Ortsfamilienbuch „Futok in der Batschka ab 1798“ veröffentlicht

CD-Cover des Ortsfamilienbuchs "Futok in der Batschka ab 1798"
CD-Cover des Ortsfamilienbuchs "Futok in der Batschka ab 1798"

Das Orts­fa­mi­li­en­buch „Futok in der Batsch­ka ab 1798“ wur­de vom Arbeits­kreis donau­schwä­bi­scher Fami­li­en­for­scher e. V. (AKdFF) als CD-ROM ver­öf­fent­licht.

Der Arbeits­kreis donau­schwä­bi­scher Fami­li­en­for­scher e. V. (AKdFF) in Sin­del­fin­gen hat das Orts­fa­mi­li­en­buch „Futok in der Batsch­ka ab 1798“ als als digi­ta­les Orts­fa­mi­li­en­buch auf CD-ROM nun ver­öf­fent­licht. Das digi­ta­le Orts­fa­mi­li­en­buch basiert auf den Daten der Kopien der Futo­ker Kir­chen­bü­cher von Franz Wetzl (1925 – 2010) und auf Grund­la­ge der Fami­li­en­zu­sam­men­stel­lung durch Josef Frid­rich (1928 – 2015). Das Ver­eins­mit­glied Johann Becker­le hat aus die­sen Daten nun ein Orts­fa­mi­li­en­buch erarbeitet.

Das Orts­fa­mi­li­en­buch kann für Mit­glie­der für 25 EUR und für Nicht­mit­glie­der für 25 EUR zzgl. Ver­sand­kos­ten bestellt wer­den. Die Kon­takt­da­ten für eine Bestel­lung lauten:

Mail: info [at] akdff [dot] de
Adres­se: Arbeits­kreis donau­schwä­bi­scher Fami­li­en­for­scher e. V., Biblio­thek, Gold­müh­le­stra­ße 30, 71065 Sin­del­fin­gen
Tel.: 07031 – 7937637 (nur DO und FR)

Geografische Lage

Lage von Futok
Lage von Futok

Futog (kyril­lisch Футог, unga­risch Futak, deutsch Futok, auch Eugen­wall) ist eine Stadt mit 18.582 Ein­woh­nern in der Batsch­ka in Ser­bi­en, an der mitt­le­ren Donau ca. 10 Kilo­me­ter west­lich von Novi Sad gelegen.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen von Futok; gemeinfrei
Wap­pen von Futok; gemeinfrei

Futog wur­de erst­mals 1224 erwähnt, als es von Tata­ren zer­stört wur­de. Im Jahr 1500 wur­de es zu einem Markt­ort und kam nur wenig spä­ter im Jahr 1526 nach der Schlacht von Mohács zum Osma­ni­schen Reich. Die tür­ki­sche Herr­schaft dau­er­te über 160 Jah­re bis zum Jah­re 1687, als in einer erneu­ten Schlacht bei Mohács die Öster­rei­cher einen gro­ßen Sieg über die Osma­nen erlang­ten. In den Jah­ren 1716 – 17 hielt sich Prinz Eugen von Savoy­en in Futog auf. In den Jah­ren 1763 – 64 begann die plan­mä­ßi­ge Besied­lung des Ortes mit in Schwa­ben und im Elsass ange­wor­be­nen Sied­lern. 1769 wur­de der öster­rei­chi­sche Feld­mar­schall­leut­nant Andre­as Hadik auf Grund sei­ner mili­tä­ri­schen Ver­diens­te in den Reichs­gra­fen­stand erho­ben und bekam die Herr­schaft Futak über­tra­gen. Im Jahr 1774 wur­de Neu-Futak gegrün­det. 1776 wur­de die Ser­bisch-ortho­do­xe Kir­che erbaut und ein­ge­weiht. Sie ist den Hei­li­gen Ärz­ten Cos­mas und Dami­an geweiht. 1788 besuch­te Kai­ser Joseph II. den Ort.

1852 ging die Herr­schaft an Rudolf Cho­tek von Chot­kow. Poli­tisch gehör­te Futog in den Revo­lu­ti­ons­jah­ren von 1848 bis 1849 zur Voj­vod­schaft Ser­bi­en, einer auto­no­men Regi­on inner­halb des habs­bur­gi­schen König­reichs Ungarn. Von 1849 bis 1860 wur­de die­se mit dem Banat zur Voj­vod­schaft Ser­bi­en und teme­scher Banat zusam­men­ge­fasst. 1895 wur­de Futog an das Eisen­bahn­netz ange­schlos­sen und erhielt eine eige­ne Bahnstation.

Nach dem Ers­ten Welt­krieg kam der Ort am 1. Dezem­ber 1918 zum neu gegrün­de­ten so genann­ten SHS-Staat (Slo­we­nen, Kroa­ten, Ser­ben: Drža­va Slove­na­ca, Hrva­ta i Srba), der 1929 nach einer Ver­fas­sungs­re­form zum König­reich Jugo­sla­wi­en wurde.

Bis 1945 bestand der Ort aus zwei Gemeinden:

  • Novi Futog (Neu­fu­tok, Macken­sen­horst) mit einer rein deut­schen Bevölkerung,
  • Sta­ri Futog (Alt­fu­tok, Eugen­dorf, auch Eugen­wall) mit einer gemischt deutsch-ser­bi­schen Bevölkerung.

Die deut­sche Bevöl­ke­rung flüch­te­te im Okto­ber 1944 beim Her­an­na­hen der Roten Armee oder wur­de spä­ter vertrieben.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: CD-Cover des Orts­fa­mi­li­en­buchs „Futok in der Batsch­ka ab 1798“

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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