier, der infol­ge des Reichs­de­pu­ta­ti­ons­haupt­schlus­ses 1803 dem Fürs­ten­tum Nas­sau-Weil­burg zuge­ord­net wur­de. Nach der Bil­dung des Rhein­bun­des gehör­te Elgen­dorf von 1806 an zum Her­zog­tum Nas­sau. Unter der nas­saui­schen Ver­wal­tung war Elgen­dorf dem nas­saui­schen Amt Mon­ta­baur und bis 1815 dem Regie­rungs­be­zirk Ehren­breit­stein danach dem Regie­rungs­be­zirk Wies­ba­den zugeordnet.

Nach einer Sta­tis­tik des Her­zog­tums Nas­sau aus dem Jah­re 1843 hat­te die Gemein­de Elgen­dorf 438 Ein­woh­ner, die mit 110 Fami­li­en in 60 Häu­sern leb­ten. 435 der Ein­woh­ner waren katho­lisch, 3 evangelisch.

1866 wur­de das Her­zog­tum Nas­sau von Preu­ßen annek­tiert. Die Gemein­de Elgen­dorf wur­de 1867 Teil der preu­ßi­schen Pro­vinz Hes­sen-Nas­sau und gehör­te zum damals neu gebil­de­ten Unter­wes­ter­wald­kreis. 1946 wur­de die Gemein­de Elgen­dorf Teil des Lan­des Rhein­land-Pfalz.

Im Rah­men der Mit­te der 1960er Jah­re begon­ne­nen rhein­land-pfäl­zi­schen Kom­mu­nal­re­form wur­de die bis dahin eigen­stän­di­ge Gemein­de Elgen­dorf zum 22. April 1972 mit 958 Ein­woh­nern in die Stadt Mon­ta­baur eingemeindet.

Die Kirche Maria Geburt
Die Kir­che Maria Geburt, von Liga­Due; CC BY-SA 4.0

Kirche

Elgen­dorf gehör­te immer zur Pfar­rei Humbach/​Montabaur im Erz­bis­tum Trier. die 1827 dem sei­ner­zeit neu errich­te­ten Bis­tum Lim­burg zuge­ord­net wur­de. 1952 wur­de Elgen­dorf mit Horres­sen zu einer eige­nen Kirch­ge­mein­de mit der Pfarr­kir­che in Horres­sen erhoben.

Um 1630 wur­de in Elgen­dorf eine ers­te Kapel­le gebaut, 1850 wur­de sie erwei­tert, 1901 nie­der­ge­legt und eine neue Kapel­le errich­tet, die wegen Bau­fäl­lig­keit 1969 geschlos­sen wur­de. An ihrer Stel­le ent­stand zwi­schen 1972 und 1974 die heu­ti­ge Katho­li­sche Fili­al­kir­che Maria Geburt, die heu­te zur Pfarr­vi­ka­rie St. Johan­nes der Täu­fer in Horres­sen gehört.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für Mariä Geburt in Elgen­dorf von Matri­cu­la (04.05.2022)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: