Neue Digitalisate bei Matricula vom 18.11.2021: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – St. Cyriakus, Bruchhausen, 1908 – 1969

Screenshot der Indexseite für St. Cyriakus in Bruchhausen von Matricula (18.11.2021)
Screenshot der Indexseite für St. Cyriakus in Bruchhausen von Matricula (18.11.2021)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 18. Novem­ber 2021 2 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Cyria­kus in Bruch­hau­sen aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Bruchhausen, St. Cyriakus (2)

Signa­turMatri­kel­typDatum (1908 – 1969)
KB003-01‑EErst­kom­mu­ni­on1908 – 1969
KB003-02‑UUmschlag1908 – 1969

Geografische Lage

Bruch­hau­sen (PLZ: 59939) ist ein Orts­teil der Stadt Ols­berg im Hoch­sauer­land­kreis. Der Ort zähl­te am 31. Dezem­ber 2019 1185 Ein­woh­ner. Um geo­gra­fi­sche Ver­wechs­lun­gen zu ver­mei­den, wird oft­mals auch der Zusatz „an den Stei­nen“ zum Orts­na­men verwendet.

Bruch­hau­sen liegt im Mede­bach­tal ca. acht Kilo­me­ter süd­lich der Stadt Ols­berg. Das Mede­bach­tal ver­läuft unmit­tel­bar öst­lich des Ruhr­tals. Der Ort liegt auf 450 m über NHN. Die höchs­te Erhe­bung auf Bruch­hau­ser Gebiet befin­det sich am Gip­fel des Lan­gen­bergs auf 843 m über NHN und ist zugleich der höchs­te Punkt des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. Öst­lich von Bruch­hau­sen befin­den sich zudem die Bruch­hau­ser Stei­ne, auf dem 728 Meter hohen Isten­berg. Um das Dorf liegt das Land­schafts­schutz­ge­biet Kul­tur- und Offen­land­schafts­kom­plex Bruch­hau­sen.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wann genau Bruch­hau­sen erst­mals urkund­lich erwähnt wur­de, ist umstrit­ten, da es im Sauer­land meh­re­re Orte mit die­sem Namen gibt. Der Bruch­hau­ser Leh­rer und Hei­mat­kund­ler Josef Wäl­ter kommt in sei­nem Buch „Broch­hu­sen – ein Sauer­län­der Dorf­buch“ von 1957 zu der Erkennt­nis, dass Bruch­hau­sen im Jahr 1144 erst­mals urkund­lich erwähnt wur­de. Die eigent­li­che Sied­lungs­ge­schich­te in die­ser Gegend ist aber weit­aus älter. Bereits in der vor­rö­mi­schen Eisen­zeit befand sich auf dem Isten­berg zwi­schen den Bruch­hau­ser Stei­nen eine Wallburganlage.

Im Zen­trum des Dor­fes liegt seit dem 14. Jahr­hun­dert das Was­ser­schloss Bruch­hau­sen. Bruch­hau­sen war im 19. Jahr­hun­dert ins­be­son­de­re für sei­ne Nagel­in­dus­trie bekannt. Im Jahr 1872 grün­de­te sich die St.-Cyriakus-Schützenbruderschaft.

Im Zwei­ten Welt­krieg fie­len 42 Män­ner aus dem Dorf als Sol­da­ten, davon die meis­ten an der Ost­front, oder star­ben in Gefangenschaft.

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg dien­te Bruch­hau­sen eini­ge Jah­re als stän­di­ges Lager von ca. 1000 bel­gi­schen Soldaten.

Ab 1967 kam es zu einer umfang­rei­chen Dorf­sa­nie­rung, bei der die Pfarr­kir­che St. Cyria­kus neu errich­tet, der Mede­bach zum Teil unter­ir­disch kana­li­siert und ein neu­er Orts­mit­tel­punkt geschaf­fen wur­de. Seit der kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung, die am 1. Janu­ar 1975 in Kraft trat, ist Bruch­hau­sen ein Teil der Stadt Ols­berg. Das Dorf erhielt meh­re­re Prei­se bei Wett­be­wer­ben. Unter ande­rem wur­de Bruch­hau­sen als Euro­pa-Gold­dorf ausgezeichnet.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Cyria­kus in Bruch­hau­sen von Matri­cu­la (18.11.2021)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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