Online-OFB „Bremen-Blumenthal (kath.)“ am 15.10.2021 veröffentlicht

Inhalt
Das Online-OFB „Bremen-Blumenthal (kath.)“ wurde am 15. Oktober 2021 aktualisiert. Derzeit sind 20.558 Personen vorhanden, die in 7.438 Familien gegliedert sind. 3.927 Personeneinträge wurden seit dem 11.12.2020 bearbeitet.
Geografische Lage
Blumenthal (niederdeutsch: Blomendal) ist ein Stadtteil von Bremen innerhalb des Stadtbezirks Nord.
Blumenthal ist Bremens nördlichster Stadtteil im äußersten Nordwesten der Stadt und der einzige Bremer Stadtteil, der an beiden Seiten der Weser liegt. Er grenzt im Südosten an den Stadtteil Vegesack, im Norden an die niedersächsische Gemeinde Schwanewede und im Westen die Gemeinde Berne.
Zum Stadtteil Blumenthal gehören die Ortsteile: Blumenthal, Lüssum-Bockhorn, Rönnebeck, Farge und Rekum.
Kurzinfo vom Online-OFB
Die Bearbeiterin des Online-OFB „Unruhstadt“ ist Uta Bothe aus Ritterhude. Sie ist ein Mitglied des Heimatverein Platjenwerbe, Die Maus, Gesellschaft für Familienforschung e.V. (Bremen), Verein für Computergenealogie e. V. und Heimatverein Lesum e. V.. U. a. hat sie auch das Online-OFB „Deutsch Rasselwitz“ erstellt.
Der einleitende Text des Online-OFB ist ausführlich und informativ geschrieben. Die Quellen des Online-OFB sind in erster Linie die Kirchenbücher der katholischen Kirchengemeinde „St. Marien“ mit den Taufen von 1854 bis 1900, den Trauungen von 1854 bis 1919 und den Bestattungen von 1856 bis 1917. Weiterhin wurden die Register des Standesamts Blumenthal mit den Geburtseinträgen von 1901 bis 1907, die Heiratseinträge von 1910 bis 1919 und die Sterbeeinträge von 1958 bis 1977 verwendet.
In dem einleitenden Text des Online-OFB findet man ausreichende, historische Informationen zu Blumenthal und der als Quelle zugrunde liegenden katholischen Kirchengemeinde „St. Marien“.
Bearbeitet wurde das Online-OFB mit genealogischen Programm GEN_DO.
Geschichtliches
Das folgende Unterkapitel ist ein Auszug aus dem zugehörigen Wikipedia-Artikel (siehe Quellen). Dieser Auszug wurde bei Bedarf für eine schnellere Lesbarkeit unter Umständen etwas gekürzt und angepasst.
Namen:
- Blumenthal bedeutet Tal der Blumen in dem Auetal. Es hieß 1305 Blomendal, 1380 Blomendale, 1450 Blomendall und 1638 Blomenthall.
- Bockhorn hieß 1032 Borchhorn und 1302 Bochorne. Borch kann als Burg gedeutet werden. Horn(e) stammt von dem niederdeutschen Begriff für Spitze oder Sporn.
- Lüssum hieß 1492 Lusen dann Lüszen und 1542 Lussen. Die Deutung des Namens aus der urkundlichen Bezeichnung villa Liusci ist nicht gewährleistet.
- Rekum hieß um 1300 Reken(e) und 1405 Reeken.
Die älteste historische Siedlung im heutigen Stadtteil Blumenthal war das Dorf Lüssum. Unsicher ist die Deutung, dass nach einer angeblich gefälschten Urkunde der villa Liusci 832 Ludwig dem Frommen die Fischereirechte an der Weser bestätigt haben soll. Die erste gesicherte Erwähnung von Lüssen als Lussen erfolgte 1492.
Die ursprüngliche Besiedlung folgte der Weser am hohen Geestrücken. Schiffbauer, Kahnschiffer und Fischer siedelten an der Weser.
Im 13. Jahrhundert bauten die Ritter von Oumünde die erste Burg Blomendal auf dem Burgberg oberhalb des Auetals. 1305 war die erste urkundliche Erwähnung von Blomendal, als auf Grund des Friedensdiktats des Bremer Erzbischofs Giselbert mit den Rittern die Burg wieder abgerissen werden musste. 1354 wurde das zweite Haus Blomendal als Wasserburg von den Rittern von Oumünde und Steding erbaut.
Der zur ersten Burg gehörende Sattelhof wurde als „Vorborch tho Blomendale“ bereits 1304 erwähnt.
Haus Blomendal war von 1866 bis 1932 Sitz des preußischen Landratsamtes. Im Zweiten Weltkrieg diente es als Kriegsgefangenenlager und danach für Flüchtlingswohnungen. Ab 1972 wurde darin der Blumenthaler Heimatverein untergebracht.
1907 erfolgte auf Betreiben der Gemeinde und des Gemeindevorstehers Lüder Bömermann der Anschluss von Lüssum an Blumenthal.
Der Bremer Rat kaufte 1436 für 1400 Rheinische Gulden von den Rittern von Borch die Burg Blomendal mit der Vogtei und dem Gericht Blomendal, die danach zu einem Verwaltungsamt wurde und als Ruhesitz der Bremer Bürgermeister diente. 1469 erwarb Bremen das nördlich angrenzende Gericht Neuenkirchen und schlug es dem Amt Blomendal zu.
Die Reformation der Blumenthaler Kirchengemeinde erfolgte 1522. Von der alten Dorfkirche ist nur der Turm von 1604 erhalten geblieben. Um 1600 wurde Haus Blomendal Sitz von zwei Amtmännern, welche die Verwaltung und die Gerichtsbarkeit ausübten.
Nach dem Ersten Bremisch-Schwedischen Krieg kam Blumenthal 1654 zum neu geschaffenen Herzogtum Bremen unter schwedischer landesrechtlicher Oberhoheit. Einige Gerichts- und Verwaltungsrechte verblieben jedoch bei Bremen.
1712 gelangte Blumenthal kurzzeitig an Dänemark. Es wurde 1715 als Teil des Herzogtums Bremen an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg verkauft, das später als das Kurfürstentum Hannover bezeichnet wurde. 1741 verlor Bremen die noch vorhandenen Verwaltungsrechte über das Amt Blumenthal.
Von 1806 bis 1813 stand die Region unter französischer Herrschaft. Zur Mairie Blumenthal gehörten noch Lobbendorf, Lüssum, Rönnebeck, Farge, Flethe, Hammersbeck und Rekum. Von 1811 bis 1814 war die Region Teil des Kantons Vegesack im französischen Département des Bouches-du-Weser.
1814 wurde durch den Wiener Kongress aus dem Kurfürstentum das Königreich Hannover.Blumenthal 1818/1819
1821 gehörten zum Amt Blumenthal das Kirchspiel Blumenthal mit den Dörfern Bockhorn, Farge, Fähr, Hammersbeck, Lüssum, Rönnebeck und Schwankenforth und das Kirchspiel Lesum mit den Dörfern Aumund, Beckedorf, Hünertshagen, Lobbendorf und Löhnhorst.
1862 wurde das Dorf Flethe nach Blumenthal eingemeindet.
1866 annektierte Preußen das Königreich Hannover und damit auch Blumenthal, das Sitz eines preußischen Landkreises wurde. Die Mitgliedschaft im Deutschen Zollverein begünstigte die wirtschaftliche Entwicklung Blumenthals. Die Bremer Woll-Kämmerei wurde wegen der günstigen und direkten Anlieferung von Rohwolle 1884 gegründet. Sie hatte 1898 rund 2.300 Beschäftigte.
Lüssum, Rönnebeck und Bockhorn wurden 1907/08 und Neurönnebeck 1923 in die Gemeinde Blumenthal eingemeindet.
1910 wurden das neue Rathaus, das heutige Ortsamtsgebäude, eingeweiht.
1932 wurde der Landkreis Blumenthal mit dem Landkreis Osterholz zusammengelegt, damit verlor Blumenthal den Status als Kreissitz.
Blumenthal und Farge/Rekum wechselten infolge der Vierten Verordnung über den Neuaufbau des Reichs zum 1. November 1939 zusammen mit den übrigen heute nordbremischen Gebieten nördlich der Lesum (außer der Stadt Vegesack, die bereits bremisch war) im Tausch gegen Bremerhaven die Staatszugehörigkeit vom Freistaat Preußen zur Freien Hansestadt Bremen.
Weiterführende Quellen
- Ortsfamilienbuch „Bremen-Blumenthal“ mit aktuellen Änderungen
- OFB-Eintrag im Genwiki
- Bremen-Blumenthal im Genwiki
- Bremen-Blumenthal im Geschichtlichen Ortsverzeichnis GOV
- Bremen-Blumenthal in Wikipedia
- Bremen-Blumenthal in Google Maps
- Bremen-Blumenthal in OpenStreetMap
- Bremen-Blumenthal in Bing Maps
Für das Titelbild wurde verwendet: Haus Blomendal; gemeinfrei