Aktualisierte Sammlung bei Ancestry vom 27.10.2021: Traunstein, Deutschland, Militärwesen, 1853 – 1945

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Der kom­mer­zi­el­le, genea­lo­gi­sche Dienst­leis­tungs­an­bie­ter Ances­try hat am 27. Okto­ber 2021 fol­gen­de Samm­lung aktua­li­siert: Traun­stein, Deutsch­land, Mili­tär­we­sen, 1853 – 1945.

Die­se Samm­lung ent­hält Doku­men­te zum Mili­tär­we­sen aus Traun­stein und umfasst die Jah­re von 1853 bis ein­schließ­lich 1945. Die Kreis­stadt Traun­stein liegt an dem Fluss Traun etwa 100 km süd­öst­lich von Mün­chen und 10 km öst­lich des Chiem­sees im Bun­des­land Bay­ern. Die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung stammt aus dem Jah­re 1245. Da Traun­stein an der Salz­stra­ße lag und lan­ge Zeit die Salz­pro­duk­ti­on der wich­tigs­te Wirt­schafts­zweig war, gel­ten heu­te vor allem auch die damit ver­bun­de­ne Sali­nen­ka­pel­le sowie die his­to­ri­schen Sali­nen­ge­bäu­de in der Au als Sehens­wür­dig­kei­ten. Wäh­rend des Zeit­raums der Samm­lung gehör­te Traun­stein bis 1918 zum König­reich Bayern.

Die hier erschlos­se­ne Samm­lung ent­hält Bestän­de aus mili­tär­his­to­ri­schen Quel­len von Traun­stein. Die frü­hes­ten Doku­men­te sind Mili­tärstamm­rol­len, auch als Stamm­rol­len oder Stamm­lis­ten bezeich­net. Es sind Ver­zeich­nis­se aller mili­tär­pflich­ti­gen männ­li­chen Ein­woh­ner, die von den für das Ersatz­we­sen zustän­di­gen Behör­den geführt wur­den. Ande­re Doku­men­te umfas­sen die beim Stan­des­amt Traun­stein ver­zeich­ne­ten Gefal­le­nen des Zwei­ten Welt­krie­ges, Ster­be­bil­der gefal­le­ner Traun­stei­ner des Ers­ten Welt­krie­ges sowie wehr­pflich­ti­ge Per­so­nen mit medi­zi­ni­scher Aus­bil­dung, in der Samm­lung Restan­ten genannt. Ein wei­te­rer Bestand umfasst die von der Ersatz­kom­mis­si­on ange­leg­ten Mus­te­rungs- bzw Rekru­tie­rungs­lis­ten. Dar­in sind die tat­säch­lich statt­ge­fun­de­nen Mus­te­run­gen nach Geburts­jahr­gän­gen sor­tiert ver­zeich­net. Die Lis­ten sind chro­no­lo­gisch-alpha­be­tisch ange­legt und erfas­sen mit detail­lier­ten Anga­ben die männ­li­chen, mili­tär­pflich­ti­gen Per­so­nen der Stadt und sind damit eine wich­ti­ge his­to­risch bio­gra­phi­sche Quel­le Traun­steins. Ergän­zend dazu sind in den Vor­stel­lungs­lis­ten eini­ge Mili­tär­pflich­te zu fin­den, die zum Zeit­punkt der Mus­te­rung vom Dienst wegen Beur­lau­bung, Untaug­lich­keit oder häus­li­cher Ver­hält­nis­se befreit waren.

Fol­gen­de Bestän­de sind in der Samm­lung enthalten:

Die Infor­ma­tio­nen zu den mili­tär­pflich­ti­gen Per­so­nen wur­den nach Geburts­jahr­gän­gen und dar­in alpha­be­tisch erfasst und von den zustän­di­gen Behör­den auf vor­ge­druck­ten For­mu­la­ren hand­schrift­lich ein­ge­tra­gen. Je nach ver­wen­de­ten For­mu­la­ren und Zweck der Doku­men­ta­ti­on sind fol­gen­de Anga­ben enthalten:

  • Lau­fen­de Nummer
  • Anga­ben zum Mili­tär­pflich­ti­gen: Nach­na­me, Vor­na­men, Geburts­da­tum und ‑ort, Familienstand
  • Anga­ben zu sei­nen Eltern: Nach­na­me, Vor­na­men, ob die­se zum Zeit­punkt der Mus­te­rung noch leb­ten, Beruf des Vaters, Wohnsitz
  • Datum der Mus­te­rung (meist 20 Jah­re nach dem Geburts­jahr­gang), Auf­ent­halts­ort des Mili­tär­pflich­ti­gen, des­sen Kon­fes­si­on und Beruf, Resul­ta­te der Mus­te­rung, Dienst­zei­ten, Ein­satz­or­te, mili­tä­ri­sche Einheit
  • Bemer­kun­gen

Die Doku­men­te sind vor­wie­gend als Lis­ten dar­ge­stellt. Meist befin­den sich meh­re­re Ein­trä­ge pro Sei­te. Gele­gent­lich umfas­sen die Lis­ten auch Dop­pel­sei­ten. In der Box „Die­se Samm­lung durch­su­chen“ kann zunächst die Art der Doku­men­te, danach die Lauf­zeit aus­ge­wählt werden.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Logo von Ances­try; gemeinfrei

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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