Online-OFB „Neustadt (Hessen)“ am 27.10.2020 aktualisiert

Der Junker-Hansen-Turm, das Wahrzeichen der Stadt
Der Junker-Hansen-Turm, das Wahrzeichen der Stadt, von Andreas Trepte; CC BY 2.5

Das Online-OFB „Neu­stadt (Hes­sen)“ wur­de am 27. Okto­ber 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 38.584 Per­so­nen vor­han­den, die in 15.255 Fami­li­en geglie­dert sind.

Geografische Lage

Lage neu Neustadt (Hessen)
Lage neu Neu­stadt (Hes­sen)

Neu­stadt (Hes­sen) ist eine Klein­stadt im mit­tel­hes­si­schen Berg­land des äußers­ten Osten vom Land­kreis Marburg-Biedenkopf.

Die Stadt (PLZ: 35279) grenzt im Nor­den an die Gemein­de Gil­ser­berg, im Osten an die Stadt Schwalm­stadt und die Gemein­de Wil­lings­hau­sen (alle drei im Schwalm-Eder-Kreis), im Süd­os­ten an die Gemein­de Antrift­tal, im Süden an die Stadt Kir­torf (bei­de im Vogels­berg­kreis), sowie im Wes­ten an die Stadt Stadt­al­len­dorf (Land­kreis Marburg-Biedenkopf).

Zur Stadt gehö­ren neben der Kern­stadt Neu­stadt die Stadt­tei­le Mengs­bergMom­berg und Specks­win­kel.

Kurzinfo zum Online-OFB

Der Bear­bei­ter die­ses Online-OFB ist Hart­wig Faber. Als Pri­mär­quel­len dien­ten die Abschrif­ten der Tauf‑, Hei­rats- und Ster­be­ur­kun­den aus den Kir­chen­bü­chern der kath. Kir­chen­ge­mein­de St.-Trinitatis in Neu­stadt (Hes­sen) und die Abschrif­ten der Geburts- Hei­rats- und Todes­ur­kun­den des Stan­des­amts Neu­stadt (online ver­füg­bar bei Arcin­sys). Sekun­där­quel­len des Online-OFB sind diver­se Infor­ma­tio­nen von pri­va­ten Fami­li­en­for­schern. Die Urkun­den der evan­ge­li­schen und der jüdi­schen Gemein­den sind bis­her noch nicht aus­ge­wer­tet worden.

Als genea­lo­gi­sches Pro­gramm für die Bear­bei­tung des Online-OFB wur­de Fami­ly Tree Maker verwendet.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Wappen von Neustadt (Hessen)
Wap­pen von Neu­stadt (Hes­sen); gemeinfrei

Neu­stadt wur­de ver­mut­lich um das Jahr 1250 von den Gra­fen von Nid­da aus dem Haus Zie­gen­hain gegrün­det. 1270/​71 ließ Graf Lud­wig II. von Nid­da dort eine Burg erbau­en, die aber bereits 1273 vom Land­graf Hein­rich I. von Hes­sen wie­der zer­stört wur­de. Graf Lud­wigs Sohn und Nach­fol­ger Engel­bert I. ver­kauf­te am 12. März 1294 Burg, Stadt und Amt Neu­stadt an das Erz­bis­tum Mainz, für 2.200 Mark köl­ni­scher Pfen­ni­ge. Neu­stadt lag nun­mehr als main­zi­sche Enkla­ve inmit­ten von land­gräf­lich-hes­si­schem und gräf­lich-zie­gen­hai­ner Gebiet.

Wäh­rend der Main­zer Stifts­feh­de wur­de Neu­stadt 1464 an den Land­gra­fen Hein­rich III. von Hes­sen-Mar­burg (Ober­hes­sen) ver­pfän­det, aber die Stadt ver­wei­ger­te ihm den Zutritt und gab erst nach einer Bela­ge­rung auf. Mit dem Frie­den von Zeils­heim, an des­sen Zustan­de­kom­men der land­gräf­li­che Hof­meis­ter Hans von Dörn­berg maß­geb­lich betei­ligt war, kam Neu­stadt in den Besitz des Land­gra­fen von Ober­hes­sen. Die­ser ver­pfän­de­te die Stadt 1477 an Hans von Dörn­berg, der sich auf der Basis der alten Burg sein Schloss Dörn­berg erbau­en ließ. Nach­dem Land­graf Wil­helm III. von Ober­hes­sen bei einem Jagd­un­fall 1500 töd­lich ver­un­glückt war, wur­de Ober­hes­sen wie­der mit Nie­der­hes­sen (Hes­sen-Kas­sel) ver­ei­nigt. Der beim nie­der­hes­si­schen Land­gra­fen Wil­helm II. ver­hass­te Dörn­berg flüch­te­te 1505 nach Fried­berg, wo er 1506 im Alter von 79 Jah­ren starb. Er wur­de von sei­nen Nef­fen beerbt. Die Herr­schaft der Dörn­ber­ger über Neu­stadt ende­te 1549, als das Erz­bis­tum Mainz die Ver­pfän­dung von 1464 wie­der einlöste.

1802/​03 kam die Stadt im Zuge des Reichs­de­pu­ta­ti­ons­haupt­schlus­ses zur Land­graf­schaft Hes­sen-Kas­sel und wur­de mit den ande­ren ehe­mals kur­main­zi­schen Enkla­ven Fritz­lar, Amö­ne­burg und Naum­burg im nomi­nel­len Fürs­ten­tum Fritz­lar ver­ei­nigt. Von 1806 bis 1813 gehör­te sie mit der gesam­ten Land­graf­schaft Hes­sen-Kas­sel zum napo­leo­ni­schen Vasal­len­kö­nig­reich West­pha­len und war Ver­wal­tungs­sitz des Kan­tons Neu­stadt. Bis 1866 war Neu­stadt dann wie­der Bestand­teil von Hes­sen-Kas­sel, danach von Preu­ßen. Bis 1943 bestand das Amts­ge­richt Neu­stadt (Hes­sen).

Bei Neu­stadt befin­den sich noch Res­te der Burg Tru­gel­ro­de aus dem 13. Jahr­hun­dert und der Nel­len­burg.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Der Jun­ker-Han­sen-Turm, das Wahr­zei­chen der Stadt, von Andre­as Trep­teCC BY 2.5

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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