Neue Digitalisate bei Matricula vom 22.04.2022: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – Langeneicke, St. Barbara, 1906 – 1973

Screenshot der Indexseite für St. Barbara in Langeneicke von Matricula (22.04.2022)
Screenshot der Indexseite für St. Barbara in Langeneicke von Matricula (22.04.2022)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 22. April 2022 4 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Bar­ba­ra in Lan­gen­ei­cke aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Langeneicke, St. Barbara

Signa­turMatri­kel­typDatum (1906 – 1973)
KB002-01‑EErst­kom­mu­ni­on1906 – 1953
KB002-02‑UUmschlag1906 – 1953
KB004-01‑FFir­mung1906 – 1973
KB004-02‑UUmschlag1906 – 1973

Geografische Lage

Lage von Langeneicke
Lage von Langeneicke

Lan­gen­ei­cke (PLZ: 59590) ist ein Stadt­teil von Gese­ke im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen.

Das Dorf mit ca. 1160 Ein­woh­nern liegt etwa sechs bis sie­ben Kilo­me­ter west­lich von Gese­ke am nörd­li­chen Fuß des Haar­stran­ges. Nach Süden steigt das Gelän­de etwas an und erreicht am Hell­weg 115 m ü. NN. Lan­gen­ei­cke liegt wie Gese­ke am ehe­ma­li­gen Hell­weg, der heu­ti­gen Bun­des­stra­ße 1.

Angren­zen­de Orte sind: 

Verwaltungsgliederung der Stadt Geseke mit Langeneicke als Markierung
Ver­wal­tungs­glie­de­rung der Stadt Gese­ke mit Lan­gen­ei­cke als Mar­kie­rung; ludger1961; CC BY 2.5

Geschichtliches

Ehemaliges Gemeindewappen von Langeneicke
Ehe­ma­li­ges Gemein­de­wap­pen von Lan­gen­ei­cke; gemeinfrei

Erst­mals wur­de der Ort im Jah­re 1011 als Lang­aneka urkund­lich erwähnt.

1486 wird eine der hl. Bar­ba­ra geweih­te Kapel­le urkund­lich erwähnt. Sie wur­de ver­mut­lich in den Wir­ren des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges (1618– 1648) zer­stört. Die neue Kapel­le wur­de von dem dama­li­gen Weih­bi­schof Ber­nar­dus Frick, der im Auf­tra­ge des Köl­ner Erz­bi­schofs die­se Gegend auf einer gro­ßen Fir­mungs- und Visi­ta­ti­ons­rei­se besuch­te, am 16. Juli 1649 eingeweiht.

1669 wüte­te in Lan­gen­ei­cke und Stör­me­de die Rote Ruhr. In bei­den Orten zusam­men wur­den 70 Tote gezählt. Von Dezem­ber 1832 bis März 1833 gras­sier­te die Blat­tern in Stör­me­de und Langeneicke.

Nach Ein­füh­rung der West­fä­li­schen Land­ge­mein­de­ord­nung im Jah­re 1841 wur­de 1843 das Amt Gese­ke mit 6 Gemein­den (Ermsing­hau­sen, Lan­gen­ei­cke, Bön­ning­hau­sen, Ehring­hau­sen, Mön­ning­hau­sen, Stör­me­de) gebil­det und im Jah­re 1845 in das Amt Stör­me­de umbe­nannt. Die spä­ter zum Amt Stör­me­de gehö­ren­den Orte Böken­för­de, Deding­hau­sen, Esbeck und Rix­beck waren zunächst dem neu geschaf­fe­nen Amt Erwit­te zuge­schla­gen worden.

Im Jahr 1859 wur­de das alte Kir­chen­bau­es (Fach­werk) abge­ris­sen und eine Kapel­le im neu­go­ti­schen Stil aus Bruch­stei­nen errich­tet. Eigen­tü­mer war die poli­ti­sche Gemein­de Langeneicke.

Im Jahr 1895 zählt die 972 ha gro­ße Land­ge­mein­de 98 bewohn­te Häu­ser, 2 Wohn­plät­ze und 576 Ein­woh­ner. Davon waren 295 Män­ner und 281 Frau­en. Bis auf eine Per­son, die sich zum evan­ge­li­schen Glau­ben bekann­te, waren alle Ein­woh­ner katholisch.

Die in der Rekord­zeit von nur einem hal­ben Jahr errich­te­te Kir­che wur­de am 4. Dezem­ber 1902 der hl. Bar­ba­ra geweiht. Um end­lich eine eige­ne Kir­che zu haben, waren die Lan­gen­ei­cker zur Selbst­hil­fe geschrit­ten, hat­ten Spen­den gesam­melt und u. a. im Jah­re 1902 auf ihr Schüt­zen­fest ver­zich­tet. Am 8. Juli 1905 wur­de Lan­gen­ei­cke als Fili­al­ge­mein­de Lan­gen­ei­cke kirch­lich selb­stän­dig und schließ­lich zur Pfarrei.

1961 hat­te Lan­gen­ei­cke 858 Ein­woh­ner, war 8,71 km² groß und gehör­te zum Amt Stör­me­de im Kreis Lipp­stadt. Am 6. Janu­ar 1961 wur­de für Lan­gen­ei­cke ein eige­nes Gemein­de­wap­pen in fol­gen­der Form geneh­migt: In Gold ein von einer fleisch­far­be­nen, aus blau­em Ärmel her­aus­tre­ten­der Hand getra­ge­ner und von zwei grü­nen Eichen­zwei­gen (der Orts­na­me wird von „Eiche“ abge­lei­tet) umrank­ter grü­ner Turm (Sinn­bild der hl. Barbara).

Am 1. Janu­ar 1975 wur­de Lan­gen­ei­cke nach Gese­ke eingemeindet.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Bar­ba­ra in Lan­gen­ei­cke von Matri­cu­la (22.04.2022)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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