Online-OFB „Darmstadt“ am 20.04.2021 aktualisiert

Darmstadt, Ansicht vom Riedeselberg aus (Südwesten), 1816
Darmstadt, Ansicht vom Riedeselberg aus (Südwesten), 1816; von Johann Heinrich Schilbach (1798–1851); gemeinfrei

Das Online-OFB „Darm­stadt“ wur­de am 20. April 2021 aktua­li­siert. Der­zeit sind 25.287 Per­so­nen vor­han­den, die in 9.751 Fami­li­en geglie­dert sind.

Geografische Lage

Lage von Darmstadt
Lage von Darmstadt

Darm­stadt (PLZ: 64283 – 64297) ist eine kreis­freie Groß­stadt im Süden Hes­sens, Ver­wal­tungs­sitz des Regie­rungs­be­zirks Darm­stadt und des Land­krei­ses Darm­stadt-Die­burg. Die Stadt gehört zum Rhein-Main-Gebiet und ist eines der zehn Ober­zen­tren des Lan­des Hes­sen. Darm­stadt hat rund 160.000 Ein­woh­ner und ist damit nach Frank­furt am Main, Wies­ba­den und Kas­sel die viert­größ­te Stadt des Lan­des Hes­sen. Zudem steht Darm­stadt auf Platz 52 der größ­ten Städ­te Deutsch­lands.

Darm­stadt bezeich­net sich als Wis­sen­schafts­stadt. Die­ser Titel wur­de der Stadt 1997 vom Hes­si­schen Innen­mi­nis­te­ri­um ver­lie­hen. Sie ver­dankt die­sen Sta­tus einer Rei­he von Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen, wie der 1877 gegrün­de­ten Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät, der Hoch­schu­le Darm­stadt, der Evan­ge­li­schen Hoch­schu­le und der Wil­helm-Büch­ner- Hoch­schu­le mit ins­ge­samt cir­ca 50.000 Stu­die­ren­den. Zu den über 30 wei­te­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen gehö­ren das GSI Helm­holtz­zen­trum für Schwer­io­nen­for­schung, das Euro­päi­sche Raum­flug­kon­troll­zen­trum (ESA/​ESOC), die Euro­päi­sche Orga­ni­sa­ti­on für die Nut­zung meteo­ro­lo­gi­scher Satel­li­ten (EUMETSAT) und drei Insti­tu­te der Fraun­ho­fer-Gesell­schaft. Dazu kom­men gro­ße Fir­men und Ein­rich­tun­gen der Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und IT-Bran­che, die ange­wand­te For­schung und Ent­wick­lung betreiben.

In Darm­stadt tref­fen vier Natur­räu­me auf­ein­an­der: Der Wes­ten des Stadt­ge­biets befin­det sich in der Ober­rhei­ni­schen Tief­ebe­ne. Dar­an schließt sich im süd­li­chen Stadt­ge­biet nach Osten hin der schma­le Saum der Berg­stra­ße an, die hier ihren Beginn hat. Der Süd­os­ten des Stadt­ge­biets zählt bis etwa zur Mat­hil­den­hö­he zum Vor­de­ren Oden­wald. Der nörd­lichs­te Punkt des Oden­wal­des liegt an der B 26 in der Nähe des Insti­tu­tes für Bota­nik und Zoo­lo­gie. Der Nord­os­ten Darm­stadts hin­ge­gen zählt zum Natur­raum Mes­se­ler Hügel­land. Die Stadt wird unter ande­ren vom Darm­bach und im süd­li­chen Stadt­teil Eber­stadt von der Modau durchflossen.

Das Stadt­ge­biet von Darm­stadt ist in neun Stadt­tei­le gegliedert.Aus den ins­ge­samt neun Stadt­tei­len zäh­len fünf zur Innen­stadt (Bezir­ke 100 bis 500) und vier zu den Außen­be­zir­ken (Bezir­ke 600 bis 900). Im Ein­zel­nen gibt es fol­gen­de Stadtteile:

Am 1. Janu­ar 1977 wur­de die Sankt Ste­phans-Sied­lung mit damals etwa 2.000 Ein­woh­nern an die Nach­bar­stadt Gries­heim zurück­ge­ge­ben. Klap­pach war vom 13. bis zum 15. Jahr­hun­dert ein Wei­ler, gele­gen süd­lich des Dor­fes Bes­sun­gen bei Darmstadt.

Der Ursprung des Namens Darm­stadt ist unge­klärt. Die ältes­te erhal­te­ne Erwäh­nung der Ansied­lung unter der Bezeich­nung Darmun­des­tat stammt aus dem 11. Jahr­hun­dert, meh­re­re Jahr­hun­der­te nach Grün­dung der Sied­lung. Die Erklä­rungs­ver­su­che zum Ursprung des Namens sind sehr unterschiedlich:

  • Die Lokal­pres­se bevor­zugt die Erklä­rung, dass Darm­stadt die befes­tig­te Sied­lung eines könig­li­chen Wild­hüb­ners mit Namen Dari­mund war.
  • Eine ande­re Deu­tung sieht den Namen als Ablei­tung der Begrif­fe dar­re für Tor oder Hin­der­nis und mund für Schutz, somit wäre Darmun­des­tat also eine Sied­lung an einem befes­tig­ten Durch­gang.
  • Eine wei­te­re Her­lei­tung will die kel­ti­schen Wort­stäm­me dar für Eiche oder Baum und mont für Berg erkennen.
  • Fer­ner wird auch ver­sucht, in dem Darm­bach den Ursprung des Namens zu sehen. Die­ser Theo­rie fol­gend wäre Darm­stadt ent­we­der die Stät­te am Wild­bach (Dam-unda-stat) oder die Stät­te am Moor­bach (Darm-unda-stat). Gegen die­se The­se spricht aber, dass der Darm­bach nach aktu­el­len Erkennt­nis­sen erst spä­ter so genannt wurde.

His­to­risch doku­men­tier­te Erwäh­nun­gen des Ortes sind (in Klam­mern das Jahr der Erwähnung):

  • Darmun­des­tat (2. Hälf­te 11. Jahrhundert)
  • Darm­i­s­tat (1234)
  • Darm­s­tat
  • Dar­mes­tat (1315)
  • Darm­stad (1377)
  • Darmbstadt (1451)
  • Darm­statt (1477)
  • Darm­s­tait (1479)
  • Darm­stadt (1488)
  • Darmbstadt (1555)
  • Darm­statt (1586)
  • Darmbstatt (1600)

Darm­stadt ist die ein­zi­ge deut­sche Stadt, nach der ein Ele­ment, näm­lich Darm­stad­ti­um benannt wurde.

Kurzinfo zum Online-OFB

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Rai­ner Köt­ting. Er ist Bear­bei­ter meh­re­rer Online-OFBs, wie z. B. vom Online-OFB „Wal­lern­hau­sen“, vom Online-OFB „Mes­sel“ oder vom Online-OFB „Leid­he­cken“. Das Online-OFB zu Darm­stadt wur­de im August 2019 erst­mals veröffentlicht.

Die Quel­len des Online-OFB sind:

  • Geburts­ne­ben­re­gis­ter: Janu­ar und Juni 1876
  • Hei­rats­ne­ben­re­gis­ter: 1876, 1877, 1900 (bis Juni), 1901, 1902, 1903, 1904, 1905
  • Ster­be­n­eben­re­gis­ter: 1956, 1957

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB ist sehr spär­lich geschrie­ben und zählt im Grun­de nur die Quel­len des Online-OFB auf.

Screenshot des Online-OFB "Darmstadt" (Stand: 20.04.2021)
Screen­shot des Online-OFB „Darm­stadt“ (Stand: 20.04.2021)

Geschichtliches

Da die Geschich­te von Darm­stadt umfang­reich ist, wird hier auf einen geschicht­li­chen Abriss ver­zich­tet und statt­des­sen auf den Wiki­pe­dia-Arti­kel „Geschich­te der Stadt Darm­stadt“ verwiesen.

Wappen von Darmstadt
Wap­pen von Darm­stadt; gemeinfrei

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Darm­stadt, Ansicht vom Rie­de­sel­berg aus (Süd­wes­ten), 1816; von Johann Hein­rich Schil­bach (1798 – 1851); gemein­frei

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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