Neue Digitalisate bei Matricula vom 12.11.2021: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – St. Antonius Einsiedler, Wiemeringhausen

Screenshot der Indexseite für St. Antonius Einsiedler in Wiemeringhausen von Matricula (12.11.2021)
Screenshot der Indexseite für St. Antonius Einsiedler in Wiemeringhausen von Matricula (12.11.2021)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 12. Novem­ber 2021 2 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Anto­ni­us Ein­sied­ler in Wie­me­ring­hau­sen aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Wiemeringhausen, St. Antonius Einsiedler (2)

Signa­turMatri­kel­typDatum (1909 – 1929)
KB002-01‑EErst­kom­mu­ni­on1909 – 1929
KB002-02‑UUmschlag1909 – 1929

Geografische Lage

Wie­me­ring­hau­sen (PLZ: 59939) ist ein Orts­teil der Stadt Ols­berg im Sauer­land. Zum 31. Dezem­ber 2019 hat­te Wie­me­ring­hau­sen 672 Ein­woh­ner Der Ort liegt mit­tig zwi­schen Ols­berg und Win­ter­berg. Nach­bar­ge­mein­den sind Nie­ders­feldAssing­hau­sen und Brunskap­pel.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Erst­mals wur­de Wie­me­ring­hau­sen im Jah­re 1321 in einer Urkun­de anläss­lich des Ver­kaufs zwei­er Zins­gü­ter im Dorf Wirnstorp bei Wig­man­nen­cu­sen in der Pfar­rei Assen­ko­sen fest­ge­hal­ten. Der heu­ti­ge Ort war lan­ge Zeit durch die Ruhr in zwei eigen­stän­di­ge Orte Ruhr und Böhl getrennt. Die Ruhr in der Orts­la­ge war zeit­wei­se auch Gren­ze zwi­schen der ehe­ma­li­gen Graf­schaft Wal­deck und dem ehe­ma­li­gen Her­zog­tum West­fa­len. Der spä­ter zusam­men­ge­schlos­se­ne Ort Wie­me­ring­hau­sen war eine freie Gemein­de im ehe­ma­li­gen Amt Big­ge und wur­de infol­ge einer kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung am 1. Janu­ar 1975 in die Stadt Ols­berg eingemeindet.

Im Zwei­ten Welt­krieg fie­len 36 Män­ner aus dem Dorf als Sol­da­ten, davon die meis­ten an der Ost­front.

Am 25. März 1945 wur­de der Kraft­fahr­park Arns­berg der Wehr­macht unter dem Kom­man­do von Major Josef von der Helm aus Win­ter­berg für kur­ze Zeit nach Wie­me­ring­hau­sen ver­legt. Am 29. März soll­te der im Dorf auf­ge­ru­fe­ne Volks­sturm nach Assing­hau­sen mar­schie­ren. Der Volks­sturm führ­te die­sen Befehl nicht aus. Ab dem 30. April durch­zo­gen stän­dig Wehr­machts­sol­da­ten das Tal in Rich­tung Nie­ders­feld. Immer mehr schlecht aus­ge­rüs­te­te Sol­da­ten lager­ten im Dorf. Am 4. April gin­gen Geschüt­ze in und ums Dorf in Stel­lung. Am 5. April erschien Gene­ral­feld­mar­schall Wal­ter Model, Kom­man­dant aller Ein­hei­ten im Ruhr­kes­sel, mit Stab im Dorf. Schon am nächs­ten Mor­gen fuhr er wei­ter. Ein­woh­ner flo­hen an die­sem und am nächs­ten Tag in die Wäl­der und errich­te­ten dort pro­vi­so­ri­sche Hüt­ten. Etwa 40 Per­so­nen such­ten in einem alten Berg­werks­stol­len Schutz. Wie­me­ring­hau­sen wur­de nun von US-Trup­pen beschos­sen. Am 5. April rück­ten US-Pan­zer durchs Tal an. Das Dorf wur­de nun beschos­sen. Deut­sche Sol­da­ten nebel­ten den Ort ein, um ein geziel­tes Schie­ßen auf Zie­le im Ort zu ver­hin­dern. Durch Spreng­la­dun­gen wur­den Bäu­me an der Stra­ße gesprengt, um als Pan­zer­sper­re zu die­nen. Der an der Spit­ze der US-Trup­pen fah­ren­de Räum­pan­zer konn­te die­se pro­blem­los bei­sei­te­schie­ben. Ein letz­tes im Dorf ste­hen­des Flak­ge­schütz beschoss die Schüt­zen­ket­te der US-Infan­te­rie, wel­che sich kurz vorm Bahn­hof befand. Um 11:50 Uhr erreich­te der ers­te US-Sol­dat das Dorf. Kurz dar­auf fuh­ren Pan­zer und LKWs ins Dorf. Aus Rich­tung Brunska­pel schos­sen nun deut­sche Geschüt­ze nach Wie­me­ring­hau­sen. Ein getrof­fe­nes Wohn­haus brann­te nie­der. Die US-Trup­pen beschos­sen nun mit Pan­zern und Geschüt­zen, vom Born­stein west­lich des Dorfs, auf Brunska­pel, Wulme­ring­hau­sen und Elpe. Zahl­rei­che Gebäu­de im Dorf wur­den zer­stört oder beschä­digt. 13 gefal­le­ne deut­sche Sol­da­ten wur­den auf dem Dorf­fried­hof begra­ben. Bis zum 12. April war das Dorf durch US-Trup­pen belegt, für die zahl­rei­che Häu­ser geräumt wer­den muss­ten. Zeit­wei­se war dann noch eine Ein­quar­tie­rung von fünf Sol­da­ten, wel­che Poli­zei­auf­ga­ben erfüllten.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Anto­ni­us Ein­sied­ler in Wie­me­ring­hau­sen von Matri­cu­la (12.11.2021)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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