Fast 2.500 neue Kirchenbuchdigitalisate beim Landesarchiv NRW veröffentlicht

Erste Seite des Kirchenbuchs mit den Taufeinträgen aus dem Jahr 1643 der römisch-katholischen Kirchengemeinde St. Margareta in Adendorf (LAV NRW R PA 1101 BA 0003)
Erste Seite des Kirchenbuchs mit den Taufeinträgen aus dem Jahr 1643 der römisch-katholischen Kirchengemeinde St. Margareta in Adendorf (LAV NRW R PA 1101 BA 0003)

Vor eini­gen Tagen wur­den im Lan­des­ar­chiv NRW Abtei­lung Rhein­land ein gan­zer Schwung an neu­en Kir­chen­buch­di­gi­ta­li­sa­ten unter dem Bestands­na­men PA 1101 ver­öf­fent­licht. Es han­delt sich dabei um fast 2500 Kir­chen­buch­di­gi­ta­li­sa­te, die nun der All­ge­mein­heit online zur Ver­fü­gung ste­hen.

Der neue Bestand trägt die Bezeich­nung PA 1101 /​Kir­chen­bü­cher der Orts­ge­rich­te und Bür­ger­meis­ter­äm­ter und umfasst 2508 Bän­de aus 665 evan­ge­lisch-luthe­ri­schen, evan­ge­lisch-refor­mier­ten, men­no­ni­ti­schen und römisch-katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­den und 5 jüdi­schen Gemein­den, die sich auf 605 Ort­schaf­ten über den Groß­teil des rhei­ni­schen Lan­des­teils von Nord­rhein-West­fa­len ver­tei­len. Der digi­ta­li­sier­te Archiv­be­stand, bei den es sich bei den meis­ten Exem­pla­ren um Kir­chen­bü­cher han­delt, stamm­te aus der Zeit vor der Ein­füh­rung des fran­zö­si­schen Zivil­stands­re­gis­ters im Jahr 1792. Die Lauf­zeit der meis­ten Kir­chen­bü­cher liegt zwi­schen 1689 und 1799. Danach endet die Lauf­zeit, da die Kir­chen­bü­cher mit dem Beginn des Zivil­stand­re­gis­ters auf dem Gebiet des link­rhei­ni­schen Ufers mit den damals geschaf­fe­nen vier Dépar­te­ments an die fran­zö­si­schen Behör­den abge­ge­ben wer­den muss­ten. Für eini­ge wei­te­re Kir­chen­bü­cher, die sich auf dem Gebiet des Groß­her­zog­tums Berg befan­den, ende­te die Lauf­zeit hin­ge­gen erst zum Jah­res­wech­sel 1809/​1810, so dass die Kir­chen­bü­cher dann an die Behör­den des Rhein­bund­staats abge­lie­fert wor­den sind.

Ange­merkt sei, dass auf­grund von bestimm­ten Sperr­fris­ten noch nicht alle Bestän­de voll­stän­dig digi­ta­li­siert und online ein­seh­bar sind. Hier­zu zäh­len 3 Bän­de aus der Ort­schaft Baerl, 3 Bän­de aus der Ort­schaft Dor­ma­gen, 2 Bän­den aus der Ort­schaft Kall­muth, ein Band aus der Ort­schaft Lau­rens­berg, 8 Bän­de aus der Ort­schaft Sis­tig sowie ein Band aus der Ort­schaft Stein­feld.

An die­ser Stel­le sei ein­mal hier ganz beson­ders an Vol­ker Wilm­sen gedankt, der gegen­über der genea­lo­gi­schen Com­mu­ni­ty fast immer regel­mä­ßig auf neue Digi­ta­li­sa­te des Lan­des­ar­chivs NRW hin­weist. Zudem sei eben­falls dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Kurt Bal­tus von der WGfF-Bezirks­grup­pe Aachen eine Tabel­le mit den Kir­chen­bü­chern des Per­so­nen­stands­ar­chivs als PDF-Doku­ment erstellt hat, in der die käuf­li­chen CDs/​DVDs des Patri­mo­ni­um-Tran­scrip­tum-Ver­lags und die Links zu den Digi­ta­li­sa­ten im Lan­des­ar­chiv NRW zum Ankli­cken ein­ge­tra­gen sind. (Stand: 10.05.2021)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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