Neue Digitalisate bei Matricula vom 17.12.2021: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – Niedermarsberg, St. Magnus, 1730 – 1987

Screenshot der Indexseite für St. Magnus in Niedermarsberg von Matricula (28.12.2021)
Screenshot der Indexseite für St. Magnus in Niedermarsberg von Matricula (28.12.2021)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 17. Dezem­ber 2021 62 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Magnus in Nie­der­mars­berg aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Niedermarsberg, St. Magnus

Signa­turMatri­kel­typDatum (1730 – 1987)
KB001-01‑NNoti­zen1796 – 1796
KB001-02-MthsTau­fen, Trau­un­gen, Sterbefälle1730 – 1796
KB001-03‑TTau­fen1796 – 1807
KB001-04-RtNamens­re­gis­ter Taufen1796 – 1807
KB001-05‑HTrau­un­gen1796 – 1807
KB001-06-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1796 – 1807
KB001-07‑SSter­be­fäl­le1796 – 1807
KB001-08-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1796 – 1807
KB001-09‑UUmschlag1796 – 1807
KB002-01‑TTau­fen1808 – 1826
KB002-02‑NNoti­zen1817 – 1817
KB002-03-RtNamens­re­gis­ter Taufen1808 – 1826
KB002-04‑UUmschlag1808 – 1826
KB003-01‑HTrau­un­gen1808 – 1826
KB003-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1808 – 1826
KB003-04‑UUmschlag1808 – 1826
KB004-01‑SSter­be­fäl­le1808 – 1826
KB004-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1808 – 1826
KB004-03‑UUmschlag1808 – 1826
KB005-01‑TTau­fen1826 – 1851
KB005-02-RtNamens­re­gis­ter Taufen1826 – 1851
KB005-03‑UUmschlag1826 – 1851
KB006-01‑HTrau­un­gen1826 – 1877
KB006-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1826 – 1877
KB006-04‑UUmschlag1826 – 1877
KB007-01‑SSter­be­fäl­le1826 – 1851
KB007-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1826 – 1851
KB007-04‑UUmschlag1826 – 1851
KB008-01‑TTau­fen1851 – 1884
KB008-02‑TTau­fen1851 – 1864
KB008-03-RtNamens­re­gis­ter Taufen1851 – 1884
KB008-04‑UUmschlag1851 – 1884
KB009-01‑SSter­be­fäl­le1851 – 1885
KB009-02‑SSter­be­fäl­le1851 – 1858
KB009-03-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1851 – 1885
KB009-04‑NNoti­zen
KB009-05‑UUmschlag1851 – 1885
KB010-01‑TTau­fen1884 – 1915
KB010-02-RtNamens­re­gis­ter Taufen1884 – 1915
KB010-04‑UUmschlag1884 – 1915
KB011-01‑EErst­kom­mu­ni­on1861 – 1934
KB011-02‑UUmschlag1861 – 1934
KB012-01‑FFir­mung1802 – 1861
KB012-02‑FFir­mung1861 – 1911
KB013-01‑HTrau­un­gen1877 – 1935
KB013-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1877 – 1935
KB013-04‑UUmschlag1877 – 1935
KB014-01‑NNoti­zen1887 – 1887
KB014-02‑SSter­be­fäl­le1885 – 1931
KB014-04-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1885 – 1931
KB014-06‑UUmschlag1885 – 1931
KB017-01‑FFir­mung1915 – 1947
KB017-02‑UUmschlag1915 – 1947
KB018-01‑VVer­lo­bun­gen1908 – 1949
KB018-03‑UUmschlag1908 – 1949
KB021-01‑XKir­chen­aus­trit­te1939 – 1987
KB021-02‑UUmschlag1939 – 1987
KB035-01‑NNoti­zen1805 – 1823
KB035-02‑TTau­fen1805 – 1823
KB035-03‑HTrau­un­gen1805 – 1823
KB035-04‑SSter­be­fäl­le1805 – 1823
KB035-06‑UUmschlag1805 – 1823

Geografische Lage

Nie­der­mars­berg (PLZ: 34431) ist ein Ort, der heu­te zur Stadt Mars­berg im nord­öst­lichs­ten Teil des Sauer­lan­desHoch­sauer­land­kreis (Nord­rhein-West­fa­len, Deutsch­land) gehört.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen der ehemaligen Gemeinde Niedermarsberg
Wap­pen der ehe­ma­li­gen Gemein­de Nie­der­mars­berg; gemeinfrei

Nie­der­mars­berg, ehe­mals Hor­husen, ent­stand an der Kreu­zung von zwei Fern- und Han­dels­stra­ßen zwi­schen Frank­furt am Main und Pader­born, sowie Kas­sel und Köln. Erst­mals urkund­lich erwähnt wur­de es um 900 als Horo­hu­son. Durch die Stra­ße nach Pader­born war Hor­husen mit dem Hell­weg, einer der wich­tigs­ten Han­dels­stra­ßen, ver­bun­den. Hor­husen gehör­te ursprüng­lich zur Abtei Cor­vey. Ver­wal­tet wur­de der Ort anfangs durch das Adels­ge­schlecht Hor­husen, wel­ches hier mit sei­ner Burg ansäs­sig war.

Neben dem Han­del wur­de auch Berg­bau zu einem zuneh­mend wich­ti­gen Wirt­schafts­fak­tor. Ab dem 16. Jahr­hun­dert wur­den Stol­len ange­legt, die dem Abbau von Kup­fer­er­zen dienten.

Zu Beginn des 13. Jahr­hun­derts zog der Groß­teil der Ein­woh­ner auf den Berg, auf dem die Eres­burg gestan­den hat­te, und errich­te­te dort die befes­tig­te Stadt Ober­mars­berg, die lan­ge Zeit grö­ße­re Sicher­heit als die Sied­lung im Tal bot. In Nie­der­mars­berg erwar­ben die Erz­bi­schö­fe von Köln die Herr­schaft, das damit bis 1802 zum köl­ni­schen Her­zog­tum West­fa­len gehörte.

Erst als Ober­mars­berg im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg fast voll­stän­dig zer­stört wur­de, zogen vie­le Men­schen wie­der vom Berg ins Tal. Ober­mars­berg wur­de wie­der auf­ge­baut, doch Nie­der­mars­berg ent­wi­ckel­te sich zum wirt­schaft­li­chen Zentrum.

Von 1802 bis 1816 gehör­te der Ort zur Land­graf­schaft Hes­sen-Darm­stadt. 1816 erwarb Preu­ßen zusam­men mit dem Her­zog­tum West­fa­len die Sied­lung.Rosa Buch­thal, geb. Dal­berg, um 1900

Nie­der­mars­berg hat­te eine am 17. Okto­ber 1856 ein­ge­weih­te Syn­ago­ge und eine tief im Gemein­de­le­ben ver­an­ker­te jüdi­sche Gemein­de. In der Ein­woh­ner­sta­tis­tik von 1880 sind 3040 Ein­woh­ner regis­triert, davon 2698 Katho­li­ken, 195 „Evan­ge­li­sche“ und 147 Juden. Es gab eine evan­ge­li­sche und „israe­li­ti­sche“ Schu­le am Ort. Eine ange­se­he­ne jüdi­sche Fami­lie namens Dal­berg bewohn­te ein gro­ßes Haus in der Haupt­stra­ße und han­del­te mit Stof­fen. Aus der Fami­lie ging die 1874 in Nie­der­mars­berg auf­ge­wach­se­ne Rosa Buch­thal her­vor, die in den 1920er Jah­ren die ers­te weib­li­che Abge­ord­ne­te im Dort­mun­der Stadt­par­la­ment wur­de.[3]

Auf­grund der schlech­ten Wet­ter­la­ge ent­ging der Ort im März 1945 in letz­ter Minu­te einem schwe­ren Luft­an­griff der USAAF.

Am 1. Janu­ar 1975 wur­de Nie­der­mars­berg in die neue Stadt Mars­berg eingegliedert.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Magnus in Nie­der­mars­berg von Matri­cu­la (28.12.2021)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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