Neue Digitalisate bei Matricula vom 18.11.2021: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – St. Maria Magdalena, Gevelinghausen, 1670 – 1989

Screenshot der Indexseite für St. Maria Magdalena in Gevelinghausen von Matricula (18.11.2021)
Screenshot der Indexseite für St. Maria Magdalena in Gevelinghausen von Matricula (18.11.2021)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 18. Novem­ber 2021 4 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Maria Mag­da­le­na in Geve­ling­hau­sen aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Gevelinghausen, St. Maria Magdalena (4)

Signa­turMatri­kel­typDatum (1670 – 1989)
KB006-01-ZsZweit- oder Abschrift Sterbefälle1670 – 1945
KB006-03‑UUmschlag1670 – 1945
KB007-02‑SSter­be­fäl­le1911 – 1989
KB007-04‑UUmschlag1911 – 1989

Geografische Lage

Geve­ling­hau­sen (PLZ: 59939) ist ein Stadt­teil der Stadt Ols­berg im Hoch­sauer­land­kreis. Zum 31. Dezem­ber 2019 hat­te Geve­ling­hau­sen 570 Einwohner.

Geve­ling­hau­sen liegt an einem Berg­sat­tel zwi­schen Elpe­tal im Wes­ten und Ruhr­tal im Osten. Der Ort hat eine Höhe von etwa 380 bis 410 m und ist von Ber­gen mit einer Höhe von bis zu 700 m umgeben.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen von Gevelinghausen
Wap­pen von Geve­ling­hau­sen; gemeinfrei

Durch einen Zufall wur­de 1961 ein 36,2 cm hoher Bron­ze­krug aus dem 8. Jahr­hun­dert v. Chr. ent­deckt, der im 5. Jahr­hun­dert v. Chr. als Urne ver­wen­det wur­de. Er gilt als eines der bedeu­tends­ten Bron­ze­ge­fä­ße nörd­lich der Alpen. Das auch als Ampho­re bezeich­ne­te Gefäß gehört zu der von dem Prä­his­to­ri­ker Albrecht Jocken­hö­vel beschrie­be­nen Grup­pe „Geve­ling­hau­sen-Vejo-Sed­din“. Das auf­wen­dig restau­rier­te Ori­gi­nal befin­det sich im LWL-Muse­um für Archäo­lo­gie in Her­ne.

Der heu­ti­ge Ort Geve­ling­hau­sen ent­stand aus einer Sied­lung, die zum Gut und spä­te­ren Schloss Geve­ling­hau­sen gehör­te. Erst­mals erwähnt wur­de der Ort 1277. Im Jahr 1299 tausch­te Graf Lud­wig von Arns­berg Geve­ling­hau­sen mit Gut Ost­wig, das er von der Äbtis­sin des Stifts Mesche­de erhielt. Her­mann III. von Geve­ling­hau­sen begab sich 1371 nach dem Über­gang der Graf­schaft Arns­berg an das Erz­bis­tum Köln in den Schutz der Erzbischöfe.

Im Jahr 1562 wur­de die Was­ser­müh­le in Geve­ling­hau­sen erst­mals erwähnt. Die Schloss­ka­pel­le wur­de 1543/​44 erst­mals genannt. Im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg wur­de das befes­tig­te Gut kaum beschä­digt, der Ort jedoch bis auf zwei Höfe voll­stän­dig zerstört.

Im Jahr 1632 wur­de eine neue Schloss­ka­pel­le erbaut, am 15. Juli 1633 wur­de sie Maria Mag­da­le­na geweiht. Erwei­tert wur­de die Kapel­le 1879 (Chor und Quer­schiff) und 1899 (Neu­bau des Lang­schiffs). Das Gebäu­de hat­te nun eine Län­ge von 21 Metern. 1990 konn­te die Orgel saniert wer­den. Für die Bewoh­ner des Ortes dien­te die Kapel­le als Pfarrkapelle.

Zwi­schen 1658 und 1796 war das Gut im Besitz der Frei­her­ren von Sie­gen. Danach wur­de es zusam­men mit Wig­ge­ring­hau­sen an Simon August Frei­herr von Wendt-Papen­hau­sen ver­kauft. Er war der Schwie­ger­va­ter von Wer­ner-Con­stan­tin von Dros­te zu Hüls­hoff, des­sen Schwes­ter, die Dich­te­rin Annet­te von Dros­te-Hüls­hoff, Geve­ling­hau­sen besuchte.

Erst nach 1821 wur­de aus den bis­her den Gut gehö­ren­den Höfen Erb­pacht­hö­fe, die seit der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts in den voll­stän­di­gen Besitz der Bau­ern übergingen.

Die Fami­lie Wendt zog nach dem Erwerb des Gutes Schel­len­stein ins benach­bar­te Big­ge. Das Schloss in Geve­ling­hau­sen blieb bis 1867 unbewohnt.

Der Ort wur­de etwa 1865 aus der Gemein­de Vel­me­de aus­ge­glie­dert und somit eine eigen­stän­di­ge Gemeinde.

Am 1. Juli 1969 wur­de Geve­ling­hau­sen Teil der Stadt Olsberg.

Im Jahr 1908 erfolg­te der Anschluss an das Strom­netz und 1911 wur­de ein eige­ner Fried­hof eingerichtet.

Im Ort exis­tie­ren ein klei­nes Hei­mat­mu­se­um des ört­li­chen Hei­mat­ver­eins und ein pri­va­tes Afrikamuseum.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Maria Mag­da­le­na in Geve­ling­hau­sen von Matri­cu­la (18.11.2021)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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