Online-OFB „Alt Herne“ am 10.04.2021 aktualisiert

Hernes ältestes Gebäude, die Schlosskapelle von 1272
Hernes ältestes Gebäude, die Schlosskapelle von 1272; von Arnold Paul; CC BY-SA 2.5

Das Online-OFB „Alt Her­ne“ wur­de am 10. April 2021 aktua­li­siert. Der­zeit sind 23.073 Per­so­nen vor­han­den, die in 8.492 Fami­li­en geglie­dert sind. 840 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 23.02.2021 bearbeitet.

Geografische Lage

Lage von Herne
Lage von Herne

Her­ne (44623 – 44629, 44649 – 44653) ist eine Groß­stadt im Ruhr­ge­biet und in der Metro­pol­re­gi­on Rhein-Ruhr in Nord­rhein-West­fa­len. Sie ist eine kreis­freie Stadt im Regie­rungs­be­zirk Arns­berg und in der Lan­des­pla­nung als Mit­tel­zen­trum aus­ge­wie­sen. Her­ne ist Mit­glied im Land­schafts­ver­band West­fa­len-Lip­pe und im Regio­nal­ver­band Ruhr.

Die Stadt in ihren heu­ti­gen Gren­zen ist das Ergeb­nis meh­re­rer Gebiets­re­for­men, durch die umlie­gen­de Gemein­den, dar­un­ter die ehe­ma­li­ge Groß­stadt Wan­ne-Eickel, nach Her­ne ein­ge­glie­dert bzw. mit die­ser Stadt zusam­men­ge­legt wur­den. Her­ne gehört mit sei­nen etwa 161.000 Ein­woh­nern zu den klei­ne­ren Groß­städ­ten des Lan­des und ist nach Offen­bach am Main die der Flä­che nach zweit­kleins­te Groß­stadt Deutsch­lands. Her­ne weist nach Mün­chen, Ber­lin und Stutt­gart die größ­te Bevöl­ke­rungs­dich­te aller Städ­te in Deutsch­land auf.

Das Stadt­ge­biet Her­nes besteht aus vier Stadtbezirken:

Die heu­ti­gen Bezir­ke und Stadt­tei­le wei­chen deut­lich von den seit 1975 unver­än­der­ten Gemar­kun­gen und his­to­ri­schen Zuge­hö­rig­kei­ten der Stadt ab; jedoch las­sen sich die his­to­ri­schen und nament­lich bekann­ten Orts­tei­le weit­ge­hend einem oder meh­re­ren sta­tis­ti­schen Bezir­ken, in die sich die Stadt­tei­le auf­tei­len, zuordnen.

Hierarchische Gliederung in Stadtbezirke und Stadtteile
Hier­ar­chi­sche Glie­de­rung in Stadt­be­zir­ke und Stadt­tei­le; von TUBS; CC BY-SA 3.0

Kurzinfo zum Online-OFB

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Andre­as Janik. Er ist beruf­lich als Fri­seur und stell­ver­tre­ten­der Ober­meis­ter der Fri­seu­r­in­nung in Her­ne tätig und pri­vat als Hob­by-Genea­lo­ge. Das Online-OFB zu Her­ne wur­de im Herbst 2019 erst­mals veröffentlicht.

Die Quel­len des Online-OFB sind:

  • die Kir­chen­bü­cher der Luthe­ri­schen Kir­chen­ge­mein­de Herne,
  • die Kir­chen­bü­cher der Refor­mier­ten Gemein­de Strünkede/​Herne,
  • die Kir­chen­bü­cher der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Herne,
  • die Kir­chen­bü­cher der katho­li­schen Mis­si­ons­ge­mein­de Her­ne 1862 – 1874,
  • die Kir­chen­bü­cher der katho­li­schen St. Boni­fa­ti­us Gemein­de Her­ne und
  • die Kir­chen­bü­cher der umlie­gen­den Gemeinden.

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB ist prä­gnant und infor­ma­tiv geschrie­ben. Obwohl der ein­lei­ten­de Text nicht sehr lang ist, wirkt er auf den Leser ein­präg­sam. Etwas Tie­fe könn­te der ein­lei­ten­de Text in Bezug auf die his­to­ri­schen Anga­ben zu Her­ne noch set­zen. Kirch­lich gese­hen hat der ein­lei­ten­de Text hin­ge­ben aus­führ­li­che­re Anga­ben, womit der Leser bes­ser infor­ma­tiert ist.

Der Autor setzt bei der Bear­bei­tung des Online-OFB jedoch bewusst eini­ge Gren­zen. Ein Online-OFB für alle ehe­ma­li­gen Gemein­den, die heu­te die Groß­stadt Her­ne aus­ma­chen, ist für eine ein­zel­ne Per­son eine gefühl­te Lebens­auf­ga­be. Daher beschränkt sich der Bear­bei­ter im Wesent­li­chen auf die Ein­trä­ge der Kir­chen­ge­mein­de von Alt-Her­ne bis zum Jahr 1875. (Unter „Alt-Her­ne“ ist das ursprüng­li­che Her­ne vor zum Zusam­men­schluss mit der Nach­bar­stadt Wan­ne-Eickel gemeint.) Jedoch wer­den Daten im Sin­ne von Anschluss­da­ten für wei­te­re, indi­vi­du­el­le For­schun­gen mit aufgenommen.

Beson­ders zu beto­nen ist, dass er Bear­bei­ter Andre­as Janik auch Her­kunft und Ver­füg­bar­keit der ver­wen­de­ten Quel­len benennt, d. h. wo die ver­wen­de­ten Quel­len vor­zu­fin­den sind und auf­ge­sucht wer­den können. 

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen von Herne
Wap­pen von Her­ne; gemeinfrei

Um 880 wur­de der Name Her­nes erst­mals urkund­lich als haran­ni im ältes­ten Urbar des Klos­ters Wer­den erwähnt. 1142 erschien Gve­zeli­no de Strun­ke­de als Zeu­ge in einer Esse­ner Urkun­de. Die Strün­ke­der Rit­ter und Frei­her­ren, die ihre Burg im Stadt­teil Bau­kau hat­ten, stan­den im Dienst der Gra­fen und Her­zö­ge von Kle­ve und erhiel­ten wich­ti­ge Staats­äm­ter unter den Bran­den­bur­ger Kur­fürs­ten und Preu­ßi­schen Köni­gen. Sie blie­ben bis zu ihrem Aus­ster­ben am Ende des 18. Jahr­hun­derts Grund-Gerichts- und kirch­li­che Patro­nats­her­ren über Herne.

1561 wur­de die Refor­ma­ti­on in Her­ne ein­ge­führt. Vor­her war Her­ne katho­lisch gewe­sen, danach lutherisch.

Zu Anfang des 19. Jahr­hun­derts umfass­te das heu­ti­ge Stadt­ge­biet meh­re­re klei­ne Orte, die ab 1807 zum Groß­her­zog­tum Berg gehör­ten. Die fran­zö­si­sche Ver­wal­tung bil­de­te die Mai­rie Her­ne mit den Gemein­den Bau­kau, Bickern, Bla­den­horst, Cran­ge, Eickel, Her­ne, Hil­trop, Hols­ter­hau­sen, Horst­hau­sen, Pöp­ping­hau­sen und Röh­ling­hau­sen sowie die Mai­rie Cas­trop, zu der u. a. die Gemein­den Bör­nig, Holt­hau­sen und Sodin­gen gehör­te. Die Mai­rie Her­ne gehör­te zum Kan­ton Bochum, die Mai­rie Cas­trop zum Kan­ton Dort­mund. Aus den bei­den Mai­ri­en wur­den 1813 Bür­ger­meis­te­rei­en und 1844 Ämter gebil­det. Am 1. August 1875 wur­de das Amt Her­ne geteilt. Es ent­stan­den die Ämter Wan­ne und Her­ne. Im Amt Her­ne ver­blie­ben nur noch die Gemein­den Bau­kau, Bla­den­horst, Her­ne, Hil­trop, Horst­hau­sen und Pöp­ping­hau­sen. Nach­dem Her­ne am 1. Juli 1897 die Stadt­rech­te erhal­ten hat, wur­de das Amt Her­ne auf­ge­löst. Die Gemein­den des bis­he­ri­gen Amtes Her­ne bil­de­ten fort­an das Amt Bau­kau, aus dem 1902 die Gemein­de Hil­trop aus­schied. Gleich­zei­tig ent­stand aus dem Rest­amt Cas­trop das Amt Sodin­gen mit den Gemein­den Sodin­gen, Bör­nig und Holthausen.

Am 1. Juli 1906 schied Her­ne aus dem Kreis Bochum aus und wur­de eine kreis­freie Stadt. Am 1. April 1908 wur­den Bau­kau und Horst­hau­sen aus dem Amt Bau­kau ein­ge­mein­det. Die dann noch ver­blei­ben­den Gemein­den des Amtes Bau­kau (Bla­den­horst und Pöp­ping­hau­sen) bil­de­ten danach das Amt Bla­den­horst, das jedoch heu­te nicht mehr zum Stadt­ge­biet Her­nes gehört. Mit der Ein­glie­de­rung eines Teils der Gemein­de Bla­den­horst am 1. April 1926, des Amtes Sodin­gen (Gemein­den Sodin­gen, Bör­nig und Holt­hau­sen) am 1. April 1928 sowie von Tei­len der Gemein­de Ger­t­he am 1. August 1929 erreich­te das Stadt­ge­biet von (Alt-)Herne vor­erst sei­ne größ­te Ausdehnung.

Das west­li­che Stadt­ge­biet des heu­ti­gen Stadt­krei­ses Her­ne gehör­te bis 1875 eben­falls zum Amt Her­ne. Doch wur­de dann das Amt Wan­ne im Kreis Bochum (ab 1885 Kreis Gel­sen­kir­chen) mit den Gemein­den Bickern, Cran­ge, Eickel, Hols­ter­hau­sen und Röh­ling­hau­sen gebil­det. 1891 wur­de das Amt Wan­ne geteilt, es ent­stand das neue Amt Eickel mit den Gemein­den Eickel und Hols­ter­hau­sen. Im Amt Wan­ne ver­blie­ben die Gemein­den Bickern (ab dem 13. August 1897 Wan­ne), Cran­ge und Röh­ling­hau­sen. Am 28. Okto­ber 1906 wur­de Cran­ge nach Wan­ne und am 1. April 1910 Hols­ter­hau­sen nach Eickel ein­ge­mein­det. Die bei­den Ämter Wan­ne und Eickel wur­den am 1. April 1926 zur kreis­frei­en Stadt Wan­ne-Eickel vereinigt.

Über nahe­zu fünf Jahr­zehn­te bestan­den somit zwei kreis­freie Städ­te neben­ein­an­der, bevor die­se zum 1. Janu­ar 1975 im Rah­men der kom­mu­na­len Neu­ord­nung zur neu­en Stadt Her­ne ver­ei­nigt wur­den. Ursprüng­lich war eine Ein­ge­mein­dung von Wan­ne-Eickel nach Gel­sen­kir­chen und von Her­ne nach Bochum geplant.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Her­nes ältes­tes Gebäu­de, die Schloss­ka­pel­le von 1272; von Arnold Paul; CC BY-SA 2.5

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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