Aktualisierte Sammlung bei Ancestry vom 13.08.2021: Halle (Saale), Deutschland, Bestattungs- und Friedhofsregister, 1720 – 1934

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Der kom­mer­zi­el­len, genea­lo­gi­schen Dienst­leis­tungs­an­bie­ter Ances­try hat am 13. August 2021 fol­gen­de Samm­lung aktua­li­siert: Hal­le (Saa­le), Deutsch­land, Bestat­tungs- und Fried­hofs­re­gis­ter, 1720 – 1934. Die Auf­zeich­nun­gen lie­gen in deut­scher Spra­che vor.

Die­se Samm­lung ent­hält Regis­ter über Bestat­tun­gen auf Fried­hö­fen in Hal­le (Saa­le) und umfasst die Jah­re von 1720 bis ein­schließ­lich 1934. Ent­hal­ten sind auch ein katho­li­sches Kir­chen­buch, die­ses zusätz­lich auch mit Gebur­ten und Hoch­zei­ten (1845 – 1850), und Aus­zü­ge aus sechs Kir­chen­bü­chern ver­schie­de­ner Kon­fes­sio­nen, die­se aller­dings nur für männ­li­che Gebo­re­ne und Ver­stor­be­ne (1772 – 1815). Details ste­hen in der Box „Die­se Samm­lung durch­su­chen“. Hal­le, bis zum Anfang des 20. Jahr­hun­derts auch „Hal­le an der Saa­le“, ist schon seit 1890 eine Groß­stadt und liegt im heu­ti­gen Bun­des­land Sach­sen-Anhalt etwa 40 km nord­west­lich von Leip­zig. Hal­le wur­de bereits 806 erst­mals urkund­lich erwähnt, hat­te seit 961 Stadt­rech­te, ent­wi­ckel­te sich durch den Salz- und Tuch­han­del früh zu einem wich­ti­gen Wirt­schafts­zen­trum und wur­de zum Sitz einer der ältes­ten Uni­ver­si­tä­ten Deutsch­lands. Als eines der Wahr­zei­chen der Stadt gilt der auf dem Markt­platz ste­hen­de „Rote Turm“, ein 1506 fer­tig­ge­stell­ter Uhr- und Glo­cken­turm. Seit 1701 gehör­te Hal­le zum König­reich Preu­ßen, das 1918 bis 1933 zum Frei­staat Preu­ßen in der Wei­ma­rer Repu­blik wurde.

Im Kir­chen­buch und in den Kir­chen­buch­aus­zü­gen sind fol­gen­de Infor­ma­tio­nen zu finden:

  • Namen, Vor­na­men und Datum der Gebur­ten, Hoch­zei­ten und Todesfälle
  • Namen, Vor­na­men, Stand und wei­te­re Anga­ben zu Angehörigen

Über Art und Inhalt der Aus­zü­ge und auch über den Sei­ten­um­fang in die­ser Samm­lung geben vom Archiv ange­fer­tig­te Inhalts­ver­zeich­nis­se Aus­kunft, die den Ori­gi­na­len als Deck­blät­ter vor­ge­schal­tet sind. Die Sei­ten der Ori­gi­na­le sind paginiert.

In den Toten- und Begräb­nis­re­gis­tern sind fol­gen­de Infor­ma­tio­nen zu finden:

  • Pro Band: Alpha­be­ti­sche Namens­ver­zeich­nis­se mit lau­fen­der Num­mer der Todesfälle
  • Namen, Vor­na­men der Ver­stor­be­nen, spä­ter auch Adressen
  • Datum des Todes und der Bestat­tung und das Alter der Verstorbenen
  • Namen, Vor­na­men, Stand und wei­te­re Anga­ben zu Angehörigen
  • Name des Friedhofes/​Gottesackers
  • Spä­ter auch die Todes­ur­sa­che, behan­deln­de Ärz­te und Kos­ten sowie Liegezeiten

Die Begräb­nis­re­gis­ter machen den größ­ten Teil der Samm­lung aus. Sie ver­wei­sen auf ver­schie­de­ne Fried­hö­fe in Hal­le. Sie ent­hal­ten ein­lei­ten­de alpha­be­ti­sche Namens­ver­zeich­nis­se, in dem die Num­mer bei einem Namen auf die lau­fen­de Num­mer des Ein­trags in einem Jahr­gang verweist.

In den Grab­bo­gen­bü­chern sind fol­gen­de Infor­ma­tio­nen zu finden:

  • Anga­ben zu Päch­tern oder Eigen­tü­mern der Grabbögen
  • Namen, Vor­na­men und Stand der Verstorbenen
  • Datum der Bestattungen

Eine Beson­der­heit auf dem alten Stadt­got­tes­acker von Hal­le sind soge­nann­te Grab­bö­gen, auch Schwib­bö­gen genannt. Es sind von Mau­ern umfass­te, umlau­fen­de Arka­den für Bestat­tun­gen, die hier 1557 nach dem Vor­bild ita­lie­ni­scher Fried­hö­fe ange­legt wur­den. Die Grab­bö­gen wur­den in der Regel von Fami­li­en geho­be­nen Stan­des von der Stadt gemie­tet oder auch erwor­ben. Die­se Bögen sind in den zwei hier vor­lie­gen­den Regis­tern nummeriert.

Die Anga­ben aus den Ori­gi­na­len sind der­zeit nicht inde­xiert und nicht über eine Such­mas­ke erschlos­sen. In der Box „Die­se Samm­lung durch­su­chen“ kön­nen zunächst Bücher und Regis­ter und dann die jewei­li­gen Lauf­zei­ten aus­ge­wählt wer­den und die Samm­lung kann dann durch­blät­tert wer­den. Der Film­strei­fen mit den Minia­tur­an­sich­ten hilft bei der Ori­en­tie­rung. In den Kir­chen­bü­chern und Kir­chen­buch­aus­zü­gen umfasst jedes Doku­ment zwei Sei­ten, die nach­ein­an­der dar­ge­stellt wer­den. In den Toten- und Begräb­nis­re­gis­tern sind es in der Regel ein­zel­ne Sei­ten, gele­gent­lich gibt es aber auch hier eine zwei­te Sei­te, auf der sich die Ein­trä­ge in den Zei­len der For­mu­la­re dann fortsetzen.

Ins­ge­samt sind fol­gen­de Bän­de mit den Jahr­gän­gen einsehbar:

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Logo von Ances­try; gemeinfrei

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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