Neue Digitalisate bei Matricula vom 22.04.2022: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – Mönninghausen, St. Vitus, 1710 – 1974

Screenshot der Indexseite für St. Vitus in Mönninghausen von Matricula (22.04.2022)
Screenshot der Indexseite für St. Vitus in Mönninghausen von Matricula (22.04.2022)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 22. April 2022 30 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Vitus in Mön­ning­hau­sen aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Mönninghausen, St. Vitus

Signa­turMatri­kel­typDatum (1710 – 1974)
KB001-01‑TTau­fen1710 – 1807
KB001-02‑NNoti­zen1807 – 1807
KB001-03‑HTrau­un­gen1733 – 1807
KB001-04‑SSter­be­fäl­le1732 – 1807
KB001-05-RtNamens­re­gis­ter Taufen1710 – 1807
KB001-06-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1733 – 1807
KB001-07-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1732 – 1807
KB001-08‑UUmschlag1710 – 1807
KB002-01‑TTau­fen1808 – 1825
KB002-02‑HTrau­un­gen1808 – 1825
KB002-03‑SSter­be­fäl­le1808 – 1825
KB002-04-RthsNamens­re­gis­ter Tau­fen; Trau­un­gen; Sterbefälle1808 – 1825
KB002-05‑UUmschlag1808 – 1825
KB003-01‑TTau­fen1826 – 1870
KB003-02-RtNamens­re­gis­ter Taufen1826 – 1870
KB003-03‑UUmschlag1826 – 1870
KB004-01‑HTrau­un­gen1826 – 1870
KB004-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1826 – 1870
KB004-03‑UUmschlag1826 – 1870
KB005-01‑SSter­be­fäl­le1826 – 1870
KB005-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1826 – 1870
KB005-04‑UUmschlag1826 – 1870
KB007-01‑HTrau­un­gen1871 – 1972
KB007-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1871 – 1972
KB007-04‑UUmschlag1871 – 1973
KB008-01‑SSter­be­fäl­le1871 – 1974
KB008-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1871 – 1974
KB008-04‑UUmschlag1871 – 1974
KB009-01‑EErst­kom­mu­ni­on1858 – 1935
KB009-03‑UUmschlag1858 – 1935

Geografische Lage

Lage von Mönninghausen
Lage von Mönninghausen

Mön­ning­hau­sen (PLZ: 59609) ist ein 860 Ein­woh­ner zäh­len­des, 6,74 km² gro­ßes Dorf, das seit der Gebiets­re­form 1975 zur Stadt Gese­ke im Kreis Soest, Nord­rhein-West­fa­len, gehört. Die Bevöl­ke­rungs­dich­te beträgt 128 Einwohner/​km². Ein orts­bild­prä­gen­des Gebäu­de ist die St. Vitus­kir­che.

Feld­flur und Sied­lung des Dor­fes umfas­sen eine Flä­che von 6,74 km² mit einer Nord-Süd-Aus­deh­nung von 2,7 km und einer West-Ost-Aus­deh­nung von 3,4 km. Sie lie­gen auf einer Höhe von 82 bis 95,1 m über NN. Für den Kirch­hof wird die Höhe mit 84,8 m über NN angegeben.

Im Süden wird der Rand des Hell­weg­raums über­wie­gend als Acker­land genutzt, wäh­rend im Nor­den mit Feucht­wie­sen das Grün­land über­wiegt und durch Baum­rei­hen und ein­zel­ne Bäu­me, vor­wie­gend Pap­peln und Kopf­wei­den, eine Park­land­schaft gebil­det wird. Die frü­her häu­fi­gen Über­schwem­mun­gen sind dort durch Ent­wäs­se­rungs­maß­nah­men des 19. und 20. Jahr­hun­derts sel­te­ner gewor­den. Von den Eichen­wäl­dern im Nor­den und Osten des Orts­ge­biets haben sich eini­ge Bau­ern­wäl­der erhal­ten. Bis zur Mit­te des 19. Jahr­hun­derts präg­te auch die Plag­gen­wirt­schaft die Land­schaft. Die Sied­lung selbst bil­det ein auf­ge­lo­cker­tes Hau­fen­dorf im Über­gang zur Streu­sied­lung des Münsterlandes.

Begin­nend im Osten grenzt Mön­ning­hau­sen im Uhr­zei­ger­sinn an die Kern­stadt Gese­ke, die Gese­ker Orts­tei­le Bön­ning­hau­sen und Ehring­hau­sen, sowie die Lipp­städ­ter Orts­tei­le Hörste mit Öcht­ring­hau­sen und Gar­feln. Die Orte gehö­ren alle zum Kreis Soest. Der Salz­kot­te­ner Orts­teil Verlar im Kreis Pader­born wird nur durch einen schma­len Strei­fen Lan­des von Mön­ning­hau­sen getrennt.

Verwaltungsgliederung der Stadt Geseke mit Mönninghausen als Markierung; ludger1961; CC BY 2.5
Ver­wal­tungs­glie­de­rung der Stadt Gese­ke mit Mön­ning­hau­sen als Mar­kie­rung; ludger1961; CC BY 2.5

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen von Mönninghausen
Wap­pen von Mönninghausen

Zum Zeit­punkt der Erst­erwäh­nung wird der Ort 1120 „Muni­chu­son“ genannt. Aus dem Mit­tel­al­ter sind die Vari­an­ten „Mon­nick­hu­sen“ (1184), „Muncke­ho­sen“ (1277), „Moni­ke­hu­sen“ (1293), „Mun­echu­sen“ (1297) und „Mun­chu­sen“ (1308 – 1510) über­lie­fert. In der Frü­hen Neu­zeit ist dann 1543 von „Mon­ning­hau­ßen“ und 1577 von „Mön­ninck­hau­sen“ die Rede. Damit gehört der Ort ursprüng­lich zu den „-hausen“-Orten. Der ers­te Namens­be­stand­teil ist das alt­säch­si­sche Wort munik, mit­tel­hoch­deutsch mönek mit der Bedeu­tung des neu­hoch­deut­schen Mönchs. Damit kann der Name als „bei den Mönchs­häu­sern“ gedeu­tet wer­den und auf den dor­ti­gen Vil­li­ka­ti­ons­haupt­hof des Klos­ters Cor­vey zurück­ge­führt wer­den. Es wird dis­ku­tiert, ob die­ser Name die Umbe­nen­nung eines älte­ren Ortes darstellt.

1209 wur­de der noch dami­li­ge Hof Mön­ning­hau­sen dem Rit­ter Albert von der Lip­pe als erb­li­ches Amts­le­hen über­tra­gen. Gleich­zei­tig fand auch die ers­te Erwäh­nung des Vits­am­tes statt. Auf­ga­be des Viets­am­tes war die Ein­zie­hung der jähr­li­chen Abga­ben, die an das Klos­ter Cor­vey zu ent­rich­ten waren. 1290 über­gab Abt Hein­rich von Cor­vey das zur Ver­wal­tung des Klos­ter­be­sit­zes errich­te­te Vits­amt (St. Vitus, Kir­chen­pa­tron) dem Knap­pen Fried­rich von Hör­de zu Stör­me­de als Lehen.

Seit 1843 bil­de­te Mön­ning­hau­sen mit ande­ren Orten der Umge­bung das Amt Stör­me­de. 1895 zähl­te in der 667,7 ha gro­ßen Land­ge­mein­de Mön­ning­hau­sen wer­den 93 Häu­ser bewohnt, sowie 6 Wohn­plät­ze. Von den 544 Ein­woh­nern waren 271 Män­ner und 273 Frau­en. Alle Ein­woh­ner waren katholisch.

Am 1. Janu­ar 1975 wur­de Mön­ning­hau­sen auf­grund des Müns­ter­/Hamm-Geset­zes vom 26. Juli 1974 nach Gese­ke eingemeindet.

Das Amt Stör­me­de wur­de bei der Kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung auf­ge­löst, da die Städ­te und Gemein­den jetzt den Krei­sen direkt unter­ge­ord­net sind. Mön­ning­hau­sen ist ein Stadt­teil Gese­kes und der von den Bür­gern gewähl­te Stadt­rat wählt für die Stadt­tei­le Orts­vor­ste­her. Rechts­nach­fol­ge­rin des Amtes Stör­me­de und der Gemein­de Mön­ning­hau­sen ist die Stadt Geseke.

Religion

Der Ort ist tra­di­tio­nell katho­lisch und auch heu­te ist die Mehr­heit der Mön­ning­häu­ser Bevöl­ke­rung römisch-katho­lisch und gehört zur Pfarr­ge­mein­de Sankt Vitus Mön­ning­hau­sen im Pas­to­ral­ver­bund Gese­ke, der zum Deka­nat Lipp­stadt-Rüt­hen im Erz­bis­tum Pader­born gehört. Im Gemein­de­le­ben spie­len Ver­ei­ne eine wich­ti­ge Rol­le. Zu nen­nen sind die Katho­li­sche Frau­en­gemein­schaft Mön­ning­hau­sen, der Schüt­zen­ver­ein Mön­ning­hau­sen-Bön­ning­hau­sen und der Jugend­club St. Vitus. Die Inter­es­sen­ge­mein­schaft Kreuz­kir­che küm­mert sich um den Erhalt der alten St.-Vitus-Kirche.

Die evan­ge­li­schen Chris­ten gehö­ren zur Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Gese­ke im Evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis Soest, der zur Evan­ge­li­schen Kir­che von West­fa­len gehört.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Vitus in Mön­ning­hau­sen von Matri­cu­la (22.04.2022)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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