Neue Digitalisate bei Matricula vom 10.12.2021: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – Alme, St. Ludger, 1674 – 1982

Screenshot der Indexseite für St. Ludger in Alme von Matricula (26.12.2021)
Screenshot der Indexseite für St. Ludger in Alme von Matricula (26.12.2021)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 10. Dezem­ber 2021 87 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Lud­ger in Alme aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Alme, St. Ludger (87)

Signa­turMatri­kel­typDatum (1674 – 1982)
KB001-01‑TTau­fen1674 – 1690
KB001-02-MthsTau­fen, Trau­un­gen, Sterbefälle1677 – 1749
KB001-03‑HTrau­un­gen1676 – 1690
KB001-04‑SSter­be­fäl­le1676 – 1690
KB001-05‑NNoti­zen
KB001-06‑UUmschlag1674 – 1749
KB002-01‑TTau­fen1691 – 1721
KB002-02‑HTrau­un­gen1691 – 1735
KB002-03‑SSter­be­fäl­le1691 – 1729
KB002-04‑TTau­fen1720 – 1721
KB002-05‑UUmschlag1691 – 1729
KB003-01‑TTau­fen1722 – 1758
KB003-02‑HTrau­un­gen1736 – 1758
KB003-03‑TTau­fen1758 – 1760
KB003-04‑SSter­be­fäl­le1730 – 1756
KB003-05‑UUmschlag1722 – 1760
KB004-01‑TTau­fen1760 – 1766
KB004-02‑NNoti­zen1765 – 1766
KB004-03‑TTau­fen1766 – 1784
KB004-04-RtNamens­re­gis­ter Taufen1760 – 1784
KB004-05‑STrau­un­gen1760 – 1781
KB004-06‑H Ster­be­fäl­le1760 – 1781
KB004-07‑UUmschlag1760 – 1784
KB005-01‑TTau­fen1779 – 1811
KB005-02-RtNamens­re­gis­ter Taufen1779 – 1808
KB005-04‑UUmschlag1779 – 1811
KB006-01-ZhZweit- oder Abschrift Trauungen1676 – 1710
KB006-02‑HTrau­un­gen1779 – 1811
KB006-03-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1779 – 1811
KB006-04‑UUmschlag1676 – 1811
KB007-01‑SSter­be­fäl­le1779 – 1811
KB007-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1779 – 1811
KB007-03‑UUmschlag1779 – 1811
KB008-01‑TTau­fen1808 – 1821
KB008-02-RtNamens­re­gis­ter Taufen1808 – 1821
KB008-03‑UUmschlag1808 – 1821
KB009-01‑HTrau­un­gen1808 – 1826
KB009-02-ZhZweit- oder Abschrift Trauungen1855 – 1859
KB009-03-ZtZweit- oder Abschrift Taufen1859 – 1859
KB009-04-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1808 – 1826
KB009-06‑UUmschlag1808 – 1859
KB010-01‑SSter­be­fäl­le1808 – 1826
KB010-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1808 – 1826
KB010-03‑UUmschlag1808 – 1826
KB011-01‑TTau­fen1821 – 1837
KB011-02-RtNamens­re­gis­ter Taufen1821 – 1837
KB011-03‑NNoti­zen
KB011-05‑UUmschlag1821 – 1837
KB012-01‑HTrau­un­gen1826 – 1857
KB012-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1826 – 1857
KB012-04‑UUmschlag1826 – 1857
KB013-01‑SSter­be­fäl­le1826 – 1845
KB013-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1826 – 1845
KB013-03‑NNoti­zen1834 – 1834
KB013-04‑UUmschlag1826 – 1845
KB014-01‑TTau­fen1838 – 1864
KB014-02-RtNamens­re­gis­ter Taufen1838 – 1864
KB014-03‑NNoti­zen
KB014-04‑UUmschlag1838 – 1864
KB015-01-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1858 – 1909
KB015-02‑HTrau­un­gen1858 – 1909
KB015-03‑UUmschlag1858 – 1909
KB016-01‑SSter­be­fäl­le1846 – 1871
KB016-02‑SSter­be­fäl­le1872 – 1872
KB016-03‑SSter­be­fäl­le1873 – 1895
KB016-04-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1846 – 1895
KB016-05‑UUmschlag1846 – 1895
KB017-01‑EErst­kom­mu­ni­on1812 – 1909
KB017-02‑FFir­mung1839 – 1905
KB017-03‑UUmschlag1812 – 1909
KB018-01‑TTau­fen1875 – 1880
KB018-02‑TTau­fen1865 – 1928
KB018-03-RtNamens­re­gis­ter Taufen1865 – 1928
KB018-04‑UUmschlag1865 – 1928
KB019-01-ZRtZweit- oder Abschrift Regis­ter Taufen1865 – 1928
KB019-02-ZRtZweit- oder Abschrift Regis­ter Taufen1875 – 1880
KB019-04‑UUmschlag1865 – 1928
KB021-01‑EErst­kom­mu­ni­on1910 – 1938
KB021-02‑UUmschlag1910 – 1938
KB022-01‑FFir­mung1910 – 1982
KB022-02‑UUmschlag1910 – 1982
KB023-01‑HTrau­un­gen1910 – 1967
KB023-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1910 – 1967
KB023-04‑UUmschlag1910 – 1967
KB024-01‑SSter­be­fäl­le1895 – 1944
KB024-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1895 – 1944
KB024-04‑UUmschlag1895 – 1944

Geografische Lage

Alme ist ein dörf­li­cher Orts­teil der Stadt Bri­lon im nord­rhein-west­fä­li­schen Hoch­sauer­land­kreis in Deutsch­land. Die bis Ende 1974 selb­stän­di­ge Gemein­de liegt an der Gren­ze zu Bad Wün­nen­berg und damit im Über­gangs­be­reich von Sauer­land und Pader­bor­ner Land bezie­hungs­wei­se Büre­ner Land. Mit 1836 Ein­woh­nern und einer Gemar­kungs­flä­che von rund 35 km² ist Alme nach der Kern­stadt der größ­te Orts­teil von Brilon.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen der ehemaligen Gemeinde Alme (bis 1975)
Wap­pen der ehe­ma­li­gen Gemein­de Alme (bis 1975); gemeinfrei

Die Besied­lung der Gegend um Alme erfolg­te etwa ab 2000 v. Chr., wie Fun­de von Spinn­wir­teln und Scha­len­stei­nen beim heu­ti­gen Hal­ling­hau­sen, zwi­schen Alme und Bad Wün­nen­berg gele­gen, belegen.

Die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung datiert ver­mut­lich aus dem Jahr 952. In einer Urkun­de des spä­te­ren Kai­sers Otto I. wird ein Ort namens „Almun­d­o­raf“ erwähnt. Die dama­li­ge säch­si­sche Sied­lung befand sich im Bereich der heu­ti­gen Pfarr­kir­che St. Lud­ge­rus. Die­se schenk­te Wich­burg von Gese­ke dem Damen­stift Gese­ke, das sie gemein­sam mit ihren Geschwis­tern Graf Hahold, Brun und Fried­rich 946 gegrün­det hat­te. Eine ers­te Kapel­le ent­stand 1003 im Bereich der heu­ti­gen Pfarr­kir­che als Eigen­kir­che. Mit Pfar­rer Bei­len wur­de 1383 erst­mals ein Pfar­rer in Alme erwähnt. Ver­mut­lich wur­de die Pfar­rei Hal­ling­hau­sen nach Alme ver­legt, nach­dem der Ort zuvor bei einer Feh­de zer­stört wur­de. In Hal­ling­hau­sen wur­de mit Con­rad Dol­len­berg 1377 zum letz­ten Mal ein Pfar­rer erwähnt. Im Bereich des heu­ti­gen Guts Haus Tin­ne wur­de 1325 eine Burg gebaut. Burg und Ort­schaft wur­den 1374 an die Edel­her­ren von Büren der Wewels­bur­ger Linie ver­pfän­det. Die­se ver­pfän­de­ten bei­des 1380 an Johann von Schor­le­mer den Jün­ge­ren und 1394 zur Hälf­te an Her­mann vom Alten Haus Pad­berg.

Nach dem Aus­ster­ben der Wewels­bur­ger über­nahm 1411 Erz­bi­schof Fried­rich von Köln die Burg Alme. Sein Nach­fol­ger Erz­bi­schof Diet­rich von Köln schloss 1415 einen Ver­trag mit den Brü­dern Gott­schalk und Fried­rich vom Neu­en Haus Pad­berg, wor­auf Gott­schalk sei­nen Wohn­sitz nach Alme ver­leg­te. 1428 kauf­te Godert von Mesche­de von den Her­ren von Thü­len das Haus und Stein­werk mit allen dazu­ge­hö­ri­gen Gütern. Die­sem über­ließ Erz­bi­schof Diet­rich II. von Köln 1430 die Burg Alme als inzwi­schen „wüs­te Hof­stät­te“. Für das Jahr 1493 unter­schei­det man erst­mals zwi­schen den Häu­sern Ober- und Nie­der­al­me. Die Besit­zun­gen gehör­ten den Vet­tern Gerd und Hein­rich von Mesche­de gemein­sam. Ger­hard von Mesche­de bau­te schließ­lich 1505 das Haus Nie­der­al­me. Res­te die­ses Baus sind noch heu­te im west­li­chen Teil des Her­ren­hau­ses von Schloss Alme zu erkennen.

In einem Grenz­ver­trag mit der Stadt Bri­lon einig­ten sich am 4. Mai 1525 die Her­ren von Mesche­de mit der Stadt über den Grenzverlauf:„Dat zieh nembt­lich aen­seit ned­den an der Har­le­be­cke, so vern als zieh de Almer marcke strect, dar­sel­vest eyn stein ges­ath up de eine zyet ein cruce, up de ander ziet eyn spa­er, de Har­le­be­cke heen an up den Burer wegh, dar de aver de Har­le­be­cke geit, den Burer wegh up beß an den lut­ken Rum­be­ren an de snehe­cruce, de dar up de west­ziden van wegen der van Brylen gehou­wen, der vors(creven) van Mes­sche­de wapen, als nembt­lich [spa­ren] an de oetziet, der­geli­c­ben den­sel­ven snehen beß up den neis­ten sypen, sich schne­bet an de west­ziet an den Burer wegh, den­sel­vi­gen sypen up de eggen des sypens, so dar de snehe­cruce unde spätren dar­lieh utwy­set, am ende der snehe de besorg­nis­se und vor­ganck der boeme dar­sel­vest eyn stein gesät, up de eine syet eyn cruce, up ander ziet eyn spätre …“

Die­se Ver­ein­ba­rung lässt die Abhän­gig­keit von der jewei­li­gen Orts­herr­schaft erken­nen, denn anwe­send waren Brü­der und Vet­tern derer von Mesche­de, die Stadt Bri­lon sowie adli­ge und bür­ger­li­che Schieds­män­ner. Von einer Betei­li­gung der Dorf­be­woh­ner ist nicht die Rede.

Das Haus Oberal­me teil­te sich 1553 mit dem Tod des God­dert von Mesche­de zu Oberal­me in ein Haus Oberal­me und ein Haus Bruch. Haus Oberal­me über­nahm Her­mann II. von Wol­me­ring­hau­sen, der 1527 eine der bei­den Erb­töch­ter gehei­ra­tet hat­te; Haus Bruch kam an Wil­ke von Boden­hau­sen, den Ehe­mann der ande­ren Erb­toch­ter. Unter Josi­as von Wol­me­ring­hau­sen wur­den bei­de Häu­ser wie­der ver­ei­nigt. Über die Fami­li­en von Twis­te und von Hanx­le­den kam Fried­rich Wil­helm von Gau­gre­ben durch Hei­rat in den Besitz von Haus Bruch und durch Kauf in den von Haus Oberalme.

Im Zuge einer Erbaus­ein­an­der­set­zung erfolg­te 1589 die Tei­lung des Hau­ses Nie­der­al­me in ein altes und ein neu­es Haus Nie­der­al­me. Wäh­rend das alte Haus im Besitz derer von Mesche­de ver­blieb, gelang­te das neue Haus durch Hei­rat an die Fami­lie von Hol­ding­hau­sen. Unter Ein­be­zie­hung älte­rer Tei­le der Burg Nie­der­al­me bau­te Diet­rich Adam von Mesche­de 1744 das baro­cke Was­ser­schloss Alme. Mit dem Tod von Died­rich Adam von Mesche­de erlosch 1768 das Geschlecht derer zu Mesche­de. Die­ser hat­te sei­ne zwei­te Frau Fran­zis­ka Doro­thea von Bruch als Uni­ver­sal­er­bin ein­ge­setzt. Dar­an knüpf­te er die Bedin­gung, dass nach deren Able­ben der ältes­te Sohn sei­ner Toch­ter das Erbe über­neh­men soll­te.[12] So kam 1769 Theo­dor Wer­ner von Bocholtz in den Besitz.

Im Jah­re 1717 ließ Maria Mag­da­le­ne von Gau­gre­ben an der Stel­le der eins­ti­gen Burg Oberal­me das Haus Tin­ne erbau­en. „Das Haus Oberal­me genannt die Tin­ne“ wur­de 1775 von Fried­rich Chris­ti­an von Gau­gre­ben an den Frei­herrn Fer­di­nand von Bocholtz verkauft.

Am 1. März 1733 wur­de das poli­tisch zu Kur­köln gehö­ren­de Alme auch kirch­lich dem Erz­bis­tum Köln unter­stellt. In der Bul­le „de salu­te ani­ma­rum“ wur­de 1823 das Erz­bis­tum Pader­born für das ehe­ma­li­ge Her­zog­tum West­fa­len zustän­dig, nach­dem 1816 die­ses als Teil der Pro­vinz West­fa­len im König­reich Preu­ßen aufging.

Im 19. Jahr­hun­dert ent­stan­den die drei Gemein­den Nie­der­al­me, Oberal­me und Guts­ge­mein­de Alme. Nach­dem 1861 in Alme eine Post­ex­pe­di­ti­on II. Klas­se ein­ge­rich­tet wor­den war, bekam Alme mit der Inbe­trieb­nah­me der Eisen­bahn­stre­cke Büren – Bri­lon 1901 auch einen Eisen­bahn­an­schluss. 1912 wech­sel­te erneut die Herr­schaft in Alme. Franz Reichs­graf von Spee erwarb von den Gra­fen von Bocholtz deren Almer Besit­zun­gen. Noch 1922 exis­tier­te in Alme ein Armen­haus. Am 30. Sep­tem­ber 1928 wur­de aus den Gemein­den Nie­der Alme, Ober Alme und dem Guts­be­zirk Alme die Gemein­de Alme gebildet.

Die Gemein­de Alme wur­de am 1. Janu­ar 1975 im Zuge der kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung in Nord­rhein-West­fa­len auf der Basis des Sauer­land-/Pa­der­born-Geset­zes ein Orts­teil der Stadt Brilon.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Lud­ger in Alme von Matri­cu­la (26.12.2021)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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