Online-OFB „Dramburg (Kreis)“ am 16.10.2020 veröffentlicht

Gut Friedrichsdorf um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Gut Friedrichsdorf um 1860, Sammlung Alexander Duncker; gemeinfrei

Das Online-OFB „Dram­burg (Kreis)“ wur­de am 16. Okto­ber 2020 ver­öf­fent­licht. Der­zeit sind 3.070 Per­so­nen vor­han­den, die in 1.320 Fami­li­en geglie­dert sind.

Geografische Lage

Lage von Dramburg
Lage von Dramburg

Der Land­kreis Dram­burg, bis 1939 Kreis Dram­burg, war ein preu­ßi­scher Land­kreis, der bis 1816 zur Mark Bran­den­burg und danach bis 1945 zur Pro­vinz Pom­mern gehör­te. Das Land­rats­amt befand sich in der Stadt Dram­burg. Das ehe­ma­li­ge Kreis­ge­biet gehört heu­te zum Powi­at Draw­ski in der pol­ni­schen Woi­wod­schaft West­pom­mern.

Kurzinfo zum Online-OFB

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Tino Run­ge im Rah­men sei­ner Ver­eins­ak­ti­vi­tä­ten für Pom­mer­scher Greif e. V. Er ist dort u. a. ande­rem Ansprech­part­ner für den Kreis Bel­gard und betreibt die Web­sei­ten Hei­mat­sei­ten Bel­gard.

Bei dem Online-OFB han­delt es im Spe­zi­el­len eigent­lich um eine Gebiets­fa­mi­li­en­buch, statt um ein Orts­fa­mi­li­en­buch. Das Online-OFB befin­det sich um Auf­bau. Der Betrei­ber des Online-OFB hat es zum Ziel gesetzt, die frü­he­ren Per­so­nen auf dem Kreis Dram­burg zu ver­fas­sen. Als Quel­len ver­wer­tet er dabei die ver­füg­ba­ren Stan­des­äm­ter, Kir­chen- und Adress­bü­cher, Daten aus Ahnen­päs­sen, Stamm­bäu­men, Kreis­blät­tern und pri­va­ten Aufzeichnungen.

Das Online-OFB wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm Ages bearbeitet.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

In der nach­mit­tel­al­ter­li­chen Zeit bil­de­te sich in der Mark Bran­den­burg eine Glie­de­rung in Krei­se her­aus. Einer die­ser his­to­ri­schen Krei­se war der Dram­bur­gi­sche Kreis bzw. Kreis Dram­burg, der einen der vier soge­nann­ten Hin­ter­krei­se in der Neu­mark bil­de­te. Im Rah­men der preu­ßi­schen Ver­wal­tungs­re­for­men nach dem Wie­ner Kon­gress wech­sel­te der Kreis Dram­burg 1816 aus der Neu­mark in den Regie­rungs­be­zirk Kös­lin der Pro­vinz Pom­mern. Dabei gab der Kreis Dram­burg 20 Dör­fer an den Kreis Saat­zig und fünf Dör­fer an den Kreis Regen­wal­de ab.

Seit dem 1. Juli 1867 gehör­te der Kreis zum Nord­deut­schen Bund und ab 1. Janu­ar 1871 zum Deut­schen Reich. Zum Kreis gehör­ten 1871 die drei Städ­te Dram­burgFal­ken­burg und Kal­lies, 56 Land­ge­mein­den und 51 Guts­be­zir­ke. Am 28. März 1878 wur­den die Land­ge­mein­den Alt Lobitz und Zadow und der Guts­be­zirk Zadow aus dem Kreis Dram­burg in den west­preu­ßi­schen Kreis Deutsch Kro­ne umgegliedert.

Zum 30. Sep­tem­ber 1929 fand im Kreis Dram­burg ent­spre­chend der Ent­wick­lung im übri­gen Preu­ßen eine Gebiets­re­form statt, bei der alle selbst­stän­di­gen Guts­be­zir­ke bis auf einen auf­ge­löst und benach­bar­ten Land­ge­mein­den zuge­teilt wur­den. Am 1. Okto­ber 1932 wur­den die Land­ge­mein­den Labenz, Nutha­gen und Rüt­zow aus dem auf­ge­lös­ten Kreis Schi­vel­bein in den Kreis Dram­burg umgegliedert.

Am 1. Okto­ber 1938 wur­de der Kreis Dram­burg aus dem Regie­rungs­be­zirk Kös­lin in den Regie­rungs­be­zirk Grenz­mark Posen-West­preu­ßen umge­glie­dert und zum 1. Janu­ar 1939 erhielt der Kreis Dram­burg ent­spre­chend der jetzt reichs­ein­heit­li­chen Rege­lung die Bezeich­nung Land­kreis.

Im Früh­jahr 1945 wur­de das Gebiet des Land­krei­ses von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegs­en­de wur­de das Kreis­ge­biet im Som­mer 1945 von der sowje­ti­schen Besat­zungs­macht unter pol­ni­sche Ver­wal­tung gestellt. In der Fol­ge­zeit wur­de die deut­sche Bevöl­ke­rung aus dem Kreis­ge­biet vertrieben.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Gut Fried­richs­dorf um 1860, Samm­lung Alex­an­der Duncker; gemein­frei

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

2 Antworten

  1. Moin,
    erst ein­mal ein dickes Lob für die­se Web­site. Sie ist wirk­lich sehr gut gelun­gen und informativ.

    Nun zu mei­nem eigent­li­chen Grund des Kom­men­tars: „Online-OFB „Dram­burg (Kreis)“ unter dem Bild ist falsch ver­linkt – die Ver­lin­kung führt zum OFB Coes­feld. (Das ist kein Meckern, son­dern nur ein Hinweis)

    Vie­le Grüße
    Marion

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