Aktualisierte Sammlung bei Ancestry vom 09.09.2021: Europa, Registrierung von Ausländern und deutschen Verfolgten, 1939 – 1947

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Der kom­mer­zi­el­len, genea­lo­gi­schen Dienst­leis­tungs­an­bie­ter Ances­try hat am 9. Sep­tem­ber 2021 fol­gen­de Samm­lung aktua­li­siert: Euro­pa, Regis­trie­rung von Aus­län­dern und deut­schen Ver­folg­ten, 1939 – 1947. Die Auf­zeich­nun­gen lie­gen größ­ten­teils in deut­scher Spra­che vor, wobei es aber auch eini­ge Ein­trä­ge in eng­li­scher Spra­che gibt.

Die NS-Ver­fol­gung von Aus­län­dern und deut­schen Ver­folg­ten wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs führ­te zur gewalt­sa­men Inhaf­tie­rung die­ser Per­so­nen im gesam­ten Deut­schen Reich und in den von Deutsch­land besetz­ten Gebie­ten. Nach dem Krieg began­nen die Alli­ier­ten sowohl in den besetz­ten Gebie­ten Deutsch­lands als auch in Euro­pa kon­zen­trier­te Bemü­hun­gen, die­se Per­so­nen zu dokumentieren.

Die­se Samm­lung umfasst Aus­län­der und deut­sche Ver­folg­te in Deutsch­land zwi­schen 1939 – 1947, die von öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen, Sicher­heits­kräf­ten und Unter­neh­men ver­folgt wur­den. Die Auf­zeich­nun­gen kön­nen auch Infor­ma­tio­nen über die Ver­stor­be­nen ent­hal­ten, ein­schließ­lich Infor­ma­tio­nen zur Bestat­tung. Die Doku­men­te wur­den nach Besat­zungs­zo­nen (ame­ri­ka­ni­sche, bri­ti­sche, fran­zö­si­sche und sowje­ti­sche) von den alli­ier­ten Streit­kräf­ten inner­halb Deutsch­lands zusam­men­ge­stellt. Auch Gebie­te außer­halb Deutsch­lands wur­den erfasst.

Die Ver­öf­fent­li­chung die­ser Doku­men­te wur­de durch die Part­ner­schaft mit Arol­sen Archi­ves ermög­licht. Arol­sen Archi­ves ist ein inter­na­tio­na­les Zen­trum zur NS-Ver­fol­gung mit dem welt­weit umfang­reichs­ten Archiv zu den Opfern und Über­le­ben­den des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Ihre Samm­lung ent­hält Infor­ma­tio­nen zu etwa 17,5 Mil­lio­nen Men­schen und gehört zum UNESCO-Welt­erbe. Es ent­hält Doku­men­te zu den ver­schie­de­nen Opfer­grup­pen des NS-Regimes und ist eine wich­ti­ge Wis­sens­quel­le für die heu­ti­ge Gesellschaft.

Hil­fe zum Ver­ständ­nis von Abkür­zun­gen und Doku­ment­ty­pen in der Samm­lung fin­den Sie im Arol­sen Archi­ves e‑Guide, der aus­führ­li­che Erläu­te­run­gen zu den ver­schie­de­nen For­men und Ter­mi­no­lo­gien bie­tet, die in der Samm­lung vorkommen.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Logo von Ances­try; gemeinfrei

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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