Neue Sammlungen bei Ancestry vom 4.2.2021: Bornheim, Deutschland, Heiratsregister 1798 – 1932

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Bei den kom­mer­zi­el­len, genea­lo­gi­schen Dienst­leis­tungs­an­bie­ter Ances­try gibt es seit dem 4. Febru­ar 2021 eine neue Samm­lung: Born­heim, Deutsch­land, Hei­rats­re­gis­ter 1798 – 1932.

Die­se Samm­lung ent­hält Hei­rats­re­gis­ter aus den Born­hei­mer Stadt­tei­len Her­sel, Sech­tem und Wal­dorf und umfasst die Jah­re von 1798 bis ein­schließ­lich 1932. Die Stadt Born­heim im Rhein-Sieg-Kreis liegt am Rhein zwi­schen Köln und Bonn im heu­ti­gen Bun­des­land Nord­rhein-West­fa­len. Das Gebiet wur­de schon früh besie­delt. Ein von den Römern erbau­tes Aquä­dukt, die Eifel­was­ser­lei­tung, die Köln mit Trink­was­ser ver­sorg­te, führ­te einst durch den Stadt­teil Wal­dorf. Die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung von Born­heim stammt bereits aus dem Jah­re 945. Als Wahr­zei­chen der Stadt gilt das Schloss Born­heim. Wäh­rend des Zeit­raums der Samm­lung gehör­te Born­heim bis 1814 zum fran­zö­si­schen Dépar­te­ment de la Roar.

Die Samm­lung beinhal­tet fol­gen­de Jahrgänge:

  • Born­heim-Her­sel: 1798 – 1932
  • Born­heim-Sech­tem: 1798 – 1932
  • Born­heim-Wal­dorf: 1798 – 1932

Am 20. Sep­tem­ber 1792 erließ die fran­zö­si­sche Natio­nal­ver­samm­lung ein Gesetz, das die Beur­kun­dung des Zivil­stan­des in Frank­reich regel­te. Mit der Beset­zung des lin­ken Rhein­ufers durch fran­zö­si­sche Trup­pen wur­den dort ab dem 1. Mai 1798 in den neu errich­te­ten Dépar­te­ments Geburts‑, Hei­rats- und Ster­be­re­gis­ter nach fran­zö­si­schem Vor­bild offi­zi­ell ein­ge­führt. In den dama­li­gen preu­ßi­schen Pro­vin­zen wur­den die­se Beur­kun­dun­gen schließ­lich von den ört­li­chen Stan­des­äm­tern ab dem 1. Okto­ber 1874 in Form von Per­so­nen­stands­re­gis­ter übernommen.

Die Zivil­stands- und Per­so­nen­stands­re­gis­ter sind chro­no­lo­gisch in der Regel als jahr­gangs­wei­se gebun­de­ne Samm­lung von Doku­men­ten ange­legt. Gele­gent­lich sind ergän­zend alpha­be­ti­sche Namens­ver­zeich­nis­se erstellt wor­den. Die ver­pflich­ten­de staat­li­che Beur­kun­dung des Zivil- und Per­so­nen­stan­des der gesam­ten Bevöl­ke­rung besteht seit­dem neben den tra­di­tio­nell wei­ter­hin geführ­ten Kirchenbüchern.

Die Ehe­schlie­ßun­gen der Zivil­stands­re­gis­ter sind anfäng­lich rein hand­schrift­lich, dann teil­wei­se auf vor­ge­druck­ten For­mu­la­ren in deut­scher Spra­che beur­kun­det. Bis Ende 1805 bezieht sich das Datum auf den fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on­s­ka­len­der. Die Ehe­schlie­ßun­gen zwi­schen 1804 und 1814 sind auf fran­zö­sisch beur­kun­det, ab 1815 wie­der auf deutsch. Ab 1876 wur­den dann die stand­ar­ti­sier­ten Vor­dru­cke der Per­so­nen­stands­re­gis­ter ver­wen­det. Je nach For­mu­lar und indi­vi­du­el­len For­mu­lie­run­gen des Beam­ten sind fol­gen­de Anga­ben zu finden:

  • Lau­fen­de Num­mer des Dokuments
  • Datum der Heirat
  • Bräu­ti­gam: Beruf, Vor­na­men, Nach­na­me, Kon­fes­si­on, Geburts­da­tum, Geburts­ort, Wohn­ort sowie Anga­ben zu vor­he­ri­gen ver­stor­be­nen Ehe­part­nern und zu sei­nen Eltern und deren Wohnort
  • Braut: Beruf, Vor­na­men, Nach­na­me, Mäd­chen­na­me, Kon­fes­si­on, Geburts­da­tum, Geburts­ort, Wohn­ort sowie Anga­ben zu vor­he­ri­gen ver­stor­be­nen Ehe­part­nern und ihren Eltern und deren Wohnort
  • Zeu­gen
  • Unter­schrif­ten

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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