Online-OFB „Kreischa“ am 09.11.2020 aktualisiert

Das Rathaus (ehemaliges Herrenhaus)
Das Rathaus (ehemaliges Herrenhaus); von Norbert Kaiser; CC BY-SA 2.5

Das Online-OFB „Krei­scha“ wur­de am 9. Novem­ber 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 35.971 Per­so­nen vor­han­den, die in 15.285 Fami­li­en geglie­dert sind. 3857 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 22.08.2020 bearbeitet.

Lage von Kreischa
Lage von Kreischa

Krei­scha (PLZ: 01731) ist eine Gemein­de im Land­kreis Säch­si­sche Schweiz-Osterz­ge­bir­ge in Sach­sen und ist süd­lich von Dres­den im Tal des Lock­witz­ba­ches gelegen.

Die Orts­ge­mein­de von Krei­scha ist in ins­ge­samt 15 Orts­tei­le geglie­dert. Die­se sind: Babis­nau, Bären­klau­se, Brös­gen, Gomb­sen, Kau­tzsch, Kle­ba, Klein­cars­dorf, Krei­scha, Lungk­witz, Quoh­ren, Sai­da, Sobri­gau, Thei­se­witz, Witt­gens­dorf und Zscheck­witz.

Auf Krei­scha­er Flur lie­gen die mög­li­cher­wei­se iden­ti­schen Wüs­tun­gen Olbern­dorf und Pfüt­ze. Olbern­dorf hat­te Anteil an den Flu­ren von Röhrs­dorf. Pfüt­ze hat­te neben Röhrs­dorf auch an den Flu­ren von Witt­gens­dorf, Groß­bort­hen und Gomb­sen Anteil. Die Rit­ter­gü­ter von Röhrs­dorf und Bort­hen übten die Grund­herr­schaft aus.

Kurzinfo zum Online-OFB

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Tho­mas Wer­ner. Das Online-OFB umfasst die die meis­ten Orts­tei­le der Gemein­de Krei­scha: Babis­nau, Bären­klau­se-Kau­tzsch, Brös­gen, Gomb­sen, Kle­ba, Klein­cars­dorf, Lungk­witz, Sobri­gau (nach Dres­den-Leu­b­nitz gepfarrt), Quoh­ren, Sai­da, Thei­se­witz, Zscheck­witz und Herms­dorf am Wilisch (frü­her nach Krei­scha gepfarrt, kein Ortsteil).

Die Idee an der Erstel­lung die­ses Online-OFB ent­stand nach nie­der­ge­schrie­be­ner Aus­sa­ge des Bear­bei­ters Tho­mas Wer­ner durch Gesprä­che mit der frü­he­ren Orts­chro­nis­tin von Krei­scha – Her­mi­ne Hof­mann -, die im Janu­ar 2015 im Alter von 79 Jah­ren gestor­ben ist. Aus den Gesprä­chen ent­stand zunächst eine Idee, die sich schließ­lich als Online-OFB umsetz­te und zum sinn­ge­mäß gemein­ten Lebens­werk des Bear­bei­ters wurde.

Der Bear­bei­ter Tho­mas Wer­ner bedien­te sich einer Viel­zahl an Quel­len. Hier­zu ver­wen­de­te er die Kir­chen­bü­cher und die his­to­ri­schen Per­so­nen­stands­re­gis­ter von Krei­scha, Infor­ma­tio­nen bereits bestehen­der Orts­fa­mi­li­en­bü­cher der unmit­tel­bar umlie­gen­den Gemein­den, etli­chen Zei­tungs­ar­chi­ven und Infor­ma­tio­nen aus dem Grab­stein­pro­jekt des Ver­eins für Com­pu­ter­ge­nea­lo­gie. Grund­le­gend sind fol­gen­de Quel­len zu nennen:

  • Krei­scha­er Dorf­zei­tung 1847 (nicht vollständig),
  • Krei­scha­er Dorf­zei­tung 1848 (gebun­den),
  • Krei­scha­er Vater­län­di­sche Dorf­zei­tung Nr. 20/​1848 (18.5.1848) bis Nr. 23/​1848 (8.6.1848),
  • Abkün­di­gungs­buch Krei­scha Ostern 1819 – 1828 (Pfar­rer Hof­mann 1818 – 1839),
  • Abkün­di­gungs­buch Krei­scha III. 1829 – 1837 (Pfar­rer Hof­mann 1818 – 1839),
  • Abkün­di­gungs­buch IV. Krei­scha 1846 – 1858,
  • Abkün­di­gungs­buch V. Krei­scha 1858 – 1867,
  • Ver­mel­dungs­buch VII. Krei­scha 1867 – 1874,
  • Ver­mel­dungs­buch VIII. Krei­scha 1874 – 1880,
  • Regis­ter Auf­ge­bo­te Krei­scha 1790 – 1831,
  • Katas­ter­buch Paro­chie Krei­scha 1780,
  • Gemein­de­buch Theisewitz/​Brösgen/​Kleba 1838 – 1952,
  • Gemein­de­buch Quoh­ren 1856 – 1951,
  • Erb­re­gis­ter des Adolph Fried­rich von Below, Besit­zer Rit­ter­gut Lungk­witz (Amts­haupt­mann zu Pirna),
  • Steu­er­ka­tas­ter Lungk­witz 1774,
  • Bote vom Wilisch, Jahr­gang 1929 (gebun­den),
  • Kir­chen­vi­si­ta­tio­nen Krei­scha 1673, 1765, 1766, 1769,
  • Bau des neu­en Schul­ge­bäu­des 1766, 1878, 1885, 1892, 1899, 1900, 1905, 1912,
  • Manu­skript vom Rit­ter­gut Zscheck­witz 1768 – 1779 von Greven,
  • Haupt­lis­te zur Woh­nungs­bau­ab­ga­be Krei­scha 1921 – 1922,
  • Stan­des­amt Krei­scha, Geburts­re­gis­ter (1876 – 1957) Hei­rats­buch (1876 – 1938)- und Ster­be­re­gis­ter (1876 – 1937), Stand­ort im Kreis­ar­chiv Pirna.
  • Bote vom Wilisch, spä­ter Krei­scha­er Bote,
  • Online-Quel­len von www​.myhe​ri​ta​ge​.de, www​.ances​try​.de, www​.sz​-trau​er​.de, www​.fami​ly​se​arch​.org
  • Kir­chen­buch Lock­witz, Trau­buch 1800 – 1875 (Bücher vor 1757 verbrannt),
  • Kir­chen­buch Leu­b­nitz (Ein­trä­ge betref­fend Sobri­gau, Bücher nach 1823 ver­brannt), Trau­buch 1777 – 1823, Tauf­buch 1755 – 1823, Bestat­tungs­buch 1697 – 1823.

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB ist im Bezug auf sei­ner Ent­ste­hung und der ver­wen­de­ten Quel­len sehr infor­ma­tiv und aus­führ­lich. Etwas stö­rend beim Lesen sind lei­der die satz­wei­sen Absät­ze, die man in der zwei­ten Hälf­te des ein­lei­ten­den Text fin­det. Die­se könn­te man mehr zu grö­ße­ren Absät­zen bün­deln, die mehr Sät­ze beinhalten.

Der Leser wird wahr­schein­lich eine his­to­ri­sche Zusam­men­fas­sung des Ortes ver­mis­sen oder viel­leicht die eine oder ande­re Erwäh­nung einer bekann­ten Sehens­wür­dig­keit von Krei­scha. Denn die­se Infor­ma­tio­nen könn­ten die Wer­tig­keit des ein­lei­ten­den Texts im Online-OFB erhö­hen. Auch wäre es gut, wenn man 1 – 3 klei­ne Bil­der von Krei­scha im ein­lei­ten­den Text wie­der­fin­den wür­de. Eine sta­tis­ti­sche Aus­wer­tung wäre eben­falls mög­lich, da aus­rei­chen­des Daten­ma­te­ri­al ver­füg­bar ist. Das stellt jedoch kein Muss dar und ist nur optio­nal. Posi­tiv ist auch zu erwäh­nen, dass es im Online-OFB auch eine eige­ne Foto­lis­te gibt.

Das Online-OFB wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm GES-2000 bearbeitet.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Im Jah­re 1282 fand sich die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung des Ortes im Namen eines Hein­ri­cus de Kry­schowe. Der Orts­na­me kann von alt­sla­wi­schen Wur­zeln als „Dorf des Krum­men, Lah­men“ inter­pre­tiert werden.

Das Dorf Krei­scha bestand ursprüng­lich aus fol­gen­den Ortsteilen:

  • Nie­der­krei­scha: ein Rei­hen­dorf mit Guts­blö­cken und Blockparzellen;
  • Mit­tel­krei­scha: ein ein­rei­hi­ges Wald­hu­fen­dorf; und
  • Ober­krei­scha:, eben­falls ein ein­rei­hi­ges Waldhufendorf.
Wappen der Gemeinde Kreischa
Wap­pen der Gemein­de Krei­scha; gemeinfrei

Im Jah­re 1378 gehör­te der Ort zum cas­trum Dres­den, um 1440 wohl an der Gren­ze der Pfle­ge Doh­na und der Pfle­ge Dres­den. Im Jah­re 1539 wur­de die ers­te (luthe­ri­sche) Kirch­ge­mein­de in Krei­scha erwähnt. Im Jah­re 1547 ist die Grund­herr­schaft auf zwei Rit­ter­gü­ter Ober­krei­scha und Unter­krei­scha auf­ge­teilt. Von 1547 bis 1856 gehör­te Ober­krei­scha (1620: „Gros Kreu­scha“) zum Amt Dres­den, das vor­mals doh­nai­sche Unter­krei­scha („Klein Kreu­scha“) sowie der zum Rit­ter­gut Zehis­ta gehö­ri­ge Grund zum Amt Pir­na. Im Jah­re 1834 erhielt der Ort Markt­rech­te. Im Jah­re 1856 gehör­te Krei­scha zum Gerichts­amts­be­zirk Dip­pol­dis­wal­de und von 1875 bis 1952 zur Amts­haupt­mann­schaft Dip­pol­dis­wal­de. In die­ser Zeit ent­wi­ckel­te sich der Ort zur Som­mer­fri­sche und zum Luft­kur­ort vor den Toren Dres­dens. Durch den Lock­witz­grund wur­de eine Über­land­stra­ßen­bahn, die „Lock­witz­tal­bahn“, gebaut, die von 1904 bis 1977 in Betrieb war.

Im Jah­re 1952 wur­den Krei­scha und die heu­ti­gen Orts­tei­le Teil des Krei­ses Frei­tal (spä­ter Land­kreis). Ein­ge­mein­det wur­den 1973 die Gemein­den Gomb­sen, Klein­cars­dorf, Lungk­witz, Quoh­ren und Theisewitz.

Im Jah­re 1994 wur­den die Gemein­den Bären­klau­se-Kau­tzsch und Sobri­gau ein­ge­mein­det und Krei­scha wur­de Teil des neu­ge­bil­de­ten Wei­ße­ritz­krei­ses. Im Jah­re 2001 wur­de die evan­ge­li­sche Kirch­ge­mein­de Krei­scha in das Kirch­spiel Pos­sen­dorf-Krei­scha inte­griert. Im Jah­re 2008 wur­de die Gemein­de Krei­scha Teil des neu­ge­bil­de­ten Land­krei­ses Säch­si­sche Schweiz-Osterzgebirge.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Das Rat­haus (ehe­ma­li­ges Her­ren­haus); von Nor­bert Kai­serCC BY-SA 2.5

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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