Neue Digitalisate bei Matricula vom 05.11.2021: 1 hinzugefügte Pfarrei aus dem Erzbistum Paderborn – St. Markus Ev., Beringhausen

Screenshot der Indexseite für St. Markus Ev. in Beringhausen von Matricula (05.11.2021)
Screenshot der Indexseite für St. Markus Ev. in Beringhausen von Matricula (05.11.2021)

Für das Kir­chen­buch­por­tal Matri­cu­la wur­den am 5. Novem­ber 2021 53 neue Digi­ta­li­sa­te von der römisch-katho­li­schen Pfar­rei St. Mar­kus Ev. in Bering­hau­sen aus dem Erz­bis­tum Pader­born hinzugefügt.

Erzbistum Paderborn: Beringhausen, St. Markus Ev. (53)

Signa­turMatri­kel­typDatum (1653 – 1966)
KB001-01-RtNamens­re­gis­ter Taufen1653 – 1825
KB001-02‑TTau­fen1653 – 1779
KB001-03‑TTau­fen1780 – 1825
KB001-04‑TTau­fen1802 – 1804
KB001-05‑TTau­fen1744 – 1804
KB001-06‑TTau­fen1780 – 1825
KB001-07‑UUmschlag1653 – 1825
KB002-01-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1654 – 1825
KB002-02‑HTrau­un­gen1654 – 1779
KB002-03‑HTrau­un­gen1780 – 1825
KB002-04‑HTrau­un­gen1780 – 1825
KB002-05‑NNoti­zen1682 – 1746
KB002-06‑UUmschlag1654 – 1825
KB003-01-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1664 – 1825
KB003-02‑SSter­be­fäl­le1664 – 1779
KB003-03‑NNoti­zen1671 – 1817
KB003-04‑SSter­be­fäl­le1780 – 1826
KB003-05‑SSter­be­fäl­le1780 – 1826
KB003-06‑SSter­be­fäl­le1780 – 1825
KB003-07‑SSter­be­fäl­le1780 – 1825
KB003-08‑SSter­be­fäl­le1780 – 1825
KB003-09‑UUmschlag1664 – 1826
KB004-01‑NNoti­zen1743 – 1787
KB004-02‑KKon­ver­sio­nen1743 – 1787
KB004-03‑TTau­fen1744 – 1804
KB004-04‑HTrau­un­gen1766 – 1802
KB004-05‑SSter­be­fäl­le1778 – 1803
KB004-06‑NNoti­zen
KB004-07-ZtZweit- oder Abschrift Taufen1744 – 1804
KB004-08-RtNamens­re­gis­ter Taufen1744 – 1804
KB004-09‑UUmschlag1743 – 1804
KB005-01‑NNoti­zen1826 – 1826
KB005-02‑TTau­fen1826 – 1859
KB005-03-RtNamens­re­gis­ter Taufen1826 – 1859
KB005-05‑UUmschlag1826 – 1859
KB006-01‑HTrau­un­gen1826 – 1869
KB006-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1826 – 1869
KB006-03‑UUmschlag1826 – 1869
KB007-01‑SSter­be­fäl­le1826 – 1864
KB007-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1826 – 1864
KB007-04‑UUmschlag1826 – 1864
KB008-01-RtNamens­re­gis­ter Taufen1859 – 1885
KB008-02‑TTau­fen1859 – 1885
KB008-04‑UUmschlag1859 – 1885
KB012-01‑HTrau­un­gen1870 – 1955
KB012-02-RhNamens­re­gis­ter Trauungen1870 – 1955
KB012-04‑UUmschlag1870 – 1955
KB013-01-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1865 – 1911
KB013-02‑SSter­be­fäl­le1865 – 1911
KB013-04‑UUmschlag1865 – 1911
KB014-01‑SSter­be­fäl­le1911 – 1966
KB014-02-RsNamens­re­gis­ter Sterbefälle1911 – 1966
KB014-04‑UUmschlag1911 – 1966

Geografische Lage

Bering­hau­sen (PLZ: 34431) ist ein Orts­teil der Stadt Mars­berg im Hoch­sauer­land­kreis in Nord­rhein-West­fa­len mit rund 900 Ein­woh­nern, in einer Höhe von 305 m über NN. Das Dorf liegt im Eng­tal auf bei­den Ufern der Hop­pe­cke und am Fuß von etli­chen mar­kan­ten Berg­gip­feln (Enken­berg 495 m, Alten­berg 545 m). Es gehört zum Natur­park Die­mel­see.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen der ehemaligen Gemeinde Heddinghausen; gemeinfrei
Wap­pen der ehe­ma­li­gen Gemein­de Hed­ding­hau­sen; gemeinfrei

Die ältes­te, gesi­cher­te urkund­li­che Erwäh­nung des Ortes datiert aus dem Jah­re 1101, als Graf Erpo von Pad­berg zur Dotie­rung des Klos­ters Boke Besitz in „Ber­din­chu­sen“ gibt.

Vom 16. Okto­ber 1230 stammt die ältes­te schrift­li­che Erwäh­nung einer Pfarr­kir­che und eines Pfar­rers in Bering­hau­sen. Die alte Pfarr­kir­che konn­te bis 1922 erhal­ten blei­ben. Die bei­den Glo­cken von 1483 wur­den dann, eben­so wie die aus dem 17. Jahr­hun­dert stam­men­de, guss­ei­ser­ne Grab­plat­te des Pfar­rers Orth­mann, ver­mut­lich ein­ge­schmol­zen. 1883/​1884 wur­de mit dem Bau der neu­en Pfarr­kir­che begon­nen, die zwei Jah­re spä­ter fer­tig­ge­stellt und am 16. Dezem­ber 1886 fei­er­lich ein­ge­weiht wurde.

Wäh­rend des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges gehör­ten die Dör­fer der Herr­schaft Pad­berg, dar­un­ter Bering­hau­sen, zu den am stärks­ten betrof­fe­nen Kriegs­ge­bie­ten West­fa­lens. Als Ursa­che dafür ist die Grenz­nä­he zum refor­mier­ten Wal­deck und Hes­sen-Kas­sel zu ver­mu­ten. Ins­ge­samt 40 Durch­zü­ge und Ein­quar­tie­run­gen sind von Tönies von Pad­berg notiert.

1636 wur­de Ober­mars­berg zur dau­ern­den kai­ser­li­chen Gar­ni­son­stadt. Dadurch ver­schärf­te sich die Kriegs­si­tua­ti­on in der Regi­on. Im glei­chen Jahr brann­ten die Hes­sen die Orte Pad­berg, Bering­hau­sen und Hel­ming­hau­sen ab. Was noch stand, wur­de von Kroa­ten (Cra­ba­ten) der Mars­ber­ger Gar­ni­son ver­wüs­tet und geplün­dert. Graf Tönies von Pad­berg notier­te dazu, dass in den Orten sei­ner Herr­schaft der „elends­te Zustand“ seit Kriegs­aus­bruch herrsch­te. Noch 1638 lagen in Bering­hau­sen 28 von 39 Haus­stät­ten wüst. Zu allem Kriegs­e­lend führ­te ein frü­her Win­ter­ein­bruch 1640 zu einer Wet­ter­ka­ta­stro­phe, der vie­le Bewoh­ner zum Opfer fielen.

1802 ende­te die jahr­hun­der­te­lan­ge kur­köl­ni­sche Herr­schaft. Land­graf Lud­wig von Hes­sen Darm­stadt eig­net sich das kur­köl­ni­sche Her­zog­tum West­fa­len schon vor einer end­gül­ti­gen Rege­lung an. Die Herr­schaft der Land­graf­schaft Hes­sen war jedoch nur kurz. Schon im Jah­re 1816 wur­de das Sauer­land preu­ßisch. Zu die­ser Zeit leben in Bering­hau­sen 405 Einwohner.

Das Amt der Schult­hei­ßen wur­de 1824 abge­schafft. Das Dorf gehör­te fort­an zur Bür­ger­meis­te­rei Mars­berg. 1843 erhielt Bering­hau­sen dann einen eige­nen Gemein­de­rat mit einem Orts­vor­ste­her an der Spit­ze. Die bis­he­ri­ge Bür­ger­meis­te­rei Mars­berg wur­de zum Amt Marsberg.

Im Zwei­ten Welt­krieg fie­len 46 Bering­hau­ser als Sol­da­ten, davon die meis­ten an der Ost­front, bzw. star­ben dort in Gefan­gen­schaft und im Lazarett.

Am 1. Janu­ar 1975 ende­te die kom­mu­na­le Selbst­stän­dig­keit und Bering­hau­sen wur­de ein Orts­teil der Stadt Marsberg.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Screen­shot der Index­sei­te für St. Mar­kus Ev. in Bering­hau­sen von Matri­cu­la (05.11.2021)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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