Online-OFB „Buxtehude“ am 04.04.2021 aktualisiert

Häuseransicht von Buxtehude
Häuseransicht von Buxtehude; von hh oldman; CC BY 3.0

Das Online-OFB „Bux­te­hu­de“ wur­de am 4. März 2021 ver­öf­fent­licht. Der­zeit sind 8.969 Per­so­nen vor­han­den, die in 3.085 Fami­li­en geglie­dert sind. 7621 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 07.05.2019 bearbeitet.

Geografische Lage

Lage von Buxtehude
Lage von Buxtehude

Die Han­se­stadt Bux­te­hu­de (PLZ: 21614; nie­der­deutsch: Bux­thu) ist eine selb­stän­di­ge Gemein­de am süd­li­chen Ran­de des Alten Lan­des im Land­kreis Sta­de in Nie­der­sach­sen. Die Stadt liegt geo­gra­fisch zwi­schen dem Ham­bur­ger Stadt­teil Neu­gra­ben-Fisch­bek und der Kreis­stadt Sta­de an der Bun­des­stra­ße 73. Mit rund 40.000 Ein­woh­nern ist Bux­te­hu­de die zweit­größ­te Stadt des Land­krei­ses Sta­de. Bux­te­hu­de liegt in der Metro­pol­re­gi­on Ham­burg.

Zur Stadt Bux­te­hu­de gehö­ren gemäß ihrer Haupt­sat­zung neben der Kern­stadt noch fol­gen­de Ort­schaf­ten: Daen­senDamm­hau­senEilen­dorfHeden­dorfImmen­beckNeu­klos­terOtten­sen und Ovelgönne/​Ketzendorf.

Kurzinfo zum Online-OFB

Die Online-OFB wur­de ursprüng­lich im Jahr 2014 von Hein­rich Mar­quardt vor­an­ge­trie­ben. Im sel­ben Jahr noch, also er mit der Erstel­lung des Online-OFB begann, ver­starb er am 09. Novem­ber 2014 nach einer schwe­ren Krank­heit. Seit­dem wird die Wei­ter­be­ar­bei­tung des Online-OFB durch die Ahnen­for­scher­grup­pe Bux­te­hu­de und Albert Emme­rich vom NLF vorgeführt.

Das Online-OFB „Bux­te­hu­de“ basiert auf einer Ver­kar­tung aller 37 erhal­te­nen Kir­chen­bü­cher der St.-Petri-Kirchengemeinde in der Stadt Buxtehude.

Das Online-OFB „Bux­te­hu­de“ wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm GEN_​DO bearbeitet.

Screenshot des Online-OFB "Buxtehude" (Stand: 04.04.2021)
Screen­shot des Online-OFB „Bux­te­hu­de“ (Stand: 04.04.2021)

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappenschild der Stadt Buxtehude
Wap­pen­schild der Stadt Bux­te­hu­de; gemeinfrei

In der Bux­te­hu­der Gemar­kung Ovel­gön­ne fand man 1952 den Spitzwe­cken von Ovel­gön­ne. Er ist Teil eines aus der Vor­rö­mi­schen Eisen­zeit stam­men­den Bröt­chens. Seit einem Stadt­rats­be­schluss von 1980 wer­den Stadt­ar­chäo­lo­gie und Boden­denk­mal­pfle­ge in Bux­te­hu­de poli­tisch geplant und seit 1993 durch eine eige­ne Fach­grup­pe Bau­ord­nung und Denk­mal­schutz im Hoch­bau- und Bau­ord­nungs­amt der Stadt admi­nis­tra­tiv umgesetzt.

Hude-Orte bil­den eine Grup­pe von Orts­na­men. Sie sind in Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg, Meck­len­burg, Nie­der­sach­sen, in den Nie­der­lan­den (-hij­de) und in Eng­land (-hithe) ver­brei­tet. Bux­te­hu­de wur­de 959 bei sei­ner ers­ten Erwäh­nung Buoch­sta­don (= sta­de) genannt. Erst 1135 kommt der Name Buch­sta­di­hu­de auf, der im Lau­fe der Zeit zu Bux­te­hu­de wurde.

Seit 959 bestand an der Este eine bäu­er­li­che Sied­lung mit dem Namen „Buoch­sta­don“, erwähnt in einer Schen­kungs­ur­kun­de König Ottos I. an das Mau­ri­ti­us­klos­ter zu Mag­de­burg. Der Name bedeu­tet ver­mut­lich „Buchen­stät­te“. Nahe der Sied­lung konn­te eine aus Pfäh­len kon­stru­ier­te Schiffs­lan­de­stel­le („hude“) nach­ge­wie­sen wer­den.
1197 wur­de die Sied­lung um ein auf der Geest gele­ge­nes Bene­dik­ti­ne­rin­nen­klos­ter („Alt­klos­ter“) erwei­tert.1747: Grund­riss der Stadt Bux­te­hu­de von Nico­laus Rohlfs

Zwi­schen 1280 und 1285 ließ Erz­bi­schof Gisel­bert von Bre­men etwa einen Kilo­me­ter nörd­lich die­ser Ansied­lung eine Stadt­fes­tung errich­ten. Die­se hieß zuerst Neu­stadt und über­nahm spä­ter den Namen Bux­te­hu­de. Die Este führ­te man in einer gracht­ar­ti­gen Fle­th­an­la­ge durch die Stadt. Den Fes­tungs­gra­ben bezeich­ne­te man mit dem nie­der­län­di­schen Wort Viver (vij­ver; dt. Wei­her, Teich). Zum Schutz kamen spä­ter fünf Zwin­ger dazu, von denen heu­te nur noch der Marsch­tor­zwin­ger erhal­ten ist. 1285 gilt offi­zi­ell als Stadtgründungsjahr.

1286 wur­de das Neue Klos­ter in Bre­den­beck ange­sie­delt, das seit­her Neu­klos­ter heißt.

1328 erfolg­te die Ver­lei­hung des Stader Stadt­rech­tes durch Erz­bi­schof Bor­chard, das für die Stadt die vol­le Selbst­ver­wal­tung und wirt­schaft­li­che Unab­hän­gig­keit durch eine Rats­ver­fas­sung bedeu­te­te. 1363 wur­de Bux­te­hu­de Mit­glied der Han­se und erleb­te sei­ne Blütezeit.

Mit dem ers­ten luthe­ri­schen Pre­di­ger zog 1541 die Refor­ma­ti­on in Bux­te­hu­de ein.
Nach Aus­bruch des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges wur­de auch Bux­te­hu­de von der Pest heim­ge­sucht. Ab 1627 kommt es kurz zu einer katho­li­schen Resti­tu­ti­on durch den kai­ser­li­chen Feld­herrn Til­ly. Nach­dem Bux­te­hu­de 1632 durch den schwe­di­schen Gene­ral Tott erobert wor­den war, fiel es 1676 im Nor­di­schen Krieg nach Erobe­rung des Her­zog­tums Bre­men-Ver­den in den Besitz der anti­sch­we­di­schen Koali­ti­on. Im Zuge des Frie­dens von Nim­we­gen fiel Bux­te­hu­de von 1679 bis 1712 wie­der an Schwe­den zurück.

Wäh­rend der Fran­zo­sen­zeit war Bux­te­hu­de von 1811 und 1814 Teil des Kan­tons Bux­te­hu­de im Dépar­te­ment des Bou­ches de l’Elbe, zu dem auch Mai­rie Este­brüg­ge und Moo­ren­de-Ost­sei­te, Mai­rie Haßel­wer­der und Mai­rie Mois­burg gehörten.

Bis 1885 war Bux­te­hu­de als Stadt eine selb­stän­di­ge Ver­wal­tungs­ein­heit, dann wur­de es dem Land­kreis Jork ange­schlos­sen. 1932, mit Auf­lö­sung die­ses Krei­ses, kam Bux­te­hu­de zum Land­kreis Sta­de, dem es bis heu­te ange­hört. 1931 wur­den die Gemein­den Alt­klos­ter, bis dahin im Land­kreis Sta­de, sowie Neu­land in die Stadt Bux­te­hu­de ein­ge­mein­det. Am 1. Juli 1972 wur­den die Gemein­den Daen­sen, Damm­hau­sen, Eilen­dorf, Heden­dorf, Immen­beck, Ket­zen­dorf, Neu­klos­ter, Otten­sen und Ovel­gön­ne ein­ge­glie­dert, wobei Daen­sen, Eilen­dorf, Immen­beck, Ket­zen­dorf und Ovel­gön­ne bis dahin zum Land­kreis Har­burg gehörten.

Seit dem 28. April 2014 trägt Bux­te­hu­de den Bei­na­men Han­se­stadt im Stadtnamen.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Häu­ser­an­sicht von Bux­te­hu­de; von hh old­manCC BY 3.0

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: