Neue Digitalisate bei Matricula vom 07.01.2022: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – Scharfenberg, St. Laurentius, 1700 – 1966

Screenshot der Indexseite für St. Laurentius in Scharfenberg von Matricula (09.01.2022)
Screenshot der Indexseite für St. Laurentius in Scharfenberg von Matricula (09.01.2022)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 7. Janu­ar 2022 63 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Lau­ren­ti­us in Schar­fen­berg aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Scharfenberg, St. Laurentius

Signa­turMatri­kel­typDatum (1700 – 1966)
KB001-01‑TTau­fen1700 – 1764
KB001-02‑FFir­mung1718 – 1753
KB001-03‑SSter­be­fäl­le1703 – 1764
KB001-04‑FFir­mung1706 – 1706
KB001-05‑HTrau­un­gen1703 – 1764
KB001-06‑UUmschlag1700 – 1764
KB002-01‑NNoti­zen1764 – 1798
KB002-02‑TTau­fen1764 – 1798
KB002-03‑FFir­mung1778 – 1785
KB002-04‑SSter­be­fäl­le1764 – 1798
KB002-05‑HTrau­un­gen1764 – 1795
KB002-06-RtNamens­re­gis­ter Taufen1764 – 1798
KB002-07‑SSter­be­fäl­le1800 – 1800
KB002-08‑UUmschlag1764 – 1800
KB003-01‑NNoti­zen1794 – 1808
KB003-02-RtNamens­re­gis­ter Taufen1794 – 1808
KB003-03‑TTau­fen1794 – 1808
KB003-04‑FFir­mung1814 – 1833
KB003-05-MefErst­kom­mu­ni­on, Firmung1834 – 1883
KB003-06-MefErst­kom­mu­ni­on, Firmung1886 – 1911
KB003-07-RtNamens­re­gis­ter Taufen1794 – 1808
KB003-09‑UUmschlag1794 – 1910
KB003b-01-RtNamens­re­gis­ter Taufen1780 – 1784
KB003b-02-ZtZweit- oder Abschrift Taufen1780 – 1802
KB003b-03-RtNamens­re­gis­ter Taufen1780 – 1802
KB003b-04‑UUmschlag1780 – 1802
KB004-00‑HTrau­un­gen1794 – 1808
KB005-01-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1794 – 1808
KB005-02‑SSter­be­fäl­le1794 – 1808
KB005-03-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1794 – 1808
KB005-04‑NNoti­zen1808 – 1808
KB005-05‑UUmschlag1794 – 1808
KB006-01‑TTau­fen1808 – 1826
KB006-02‑HTrau­un­gen1808 – 1826
KB006-03‑SSter­be­fäl­le1808 – 1826
KB006-04‑NNoti­zen1808 – 1826
KB006-05-RMthsNamens­re­gis­ter Tau­fen, Trau­un­gen, Sterbefälle1808 – 1826
KB006-06‑UUmschlag1808 – 1826
KB007-01‑NNoti­zen1826 – 1853
KB007-02‑TTau­fen1826 – 1867
KB007-03‑NNoti­zen1868 – 1868
KB007-04-RtNamens­re­gis­ter Taufen1826 – 1867
KB007-05‑NNoti­zen1869 – 1869
KB007-06‑UUmschlag1826 – 1867
KB008-01‑NNoti­zen1826 – 1880
KB008-02‑HTrau­un­gen1826 – 1867
KB008-03-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1826 – 1867
KB008-04‑UUmschlag1826 – 1867
KB009-01‑NNoti­zen1826 – 1853
KB009-02‑SSter­be­fäl­le1826 – 1867
KB009-03‑NNoti­zen1868 – 1868
KB009-04-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1826 – 1867
KB009-05‑UUmschlag1826 – 1867
KB010-01‑NNoti­zen1819 – 1930
KB010-02‑TTau­fen1868 – 1930
KB010-03-RtNamens­re­gis­ter Taufen1868 – 1930
KB010-05‑UUmschlag1868 – 1930
KB011-01‑HTrau­un­gen1868 – 1942
KB011-03‑UUmschlag1868 – 1942
KB012-01‑SSter­be­fäl­le1868 – 1943
KB012-03‑UUmschlag1868 – 1943
KB014-01‑FFir­mung1915 – 1966
KB014-03‑UUmschlag1915 – 1966

Geografische Lage

Schar­fen­berg ist ein Orts­teil der Stadt Bri­lon im Hoch­sauer­land­kreisNord­rhein-West­fa­len. Das bis Ende 1974 selbst­stän­di­ge Dorf hat­te zum 31. Dezem­ber 2019 nach Anga­ben der Stadt­ver­wal­tung 1361 Ein­woh­ner. Damit ist Schar­fen­berg der dritt­größ­te Orts­teil der Stadt Bri­lon nach Alme (1736) und Alten­bü­ren (1365).

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wap­pen der ehe­ma­li­gen Gemein­de Schar­fen­berg (bis 1975); gemeinfrei 

Schar­fen­berg war ursprüng­lich ein Hau­fen­dorf mit sehr dich­ter Bebau­ung rund um die Kir­che. Es waren über den Hof­raum hin­aus kaum Haus­gär­ten ange­legt, die­se befan­den sich am Orts­rand. Das Leben der Schar­fen­ber­ger wur­de in den frü­he­ren Jahr­hun­der­ten wie über­all im Sauer­land von gro­ßer Armut, von Hun­gers­nö­ten, schwe­ren Krank­hei­ten und frü­hem Tod bestimmt. Dazu waren sie weit­ge­hend abhän­gig vom ade­li­gen Guts­her­ren des Dor­fes, dem nahe­zu der gesam­te Besitz gehör­te. Erst durch die Erstei­ge­rung die­ses Gutes im Jahr 1835 durch 67 Schar­fen­ber­ger Bür­ger (1000 Mor­gen Wald und fast 500 Mor­gen Land) und die spä­te­re Über­nah­me im Jah­re 1853 durch die Gemein­de ent­wi­ckel­te sich ganz all­mäh­lich eine Bes­se­rung der wirt­schaft­li­chen Verhältnisse.

  • 1306 Schar­fen­berg wur­de das ers­te Mal urkund­lich erwähnt.
  • 1307 wur­de die Burg Scar­pen­berg erst­mals erwähnt. Sie stand im Grenz­ge­biet der Ter­ri­to­ri­en der Fürst­bi­schö­fe von Köln und der Gra­fen zu Wal­deck und wur­de bei den stän­di­gen Gebiets­strei­tig­kei­ten an der Gren­ze immer wie­der zer­stört, so 1359, 1474 und 1695.
  • Am 8. Novem­ber 1517 belehn­te der Erz­bi­schof von Köln, Mori­an von der Recke mit dem Schloss Schar­fen­berg als Stiftslehen.
  • 1847 ver­nich­te­te ein Brand das kom­plet­te Dorf, ledig­lich 7 Häu­ser über­stan­den das Feu­er. 73 Wohn­häu­ser mit 11 Anbau­ten, 13 Stäl­le und 6 Schmie­den, sowie Müh­len brann­ten ab. Die 1746 voll­ende­te Kir­che brann­te bis auf die Grund­mau­ern ab. Drei Men­schen star­ben in den Flam­men. Auf Grund der Poli­zei­ver­ord­nung für die Pro­vinz West­fa­len war die von den Bewoh­nern ver­lang­te Neu­an­la­ge des Ortes nur nach einem von der König­li­chen Hoch­löb­li­chen Regie­rung geneh­mig­ten Bau­pla­nes mög­lich. Den Plan erstell­te der Bri­lo­ner Wege­bau­meis­ter Pla­te und setz­te die­sen auch gegen den Wider­stand der Bevöl­ke­rung durch.
  • 1853 erstei­ger­te die Gemein­de das Gut, da die 67 Eigen­tü­mer auf­grund des Feu­ers nicht in der Lage waren, ihre Schul­den zurückzuzahlen.
  • 1911 kauf­te die Gemein­de wei­te­re 800 Mor­gen Wald. Sie wur­de damit eine der reichs­ten Gemein­den der Umge­bung, nach­dem sie noch 80 Jah­re zuvor eine der ärms­ten war.

Im Zwei­ten Welt­krieg fie­len 51 Schar­fen­ber­ger als Sol­da­ten, davon die meis­ten an der Ost­front, oder star­ben in der Gefangenschaft.

Am 1. Janu­ar 1975 wur­de Schar­fen­berg im Rah­men der kom­mu­na­len Gebiets­re­form nach Bri­lon eingemeindet.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Lau­ren­ti­us in Schar­fen­berg von Matri­cu­la (09.01.2022)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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