Online-OFB „Tarján“ am 05.09.2021 aktualisiert

Römisch-katholische Kirche Krisztus Király
Römisch-katholische Kirche Krisztus Király (CC BY-SA 3.0)

Das Online-OFB „Tar­ján“ wur­de am 5. Sep­tem­ber 2021 aktua­li­siert. Der­zeit sind 16.512 Per­so­nen vor­han­den, die in 3.798 Fami­li­en geglie­dert sind. 152 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 02.02.2020 bearbeitet.

Geografische Lage

Lage von Tarján
Lage von Tarján

Tar­ján (PLZ: 2831) ist eine unga­ri­sche Gemein­de im Kreis Tat­a­bánya im Komi­tat Komárom-Esz­ter­gom.

Die Gemein­de liegt im Nor­den Ungarns am süd­öst­li­chen Fuß des Gerec­se-Gebir­ges, das zum Unga­ri­schen Mit­tel­ge­bir­ge in Trans­da­nu­bi­en gehört. Der Ort liegt 44 km west­lich von Buda­pest, 9 km nord­öst­lich von Tat­a­bánya und 14 km öst­lich von Tata.

Kurzinfo zum Online-OFB

Die Bear­bei­ter des Online-OFB ist Roland Schütt. Das Online-OFB ent­stand im Jahr 2013. Der Bear­bei­ter hat bereits meh­re­re Online-OFBs ver­fasst. Hier zäh­len u. a. Online-OFB „Csol­nok“, Online-OFB „Leá­ny­vár“, Online-OFB „Pest­hi­degkút“, Online-OFB „Vér­testol­na“, Online-OFB „Per­bál“, Online-OFB „Dorog“, Online-OFB „Szo­mor“, Online-OFB „Mária­ha­lom“, Online-OFB „Alsó­gal­la“, Online-OFB „Fel­sö­gal­la“, Online-OFB „Tor­bá­gy“, Online-OFB „Bakony­kú­ti“, Online-OFB „Isz­ti­mér“ und Online-OFB „Etyek (Wei­ßen­burg)“.

Das Online-OFB wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm Gen-Plus bearbeitet.

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB „Tar­ján“ beschreibt die wesent­li­chen Punk­te des Online-OFB für den Leser. Zu Beginn bekommt der Leser ein paar Sät­ze zur geo­gra­fi­schen Lage des Ortes, gefolgt von eini­gen his­to­ri­schen Anga­ben. Der Bear­bei­ter Roland Schütt ver­weist für das wei­te­re Selbst­stu­di­um über die Geschich­te von Tar­ján auf die Bücher der bei­den Per­so­nen Josef Mikonya und Anton Tres­sel. Bes­ser wäre es hier noch, wenn der Bear­bei­ter zudem die Titel der Bücher genannt oder auf­ge­lis­tet hät­te, die für die Geschich­te von Tar­ján rele­vant wären, damit der Leser bei sei­ner Suche etwas erleich­tert wird. Es ist anzu­mer­ken, dass bei­de Autoren seit eini­gen Jah­ren tot sind. Zuletzt ver­starb Anton Tres­sel aus Bous (Saar­land) im Jahr 2018. 

Der Bear­bei­ter des Online-OFB geht dabei auch sehr detail­liert auf die Quel­len ein, die er für die Bear­bei­tung des Online-OFB ver­wen­det hat. Er ver­wen­de­te für sei­ne Recher­chen die katho­li­schen und die refor­mier­ten Kir­chen­bü­cher von Tarján.

Die ältes­ten Kir­chen­bü­cher der refor­mier­ten Gemein­de begin­nen frü­hes­tens im Jahr 1732: ers­te Tau­fe 18.03.1732, ers­te Hei­rat 9.7.1785, ers­ter Ster­be­fall 1776. Die Ein­tra­gun­gen sind teil­wei­se lücken­haft. Bei den Tau­fen feh­len die Jah­re 1741 – 1744 und 1763 – 1784 voll­stän­dig. Bei den Hei­ra­ten gibt es Lücken zwi­schen 1800 und 1802 und bei den Ster­be­fäl­len sind von 1776 bis 1785 nur Namen auf­ge­führt. Anga­ben über Fami­li­en­zu­ge­hö­rig­keit oder Alter fehlen.

Die Kir­chen­bü­cher der römisch-katho­li­schen Gemein­de begin­nen frü­hes­tens ab 1756: ers­te Tau­fe 19.07.1756, ers­te Hei­rat 11.11.1756, ers­ter Todes­fall 27.01.1757. Davor fin­den sich ein­zel­ne Ein­trä­ge in den Kir­chen­bü­chern der refor­mier­ten Kir­chen­ge­mein­de von Tár­ján, sowie in den Kir­chen­bü­chern von Héreg und Vér­testol­na. In den ver­film­ten Kir­chen­bü­chern des unga­ri­schen Staats­ar­chivs gibt es fol­gen­de Lücken bzw. feh­len­de Eintragungen:

  • Tau­fen: 1747 – 1748 und 1748 – 09/​1753,
  • Hei­ra­ten: 1747 – 10/​1753,
  • Ster­be­fäl­le: 1747 – 09/​1753, 1754 – 01/​1756 und 01/​1825 – 08/​1825.

Des Wei­te­ren hat der Bear­bei­ter Anpas­sun­gen an den Vor­na­men vor­ge­nom­men, da die Vor­na­men zu teils in unter­schied­li­chen Vari­an­ten geschrie­ben wor­den sind. Zudem hat an eini­gen Stel­len Schät­zun­gen der Alters­ga­be vor­ge­nom­men, wenn kei­ne wei­te­ren Daten zu Alters­ga­be in den Quel­len vorlagen.

Screenshot des Online-OFB "Tarján"
Screen­shot des Online-OFB „Tar­ján“ (Stand: 05.09.2021)
Anton Tressel: Ortsfamilienbuch der ungarndeutschen Gemeinde Tarján 1756–1998 (Buchcover)
Anton Tres­sel: Orts­fa­mi­li­en­buch der ungarn­deut­schen Gemein­de Tarján/​Tarian 1756 – 1998 (Buch­co­ver)

Es seit an die­ser Stel­le noch anzu­mer­ken, dass der ver­stor­be­ne Autor Anton Tres­sel ein „Orts­fa­mi­li­en­buch der ungarn­deut­schen Gemein­de Tarján/​Tarian 1756 – 1998“ geschrie­ben und im Jahr Dezem­ber 2014 ver­öf­fent­licht hat. Im Buch wer­den nicht nur die Daten der Kir­chen­bü­cher bekannt gege­ben, son­dern meh­re­re Tex­te zur Geschich­te des Dor­fes (zum Bei­spiel die Chro­nik der Cho­le­ra-Seu­che im Jah­re 1866 oder eine Dar­stel­lung des tsche­cho­slo­wa­kisch-unga­ri­schen Bevöl­ke­rungs­aus­tau­sches) und zahl­rei­che Sta­tis­ti­ken. Das Buch umfasst die Namen von 242 Jah­ren auf 388 Sei­ten. Das Buch ist als Hard­co­ver im DIN-A4-For­mat gehal­ten. (Buch­be­spre­chungwei­te­re Infos)

Ursprüng­lich hat­te das gedruck­te Orts­fa­mi­li­en­buch 29,95 EUR nebst Ver­sand gekos­tet. Da der Autor seit 2018 ver­stor­ben ist, ist momen­tan nicht klar, ob es noch Rest­be­stän­de gibt, die von der Wit­we oder einem der vier Söh­ne ver­wal­tet wird.

Geschichtliches

Wappen von Tarján
Wap­pen von Tar­ján (gemein­frei)

Tar­ján wur­de bereits im 13. Jahr­hun­dert urkund­lich erwähnt. Im 16. Jahr­hun­dert wur­de das Gebiet von den Tür­ken erobert. Wäh­rend der tür­ki­schen Besat­zungs­zeit war die Gegend bis 1683 Grenz­ge­biet. 1727 kam der Ort in den Besitz der Fami­lie Ester­há­zy. Deren Bestre­ben war es, den Ort mit tüch­ti­gen Bau­ern und Hand­wer­kern zu besiedeln.

Geschicht­li­che Infor­ma­ti­on zu Tar­ján las­sen sich im Inter­net nur spär­lich fin­den. Daher ist man auf klei­ne­re Lite­ra­tur ange­wie­sen. Anzu­spre­chen sei hier auf die Lite­ra­tur des seit 2018 ver­stor­be­nen Anton Tres­sel aus Bous und ins­be­son­de­re das zwei­spra­chi­ge Buch „Tari­an – Ein ungarn­deut­sches Dorf und sei­ne Umge­bung /​Tar­ján – Egy magyaror­szá­gi német falu és kör­nyé­ke“.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Römisch-katho­li­sche Kir­che Krisz­tus Kirá­ly; von Dani1718CC BY-SA 3.0

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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