Online-OFB „Scharenstetten“ am 22.01.2021 veröffentlicht

Sicht auf Scharenstetten, von Temmenhausen kommend
Sicht auf Scharenstetten, von Temmenhausen kommend; von Sigurd Betschinger; CC BY-SA 2.5

Das Online-OFB „Scha­ren­stet­ten“ wur­de am 22. Janu­ar 2021 ver­öf­fent­licht. Der­zeit sind 11.831 Per­so­nen vor­han­den, die in 4.049 Fami­li­en geglie­dert sind. Das Online-OFB basiert auf ein Orts­fa­mi­li­en­buch des Stadtteils.

Geografische Lage

Lage von Scharenstetten
Lage von Scharenstetten

Scha­ren­stet­ten (PLZ: 89160) ein Orts­teil der Gemein­de Dorn­stadt im Alb-Donau-Kreis in Baden-Würt­tem­berg. Im Zuge der Gemein­de­ge­biets­re­form in Baden-Würt­tem­berg wur­de am 1. Janu­ar 1975 die Gemein­de Scha­ren­stet­ten zu Dorn­stadt eingemeindet.

Das Dorf auf der Alb­hoch­flä­che liegt cir­ca sechs Kilo­me­ter nord­west­lich von Dorn­stadt und ist über die Land­stra­ße 1234 zu erreichen.

Kurzinfo zum Online-OFB

Cover des Ortsfamilienbuchs "Scharenstetten - Die Gemeinde & ihre Familien"
Cover des Orts­fa­mi­li­en­buchs „Scha­ren­stet­ten – Die Gemein­de & ihre Familien“

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Karl Fass­bin­der. Das Online-OFB basiert auf den gedruck­ten Orts­fa­mi­li­en­buch „Scha­ren­stet­ten – Die Gemein­de & ihre Fami­li­en“. Die dama­li­gen Autoren waren Horst Schmidt, Ulrich Bin­der, Diethelm Gers­ten­lau­er, Heinz Gör­lich, Eli­sa­beth Len­hart, Inge Simon und Karl Fass­bin­der gewe­sen. Die­se gehör­ten dem Arbeits­kreis Geschich­te am Zen­trum für All­ge­mei­ne Wis­sen­schaft­li­che Wei­ter­bil­dung (ZAWiW) der Uni­ver­si­tät Ulm an. Das Orts­fa­mi­li­en­buch erschien im Jahr 2005 als Hard­co­ver mit 528 Sei­ten zu einem Preis von 20 EUR und beinhal­tet 2.722 Familieneinträgen.

Karl Fass­bin­der als dama­li­ger Mit­au­tor des gedruck­ten Orts­fa­mi­li­en­buchs führt daher das ONline-OFB fort. Bear­bei­tet wur­de das Online-OFB mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm Ages.

Zugrun­de lie­gen­de Quel­len für die Erstel­lung des Online-OFB wer­den im ein­lei­ten­den Text lei­der nicht genannt. Das aber der Zeit­raum von 1561 bis 1903 als Grund­la­ge aus dem gedruck­ten Orts­fa­mi­li­en­buch auch für das Online-OFB gilt, dass man davon aus­ge­hen, dass die Kir­chen­bü­cher der evan­ge­li­schen Lau­ren­ti­us­kir­che und die Ein­trä­ge der Per­so­nen­stands­re­gis­ter (seit 1876) als Grund­la­ge für das Online-OFB die­nen. Zu der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de war auch seit dem Dreiß­zig­jäh­ri­gen Krieg der Orts­teil Radel­stet­ten der Nach­bars­ge­mein­de Lon­see ein­ge­pfarrt. Die katho­li­schen Bür­ger von Scha­ren­stet­ten waren hin­ge­gen zu Tomerdin­gen, einem wei­te­ren Orts­teil von Dorn­stadt, eingepfarrt.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Scha­ren­stet­ten wur­de erst­mals 1260 im Zusam­men­hang mit der Per­son Fri­der­i­co de Sca­ren­stet­ten über­lie­fert. Von 1255 bis 1547 wur­den Mit­glie­der der Fami­lie von Scha­ren­stet­ten genannt, die meist Dienst­man­nen der Gra­fen von Hel­fen­stein waren.

Mit der Graf­schaft Hel­fen­stein wur­de Scha­ren­stet­ten 1382 an Ulm ver­pfän­det und 1396 ver­kauft. Der Ort bil­de­te mit Luiz­hau­senRadel­stet­ten und Tem­men­hau­sen ein Amt, das 1772 dem Amt Ber­ma­rin­gen der „Unte­ren Herr­schaft“ ange­glie­dert wurde.

Scha­ren­stet­ten kam 1803 an das Kur­fürs­ten­tum Bay­ern und durch den Grenz­ver­trag zwi­schen Bay­ern und Würt­tem­berg 1810 an das König­reich Würt­tem­berg, wo der Ort dem Ober­amt Blau­beu­ren unter­stand. Im Jahr 1870 wur­de das Dorf durch ein Feu­er in wei­ten Tei­len zerstört.

Bei der Kreis­re­form wäh­rend der NS-Zeit in Würt­tem­berg gelang­te Scha­ren­stet­ten 1938 zum Land­kreis Ulm. 1945 wur­de der Ort Teil der Ame­ri­ka­ni­schen Besat­zungs­zo­ne und gehör­te somit zum neu gegrün­de­ten Land Würt­tem­berg-Baden, das 1952 im jet­zi­gen Bun­des­land Baden-Würt­tem­berg auf­ging. 1973 erfolg­te die Kreis­re­form in Baden-Würt­tem­berg, bei der Scha­ren­stet­ten zum Alb-Donau-Kreis kam. 1975 wur­de Scha­ren­stet­ten im Zuge der Ver­ei­ni­gung von Tomerdin­gen mit Dorn­stadt Orts­teil der neu­en Gemein­de Dornstadt.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Sicht auf Scha­ren­stet­ten, von Tem­men­hau­sen kom­mend; von Sigurd Bet­schin­ger; CC BY-SA 2.5

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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