„Ortsfamilienbuch Nörtershausen“ im Cardamina-Verlag erschienen

Cover von "Ortsfamilienbuch Nörtershausen"
Cover von "Ortsfamilienbuch Nörtershausen"

Im Car­da­mi­na-Ver­lag ist aktu­ell das Orts­fa­mi­li­en­buch Nör­ters­hau­sen 1706 – 1990 vom Man­fred Rütt­gers erschie­nen. In die­sem Bei­trag stel­le ich das neue Orts­fa­mi­li­en­buch ein­mal kurz vor.

Das aktu­el­le Orts­fa­mi­li­en­buch Nör­ters­hau­sen 1706 – 1990 von Man­fred Rütt­gers ist vor weni­gen Tagen am 8. Febru­ar 2021 im Car­da­mi­na-Ver­lag erschie­nen. Der Autor und Bear­bei­ter Man­fred Rütt­gers hat bereits meh­re­re Orts­fa­mi­li­en­bü­cher im Car­da­mi­na-Ver­lag publiziert.

Das Orts­fa­mi­li­en­buch Nör­ters­hau­sen 1706 – 1990 umfasst ca. 3.250 Per­so­nen aus der Orts­ge­mein­de Nör­ters­hau­sen im Land­kreis May­en-Koblenz von Rhein­land-Pfalz, die in ca. 525 Fami­li­en geglie­dert sind. Zeit­lich erstre­cken sich die Per­so­nen­an­ga­ben in einem Zeit­raum von 1706 bis 1990 (= 285 Jah­re). Für das Orts­fa­mi­li­en­buch wur­den die Kir­chen­bü­cher der katho­li­schen Kir­chen St. Anto­ni­us Abt von Nör­ters­hau­sen und St. Niko­laus von Pfaf­fen­heck, sowie die Zivil­stands-/Stan­des­re­gis­ter von Nie­der­fell, Bur­gen, Bro­den­bach und Unter­mo­sel (heu­te Rhein-Mosel) gesich­tet. Die Ein­sicht­nah­me in das Zivil­stands-/Stan­des­re­gis­ter ist wegen der Sperr­frist­re­ge­lung im Per­so­nen­stands­ge­setz (PStG) für das Orts­fa­mi­li­en­buch bis 1909 für Gebur­ten, bis 1940 für Hei­ra­ten und bis 1990 für Ster­be­fäl­le mög­lich gewesen.

Das Orts­fa­mi­li­en­buch Nör­ters­hau­sen ist im Car­da­mi­na-Ver­lag als Hard­co­ver im DIN-A4-For­mat für 37 EUR zu erwer­ben. Das gedruck­te Buch umfasst 260 Sei­ten. Die ISBN lau­tet 978 – 3‑86424 – 523‑7.

Geografische Lage

Lage von Nörtershausen
Lage von Nörtershausen

Nör­ters­hau­sen (PLZ: 56283) ist eine Orts­ge­mein­de im Land­kreis May­en-Koblenz in Rhein­land-Pfalz. Sie gehört der Ver­bands­ge­mein­de Rhein-Mosel an, die ihren Ver­wal­tungs­sitz in Kobern-Gon­dorf hat.

Nör­ters­hau­sen liegt auf einem Höhen­rü­cken des Vor­der­huns­rücks (auch Mosel­huns­rück genannt), im Hin­ter­land der Burg Thu­rant bei Alken an der Mosel. Zu dem Ort gehö­ren die Höfe Wil­den­bun­gert und Bau­hof. Der Orts­teil Pfaf­fen­heck liegt öst­lich, ca. 2 km ent­fernt, auf der west­li­chen Sei­te der Huns­rück­hö­hen­stra­ße B 327. Der öst­lich der B 327 gele­ge­ne Teil von Pfaf­fen­heck gehört zur Stadt Bop­pard. In der Gemar­kung von Pfaf­fen­heck ent­sprin­gen der Aspe­ler Bach, der in Nie­der­fell- und der Alke­ner Bach, der in Alken in die Mosel mündet.

Lage der Ortsgemeinde Nörtershausen im Landkreis Mayen-Koblenz
Lage der Orts­ge­mein­de Nör­ters­hau­sen im Land­kreis May­en-Koblenz; von Rau­en­stein; CC BY-SA 3.0

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen von Nörtershausen
Wap­pen von Nör­ters­hau­sen; gemeinfrei

Die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung von Nör­ters­hau­sen erfolg­te am 20. April 1324. Katha­ri­na von Bro­den­heim, Wit­we des Rit­ters Hein­rich zu Ehren­berg, stif­te­te ein Haus und stell­te die Kapel­le zu Nör­ters­hau­sen wie­der her. Bis zum Ende des 18. Jahr­hun­derts gehör­te Nör­ters­hau­sen meh­re­ren Herr­schaf­ten, die Rech­te und Ein­künf­te an ver­schie­de­nen Höfen hat­ten. Das St. Sime­on­stift zu Trier und die ver­schie­de­nen Her­ren der Ehren­burg erschei­nen in den Lehens- und Pach­tur­kun­den beson­ders häufig.

Der Orts­teil Pfaf­fen­heck wur­de erst­mals am 1. Mai 1343 urkund­lich erwähnt. Ein Wald­stück mit dem Namen Pfaf­fen­heck wird als ursprüng­lich kirch­li­cher Besitz aus­ge­wie­sen. Nach diver­sen Ver­leh­nun­gen und Ver­fü­gungs­rechts­än­de­run­gen schlos­sen die Gemein­de­leu­te von Nör­ters­hau­sen mit den Stifts­her­ren von May­en einen Pacht­ver­trag über die Nut­zung der Pfaffenheck.

Seit dem spä­ten Mit­tel­al­ter gehör­te Nör­ters­hau­sen zum Amt Alken der Props­tei Müns­ter­mai­feld, bzw. dem kur­trie­ri­schen Ober­amt Müns­ter­mai­feld. Lehens- und Schutz­rech­te an Nör­ters­hau­sen sind sowohl von Kur­trier als auch Kur­köln für das 15. und 16. Jahr­hun­dert überliefert.

In der napo­leo­ni­schen Zeit ab Ende des 18. Jahr­hun­derts wur­de der Ort Teil der Mai­rie Nie­der­fell im Can­ton Bop­pard. Anfang des 19. Jahr­hun­derts wur­de Nör­ters­hau­sen eine zur Bür­ger­meis­te­rei Bro­den­bach gehö­ren­de Gemein­de im damals neu gebil­de­ten Kreis St. Goar. Ende der 1960er Jah­re wur­den in einer Ver­wal­tungs­re­form Amt und Kreis auf­ge­löst. Nör­ters­hau­sen wur­de als eigen­stän­di­ge Gemein­de der Ver­bands­ge­mein­de Unter­mo­sel im Land­kreis May­en-Koblenz zuge­ord­net, die 2014 auf­ge­löst wurde.

Weiterführende Quellen

Für das Titel wur­de ver­wen­det: Cover von „Orts­fa­mi­li­en­buch Nörtershausen“

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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