Online-OFB „Glashütten“ am 01.08.2021 aktualisiert

Blockhaus in Skelná Huť
Blockhaus in Skelná Huť, von Juandev; CC BY-SA 3.0

Das Online-OFB „Glas­hüt­ten“ wur­de am 1. August 2021 aktua­li­siert. Der­zeit sind 2.734 Per­so­nen vor­han­den, die in 1.189 Fami­li­en geglie­dert sind. 373 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 01.07.2021 bearbeitet.

Geografische Lage

Lage von Glashütten
Lage von Glashütten

Glas­hüt­ten (tsche­chisch: Skelná Huť; PLZ: 331 63) ist ein Orts­teil des Dor­fes Girsch (tsche­chisch: Krsy) im Bezirk Pil­sen-Nord (tsche­chisch: Plzeň-Sever) . Es liegt etwa 4 km nord­öst­lich von Girsch.

Im Jahr 2011 gab es 12 stän­di­ge Ein­woh­ner. Glas­hüt­ten liegt im Katas­ter­be­reich von Tra­ho­na (tsche­chisch: Trh­om­ná) mit einer Flä­che von 10,31 km².

Kurzinfo zum Online-OFB

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Her­bert Bartl aus Öster­reich. Es dürf­te dabei um sein ers­tes Online-Orts­fa­mi­li­en­buch von ihm han­deln. Die Erstel­lung des Online-OFB geschah aus per­sön­li­cher Inter­es­se, da sei­ne Vor­fah­ren mit den Fami­li­en­na­men REIN, BERGMANN, SPONA, BAYER, STINGL, BENDL, HÖRL und JELLEN von dort ent­stamm­ten. Auch Her­bert Bartl hat per­sön­li­ches Inter­es­se an der Glas­pro­duk­ti­on.

Wel­che Quel­len der Ver­fas­ser Her­bert Bartl für sein Online-OFB ver­wen­det hat, ist bis­her nicht genau bekannt. Höchst­wahr­schein­lich dürf­ten aber bis­her die Kir­chen­bü­cher der Pfar­rei Girsch als Quel­len­grund­la­ge gedient haben. Die­se Kir­chen­bü­cher ver­zeich­nen für Glas­hüt­ten die Gebur­ten­fäl­le von 1798 bis 1863 und die Ster­be­fäl­le von 1811 bis 1898.

Als genea­lo­gi­sche Pro­gramm für die Erstel­lung des Online-OFB wur­de Fami­li­en­ban­de verwendet.

Screenshot des Online-OFB "Glashütten" (Stand: 01.08.2021)
Screen­shot des Online-OFB „Glas­hüt­ten“ (Stand: 01.08.2021)

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Die Orte Tra­ho­na (Trh­om­né) und Girsch ein­schließ­lich ihrer Gemar­kung wur­den in einer Schen­kungs­ur­kun­de des Her­zogs Fried­rich von Böh­men an den Johan­ni­ter­or­den Ende des 12. Jahr­hun­derts erst­mals erwähnt. Der Sitz des Ordens ist im nord­öst­lich gele­ge­nen Manetin, das ihm 1169 über­las­sen wor­den ist. Als 1425 die Johan­ni­ter durch Pfand­ver­schrei­bun­gen ihren Besitz fast gänz­lich an die Her­ren von Schwan­berg ver­lo­ren, kam auch das Gemein­de­ge­biet von Tra­ho­na an die Schwanberger.

1712 wur­de die Herr­schaft Schwan­berg samt allen zuge­hö­ri­gen Orten an den Reichs­fürs­ten Maxi­mi­li­an Karl Löwen­stein-Wert­heim mit dem Ver­wal­tungs­sitz in Haid ver­kauft, dem nun das gesam­te Ter­ri­to­ri­um bis zur Auf­he­bung der Grund­herr­schaft (1848) unterstand.

1698 wur­de durch die Errich­tung der Tra­ho­ner Glas­hüt­te der Grund­stock für den Ort Glas­hüt­ten gelegt. Die Auf­zeich­nun­gen in den Kir­chen­bü­chern von Girsch, die ab 1712 begin­nen, bestä­ti­gen die Exis­tenz der Glas­hüt­te. Nach der ver­füg­ba­ren Lite­ra­tur zu ehe­ma­li­gen Glas­hüt­ten­stand­or­ten in Böh­men soll die Glas­hüt­te zwi­schen den Orten Girsch und Glas­hüt­ten gestan­den haben. Da aber das gesam­te Umland zu die­ser Zeit ein rei­nes Agrar­ge­biet war, konn­te sich die­ser Indus­trie­be­trieb nicht lan­ge hal­ten. Die Hüt­te stell­te den Betrieb nach und nach ein. Das schlei­chen­de Ende des einst blü­hen­den Gewer­bes war nicht auf­zu­hal­ten, die Abwan­de­rung der Fach­leu­te begann.

Durch Zuwan­de­rung aus dem west­lich angren­zen­den Bay­ern hat sich der Stand­ort inzwi­schen zum Dorf ent­wi­ckelt. Eine Chro­nik aus dem Jahr 1838 doku­men­tiert in Glas­hüt­ten 32 Häu­ser mit 252 Einwohnern.

Die Neu­sied­ler erhiel­ten von der Obrig­keit klei­ne Anwe­sen ver­pach­tet, da der eige­ne land­wirt­schaft­li­che Besitz jedoch nicht zum Lebens­un­ter­halt aus­reich­te, muss­ten die Häus­ler einem Neben­er­werb nach­ge­hen. Sie arbei­te­ten als Hand­wer­ker, Land­ar­bei­ter, Tage­löh­ner und Dienstleister.

Auch eini­ge ehe­ma­li­ge Glas­ma­cher ver­blie­ben am Ort „Glas­hüt­te“ und ver­wal­te­ten Rest­be­stän­de aus der Hüt­te. Im Kir­chen­buch wer­den vom Novem­ber 1806 bis zum Jahr 1839 zwölf Bewoh­ner als Glas­händ­ler benannt.

In der Nähe von Glas­hüt­ten gab es einen Stein­bruch aus dem die ansäs­si­gen Stein­met­ze Sand­stein gewon­nen haben.

Bis 1827 muss­ten die Kin­der 4 km weit in die Schu­le nach Girsch gehen. Im glei­chen Jahr begann Andre­as Sal­fer in Glas­hüt­ten eigen­mäch­tig zu unter­rich­ten. Er wur­de trotz Beschwer­de des Gir­scher Pfar­rers beim Vika­ri­at Theu­sing als Leh­rer bestä­tigt. Nach dem Bau eines neu­en Schul­ge­bäu­des in Glas­hüt­ten wur­de die Schu­le zwei­klas­sig, erhielt 1924 eine Par­al­lel­klas­se und 1925 eine ganz­jäh­ri­ge Expo­si­tur für Tra­ho­na in einem Schul­neu­bau. Pfarr­dorf für die Ein­woh­ner war Girsch, wo auch ihre Ver­stor­be­nen auf dem dor­ti­gen Fried­hof beer­digt wurden.

Ab 1850 bil­de­te Glas­hüt­ten einen Orts­teil der Gemein­de Tra­ho­na im Gerichts­be­zirk Wese­ritz. Ab 1869 gehör­te das Dorf zum Bezirk Tepl, und ab 1900 zum Bezirk Plan. Nach dem Ers­ten Welt­krieg zer­fiel der Viel­völ­ker­staat Öster­reich-Ungarn, das Dorf wur­de 1918 Teil der neu gebil­de­ten Tsche­cho­slo­wa­ki­schen Repu­blik. Beim Zen­sus von 1921 leb­ten in den 40 Häu­sern von Glas­hüt­ten 247 Per­so­nen, dar­un­ter 243 Deut­sche und ein Tsche­che. Nach dem Münch­ner Abkom­men wur­de Glas­hüt­ten 1938 dem Deut­schen Reich zuge­schla­gen und gehör­te bis 1945 zum Land­kreis Tepl. 1946 erfolg­te die Ver­trei­bung der deutsch­spra­chi­gen Bewoh­ner in die alli­ier­ten Zonen in Deutsch­land. Ihr Ver­mö­gen wur­de unter Beru­fung auf das Beneš-Dekret kon­fis­ziert. Ab 1949 gehör­te das Dorf zum Okres Pla­sy. Im Zuge der Gebiets­re­form von 1960 wur­de Skelná Huť zusam­men mit Trh­om­né nach Krsy ein­ge­mein­det; zugleich kam der Ort zum Okres Plzeň-sever.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Block­haus in Skelná Huť, von Juan­dev; CC BY-SA 3.0

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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