Online-OFB „Ziethen (Barmin)“ am 17.01.2021 aktualisiert

Dorfkirche Groß-Ziethen
Dorfkirche Groß-Ziethen, von Steffen Zahn; CC BY 2.0

Das Online-OFB „Zie­then (Bar­min)“ wur­de am 17. Janu­ar 2021 aktua­li­siert. Der­zeit sind 6.917 Per­so­nen vor­han­den, die in 1.973 Fami­li­en geglie­dert sind. 159 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 22.11.2020 bearbeitet.

Geografische Lage

Lage von Ziethen (Barmin)
Lage von Zie­then (Bar­min)

Zie­then (PLZ: 16247) ist eine Gemein­de am nord­öst­li­chen Rand des Land­krei­ses Bar­nim, an der Gren­ze zur Ucker­mark in Bran­den­burg. Sie wird vom Amt Joa­chims­thal (Schorf­hei­de) verwaltet.

Zie­then besteht aus den Orts­tei­len Groß-Zie­then und Klein Zie­then, sowie den Wohn­plät­zen Albrechts­hö­heFörs­te­rei Groß-Zie­thenLui­sen­fel­deSper­lings­her­ber­ge und Töp­fer­ber­ge.

Kurzinfo zum Online-OFB

Die Bear­bei­ter des Online-OFB sind die Fami­lie Erler. Offen­bar wird die­ser Name als Autoren­na­me des Ehe­paars Erler ver­wen­det. Im Online-OFB wur­den Per­so­nen­da­ten erfasst, die einen Bezug zu den Dör­fern Groß-Zie­then oder Klein Zie­then in der Gemein­de Zie­then hat­ten. Das vor­lie­gen­de Online-OFB ist nicht voll­stän­dig, son­dern es stellt nach Aus­sa­gen der Fami­lie Erler mehr oder weni­ger eher eine Daten­samm­lung dar, in der die Inhal­te der Kir­chen­bü­cher und wei­te­ren Quel­len erfasst wor­den sind. Neben den Kir­chen­bü­chern sind auch die Zivil­stands­re­gis­ter eine tra­gen­de Quel­le für das Online-OFB. Aller­dings fin­det sich im im ein­lei­ten­den Text kei­ne wei­te­ren Infor­ma­tio­nen über die Kir­chen­bü­cher und Zivil­stands­re­gis­ter, von wel­che Kir­chen­ge­mein­den oder Stan­des­äm­ter sie genau stamm­ten, wel­chen Zeit­raum sie erfass­ten und wo sie ggf. (online) ein­seh­bar sind. Das bleibt der ein­lei­ten­de Text dem Leser lei­der schuldig.

Die Kir­chen­bü­cher der fran­zö­sisch-refor­mier­ten Gemein­de wur­den in der Anfangs­zeit in Fran­zö­sisch geschrie­ben. Für das Online-OFB wur­den die Namen ange­passt. Die älte­ren Fami­li­en- und Berufs­be­zeich­nun­gen sind in fran­zö­si­scher Spra­che, spä­te­re Daten sind auf Deutsch. Die Schreib­wei­se der Fami­li­en­na­men wur­de für die bes­se­re Suche zudem ver­ein­heit­licht bzw. nor­miert wiedergegeben.

Teil­wei­se wur­den die Geburts- oder Ster­be­da­ten errech­net. Die­se Datums­ein­trä­ge begin­nen mit den Zusät­zen „ca.“, „vor“ oder „nach“. Anga­ben, die in Klam­mern ste­hen, konn­ten von den Bear­bei­tern noch nicht veri­fi­ziert wer­den, da die­se unter Umstän­den stam­men aus dem Inter­net oder ande­ren Zweit­quel­len stammten.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Groß-Zie­then und Klein Zie­then gehör­ten seit 1817 zum Kreis Anger­mün­de in der Pro­vinz Bran­den­burg und ab 1952 zum Kreis Ebers­wal­de im DDR-Bezirk Frank­furt (Oder). Seit 1993 lie­gen bei­de Orte im bran­den­bur­gi­schen Land­kreis Bar­nim. Die Gemein­de Zie­then wur­de am 1. Febru­ar 2002 aus den benach­bar­ten Dör­fern Groß-Zie­then und Klein Zie­then gebildet.

In Groß Zie­then und Klein Zie­then fan­den fran­zö­si­sche Glau­bens­flücht­lin­ge, soge­nann­te Refu­gi­és oder Huge­not­ten, eine neue Hei­mat in Bran­den­burg. 1686 wur­den die ers­ten 16 Flücht­lings­fa­mi­li­en (aus dem Hen­ne­gau im heu­ti­gen Bel­gi­en) in Klein Zie­then ange­sie­delt. Der Ort muss zu dama­li­ger Zeit bereits exis­tiert haben, war jedoch weit­ge­hend ver­ödet. In bei­den Dör­fern ent­stan­den nach und nach Kolo­nis­ten­ge­mein­den mit je einer Kir­che und einem Pre­di­ger, Schu­le und Lehrer.

Die Zuge­wan­der­ten brach­ten aus Frank­reich fei­ne Obst- und Gemü­se­sor­ten mit und führ­ten in der Ucker­mark den Tabak­an­bau ein. Vor allem letz­te­rer war ein wesent­lich ein­träg­li­che­res Geschäft als der Getrei­de­an­bau der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung. Ihr dadurch mög­li­cher wirt­schaft­li­cher Auf­stieg und ihre Pri­vi­le­gi­en wur­den von den Ein­hei­mi­schen mit gro­ßem Miss­trau­en betrach­tet. Die Amt­män­ner der umge­ben­den Gemein­den ver­such­ten, die Pri­vi­le­gi­en der Huge­not­ten­fa­mi­li­en zu beschnei­den. Dage­gen konn­ten sich die Zie­the­ner jedoch erfolg­reich wehren.

Die Kir­chen­ge­mein­den von Groß-Zie­then und Klein Zie­then gehö­ren bis heu­te zum Fran­zö­sisch-refor­mier­ten Kir­chen­kreis der Evan­ge­li­schen Kir­che in Ber­lin-Bran­den­burg-schle­si­sche Oberlausitz.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Dorf­kir­che Groß-Zie­then, von Stef­fen Zahn; CC BY 2.0

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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