Online-OFB „Neuenhaus“ am 03.10.2020 aktualisiert

Kupferstich der Stadtansicht Neuenhaus' von Matthäus Merian in Topographia Westphaliae von 1647
Kupferstich der Stadtansicht Neuenhaus' von Matthäus Merian in Topographia Westphaliae von 1647; gemeinfrei

Das Online-OFB „Neu­en­haus“ wur­de am 3. Okto­ber 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 20.363 Per­so­nen vor­han­den, die in 6.656 Fami­li­en geglie­dert sind. 438 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 23.05.2015 bear­bei­tet.

Geografische Lage

Lage von Neuenhaus
Lage von Neu­en­haus

Neu­en­haus (PLZ: 49828) ist eine Stadt und Sitz der Samt­ge­mein­de Neu­en­haus im Land­kreis Graf­schaft Bent­heim in Nie­der­sach­sen und hat rund 10.000 Ein­woh­ner. Neu­en­haus liegt an der Vech­te und Din­kel in der Nähe zur Gren­ze zu Nie­der­lan­de.

Kurzinfo zum Online-OFB

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Jan-Hin­drik Boer­rig­ter vom Arbeits­kreis Fami­li­en­for­schung der Ems­län­di­schen Land­schaft (AFEL). Das Online-OFB wur­de zuvor von Theo Davina betreut und im Jahr 2004 ver­öf­fent­licht. Theo Davina ver­starb lei­der im Jahr 2001. Dar­auf­hin über­nahm Jan-Hin­drik Boer­rig­ter die wei­te­re Betreu­ung.

Die Quel­len des Online-OFB sind bis die Kir­chen­bü­cher der evan­ge­lisch-refor­mier­ten und der katho­li­schen Gemein­de. Für die evang­lisch-refor­mier­te Gemein­de wur­den fol­gen­de Regis­ter ver­wen­det:

  • Tau­f­re­gis­ter ab 1664
  • Kon­fir­man­den ab 1660
  • Hei­rats­re­gis­ter ab 1664
  • Begra­be­ne ab 1664

Für die katho­li­sche Gemein­de wur­den fol­gen­de Regis­ter ver­wen­det:

  • Tau­f­re­gis­ter ab 1676
  • Hei­rats­re­gis­ter ab 1697 (Lücke 1810 – 1813)
  • Ster­be­re­gis­ter ab 1798 (Lücke 1825 – 1830)

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB unter­teilt sich in 3 Abschnit­te. Der ers­te Abschnitt gibt einen kur­zen his­to­ri­schen Abriss der Geschich­te von Neu­en­haus im Bezug auf die Kir­chen­ge­mein­de wie­der. Der zwei­te Abschnitt stellt zwei Bil­der zur Ansicht bereit und der drit­te Abschnitt lis­tet die ver­wen­de­ten Quel­len des Online-OFB auf und geht auf die Kon­takt­mög­lich­kei­ten des Betreu­ers für das Online-OFB näher ein.

Der ein­lei­ten­de Text lie­ße sich durch eine sta­tis­ti­sche Aus­wer­tung der ent­hal­te­nen Per­so­nen­da­ten auf­wer­ten, was jedoch kein Muss ist, aber einen guten Ein­blick in die Gesamt­be­völ­ke­rung von Neu­en­haus der letz­ten Jahr­hun­der­te geben kann.

Das Online-OFB „Neu­en­haus“ wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm PRO-GEN bear­bei­tet.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und ange­passt.

Wappen der Stadt Neuenhaus
Wap­pen der Stadt Neu­en­haus; gemein­frei

Neu­en­haus ist eine Grün­dung des Bent­hei­mer Gra­fen Johan­nes II. aus dem Jah­re 1317, der an der Han­dels­stra­ße zwi­schen Müns­ter und Ams­ter­dam die Burg Din­kel­ro­de zu deren Siche­rung errich­ten ließ. Der Name der Burg bezieht sich auf den Fluss Din­kel, der dort in die Vech­te mün­det. 1328 wird die Burg – um sie von der nahe gele­ge­nen Burg Bent­heim zu unter­schei­den – als et nye hus (das Neue Haus) bezeich­net, 1369 als Nyen­huß und 1457 Nyen­hueß. Es liegt ein Kom­po­si­tum aus dem mit­tel­nie­der­deut­schen Wort nie, nige, nig­ge für neu und hüs für Haus (/-hau­sen) vor.

Im 15. Jahr­hun­dert wur­de die schnell wach­sen­de Sied­lung, der 1369 Stadt­rech­te ver­lie­hen wor­den waren, durch Wäl­le und Stadt­grä­ben befes­tigt; Zugang erfolg­te nur durch die vier Stadt­to­re Ülser, Veld­hü­ser, Diek- und Prin­sen­po­or­te. Daher muss­te Gene­ral Carl von Raben­haupt im Zwei­ten Hol­län­di­schen Krieg zunächst 16 Brü­cken über die­se Grä­ben schla­gen las­sen, bevor er am 28. März 1674 die Stadt ein­neh­men konn­te.

Die Stadt ver­füg­te ab 1860 über ein Amts­ge­richt und wei­te­re Behör­den, die nach dem Zwei­ten Welt­krieg schritt­wei­se in die Kreis­stadt Nord­horn ver­legt wur­den. 1953 beschloss der nie­der­säch­si­sche Land­tag, dass Nord­horn ein eige­nes Amts­ge­richt erhal­ten soll­te, das 1955 eröff­net wur­de. Wegen des dadurch erfolg­ten Rück­gangs der Fäl­le schloss das Amts­ge­richt Neu­en­haus (eben­so wie das Amts­ge­richt Bent­heim) am 1. Juli 1973. Bei­de Bezir­ke wur­den dem Amts­ge­richt Nord­horn zuge­wie­sen.

Am 1. Juli 1970 wur­den die Gemein­den Gras­dorfHil­ten und Veld­hau­sen, das bereits im 10. Jahr­hun­dert bestand, ein­ge­glie­dert. Die­ser Zusam­men­schluss erfolg­te gegen den Wil­len der Stadt Neu­en­haus und wur­de vom Nie­der­säch­si­schen Land­tag in Han­no­ver beschlos­sen.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Kup­fer­stich der Stadt­an­sicht Neu­en­haus‘ von Mat­thä­us Meri­an in Topo­gra­phia West­pha­liae von 1647; gemein­frei

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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