„Familienbuch Hasborn-Dautweiler: 1542 – 20. Jahrhundert“ veröffentlicht

"Familienbuch Hasborn-Dautweiler: 1542 - 20. Jahrhundert"; Coveransicht
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Der His­to­ri­sche Ver­ein Has­born-Daut­wei­ler hat Anfang März das „Fami­li­en­buch Has­born-Daut­wei­ler: 1542 – 20. Jahr­hun­dert“ her­aus­ge­ge­ben. Die­ses Orts­fa­mi­li­en­buch wird in die­sem Arti­kel etwas näher vorgestellt. 

Geografische Lage

Lage von Hasborn-Dautweiler
Lage von Hasborn-Dautweiler

Has­born-Daut­wei­ler (PLZ: 66636) ist ein Orts­teil der Gemein­de Tho­ley im Land­kreis St. Wen­del im nörd­li­chen Saar­land. Bis Ende 1973 war Has­born-Daut­wei­ler eine eigen­stän­di­ge Gemeinde.

Has­born-Daut­wei­ler liegt im Nord­saar­land etwa 27 km nörd­lich von Saar­brü­cken und rund 38 km süd­öst­lich von Trier in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Bun­des­au­to­bahn A1, an die eine eige­ne Anschluss­stel­le besteht.

Der Dop­pel­ort wird von drei Him­mels­rich­tun­gen von einer Hügel­ket­te umge­ben. Die­se bil­den einen Tal­kes­sel, wel­cher nach Osten zum Schaum­berg­mas­siv bzw. Theel­tal leicht abfällt.

Inner­halb der Gemein­de Tho­ley liegt das Dorf zen­tral und ver­bin­det die Schaum­berg­dör­fer im Osten mit den Orten des Boh­nen­tals im Westen.

Informationen zum Ortsfamilienbuch

"Familienbuch Hasborn-Dautweiler: 1542 - 20. Jahrhundert"; Coveransicht
„Fami­li­en­buch Has­born-Daut­wei­ler: 1542 – 20. Jahr­hun­dert“; Coveransicht

Ver­fasst wur­de das „Fami­li­en­buch Has­born-Daut­wei­ler: 1542 – 20. Jahr­hun­dert“ von Ger­da Scholl und Anne Ler­men. Her­aus­ge­ge­ben wur­de das Orts­fa­mi­li­en­buch durch den His­to­ri­schen Ver­ein Has­born-Daut­wei­ler. Das Buch wur­de zwi­schen Febru­ar und März 2021 ver­öf­fent­licht. Aktu­ell ist das Orts­fa­mi­li­en­buch aus­ver­kauft, jedoch wird an einem Zweit­druck gear­bei­tet (Stand: Anfang April 2021).

Das Orts­fa­mi­li­en­buch als Hard­co­ver umfasst 551 Sei­ten mit einer Kle­be­bin­dung. Die ISBN lau­tet ISBN 978 – 3‑937436 – 71‑5. Über die Anzahl der ein­ge­tra­ge­nen Per­so­nen- und Fami­li­en­an­zahl wur­de gegen­wär­tig noch nichts mit­ge­teilt. Das Orts­fa­mi­li­en­buch wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm OMEGA bearbeitet.

Der Preis des Orts­fa­mi­li­en­buchs beträgt 27,50 EUR zuzüg­lich Ver­sand­kos­ten. Das Orts­fa­mi­li­en­buch kann ent­we­der direkt über jaeckel [dot] her­bert [at] myquix [dot] de an den His­to­ri­schen Ver­ein Has­born-Daut­wei­ler bestellt wer­den oder für 35 EUR zzgl. Ver­sand­kos­ten beim GEN­DI-Shop.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen von Hasborn-Dautweiler
Wap­pen von Has­born-Daut­wei­ler; gemeinfrei

Frü­he archäo­lo­gi­sche Fun­de wei­sen dar­auf hin, dass das Gebiet des heu­ti­gen Has­born-Daut­wei­ler bereits in der Jung­stein­zeit um etwa 2500 – 1800 v. Chr. und spä­ter sowohl durch die Kel­ten als auch die Römer besie­delt war. Die Ent­ste­hung der ursprüng­lich sepa­ra­ten Sied­lun­gen Has­born und Daut­wei­ler beläuft sich auf das 7. bzw. 8. Jahr­hun­dert, wobei Daut­wei­ler erst­mals im Jahr 835 und Has­born erst­mals 972 urkund­lich erwähnt wer­den. Noch bis in das Jahr 1799 gehör­te Daut­wei­ler kir­chen­recht­lich nicht zur Pfar­rei Has­born, son­dern zu Theley.

Nach der fran­zö­si­schen Besat­zung unter Napo­le­on Bona­par­te zwi­schen 1802 und 1815 wur­de das Gebiet Teil des deut­schen Glied­staa­tes Preu­ßen. Mit der Errich­tung des Saar­ge­bie­tes, zu wel­chem auch Has­born-Daut­wei­ler gehör­te, wur­de das Dorf von 1920 bis 1935 zu einem Grenz­ort. Die Gren­ze zwi­schen Saar­ge­biet und Deut­schem Reich ver­lief nur etwas mehr als einen Kilo­me­ter nörd­lich des Ortes, wovon bis heu­te zahl­rei­che Grenz­stei­ne im Wald zeugen.

Von 1935 bis 1945 gehör­te der Ort zum Deut­schen Reich, nach 1946 zum auto­no­men Saar­staat und seit 1957 zur Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Im Rah­men der saar­län­di­schen Gebiets- und Ver­wal­tungs­re­form wur­de die bis dahin eigen­stän­di­ge Gemein­de Has­born-Daut­wei­ler am 1. Janu­ar 1974 der Gemein­de Tho­ley zugeordnet.

Im Ver­lauf der Jahr­hun­der­te sind die bei­den Sied­lun­gen Has­born und Daut­wei­ler kon­ti­nu­ier­lich zusam­men­ge­wach­sen, sodass die bei­den ehe­mals eigen­stän­di­gen Orte sich heu­te nicht mehr an der Sied­lungs­struk­tur able­sen las­sen. Der ursprüng­li­che Orts­kern von Has­born war das Gebiet um das heu­ti­ge Alte Rat­haus, an des­sen Stel­le sich frü­her auch die Dorf­kir­che befand. Seit dem Bau der neu­en Pfarr­kir­che 1904 und spä­tes­tens seit der Ein­ge­mein­dung nach Tho­ley 1974 und der damit ver­bun­de­nen Auf­ga­be der Funk­ti­on des Alten Rat­hau­ses als zen­tra­ler Ver­wal­tungs­sitz hat sich der Orts­kern in die Umge­bung der neu­en Pfarr­kir­che ver­la­gert. Hier fin­den sich heu­te zu einem über­wie­gen­den Teil Geschäf­te, Arzt­pra­xen und ähn­li­ches. Den Kern von Daut­wei­ler bil­det heu­te fak­tisch die Ecke Brunnenstraße/​Waldstraße mit einem Denk­mal für die Gefal­le­nen der bei­den Welt­krie­ge. In den 1980er und 1990er Jah­ren expan­dier­te der Ort nach Nor­den durch die Erschlie­ßung des Neu­bau­ge­biets Sei­ters, bestehend aus der Josef-Marx-Stra­ße und der Rau­pen­bach­stra­ße sowie deren Nebenstraßen.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Cover des Orts­fa­mi­li­en­buchs zu Hasborn-Dautweiler

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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