Online-OFB „Baltimore, Maryland, USA“ am 09.10.2020 aktualisiert

Zion Church of the City of Baltimore
Zion Church of the City of Baltimore, von Concord; CC BY-SA 3.0

Das Online-OFB „Bal­ti­more, Mary­land, USA“ wur­de am 9. Okto­ber 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 61.758 Per­so­nen vor­han­den, die in 15.554 Fami­li­en geglie­dert sind. 1967 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 16.09.2020 bear­bei­tet.

Geografische Lage

Lage von Baltimore
Lage von Bal­ti­more

Das Online-OFB „Bal­ti­more, Mary­land, USA“ hat eine klei­ne Son­der­stel­lung unter den Online-OFBs, die durch den Ver­ein für Com­pu­ter­ge­nea­lo­gie betreut wer­den. Es gehört neben dem Online-OFB „Chi­ca­go, St. Pau­lus“, dem Online-OFB „St. Johan­nis Kir­che beim White Creek, Bar­tho­lo­mew Coun­ty, India­na, USA“, dem Online-OFB „Hor­se Prai­rie, Ran­dolph Coun­ty, Illi­nois, USA“ und dem Online-OFB „Avis­ton, IL, USA“ zu den­je­ni­gen Online-OFBs, die sich mit deut­schen Gemein­schaf­ten bzw. Ort­schaf­ten auf ame­ri­ka­ni­schen Boden befas­sen. Das Online-OFB „Bal­ti­more, Mary­land, USA“ befasst sich mit der so genann­ten Zion Church of the City of Bal­ti­more.

Die Zion Church of the City of Bal­ti­more (deutsch: Zions­kir­che der Stadt Bal­ti­more; auch Zion Lutheran Church) ist eine evan­ge­lisch-luthe­ri­sche Kir­che und Kir­chen­ge­mein­de in Bal­ti­more. Sie ist die ältes­te Gemein­de, in der seit 1755 ohne Unter­bre­chung in den USA Got­tes­diens­te am sel­ben Ort in deut­scher Spra­che abge­hal­ten wer­den, noch vor der Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung. Sie gehört zur Evan­ge­lisch-Luthe­ri­schen Kir­che in Ame­ri­ka, einer Part­ner­kir­che der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land.

Kurzinfo vom Online-OFB

Hin­ter dem Online-OFB steht ein Team des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­ver­eins für Fami­li­en­kun­de e. V. (NLF), das unter der Pro­jekt­lei­tung von Rai­ner Dör­ry geführt wird. Als Quel­le dien­ten in ers­ter Linie die Kir­chen­bü­cher der Zions­ge­mein­schaft von Bal­ti­more aus dem Zeit­raum vom 1786 bis 1977 unter Berück­sich­ti­gung der daten­schutz­recht­li­chen Vor­ga­ben. Wei­te­re Quel­len sind die Tages­zei­tun­gen aus Bal­ti­more und unmit­tel­ba­rer Umge­bung. Hier sind zu nen­nen:

  • Der Deut­sche Cor­re­spon­dent (1841 – 1918, Tages­zei­tung in Bal­ti­more, deutsch­spra­chig),
  • The Bal­ti­more Sun (eng­lisch­spra­chig),
  • Bal­ti­more Evening Post (1792 – 1793 od. 1805 – 1811, Tages­zei­tung in Bal­ti­more, eng­lisch­spra­chig),
  • und Colum­bi­an Cen­ti­nel (1790 – 1840, Tages­zei­tung im Nord­os­ten der USA, eng­lisch­spra­chig).

Fer­ner wur­den noch fol­gen­de Quel­len ver­wen­det:

  • Health Depart­ment of Bal­ti­more, Todes-Cer­ti­fi­ca­te,
  • Grab­kar­ten­da­tei Bal­tino­re,
  • Grab­be­le­gungs­lis­ten ver­schie­de­ner Fried­hö­fe,
  • Find a Gra­ve,
  • Fami­ly­Se­arch,
  • Cen­sus-Daten,
  • Pas­sa­gier­lis­ten
  • und Kir­chen­bü­cher aus USA und Deutsch­land (Archion).

Der ein­lei­ten­de Text, der im Online-OFB „Bal­ti­more, Mary­land, USA“ zu lesen ist, beinhal­tet die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen über das Online-OFB selbst und dem geschicht­li­chen Hin­ter­grund der Kir­chen­ge­mein­de. Etwas mehr Infor­ma­ti­ons­tie­fe wäre durch­aus noch wün­schens­wert, aber nicht zwin­gend not­wen­dig. Eine sta­tis­ti­sche Aus­wer­tung der ent­hal­te­nen Ein­trä­ge des Online-OFB wird nicht ange­bo­ten.

Bear­bei­tet wur­de das Online-OFB mit genea­lo­gi­schen Pro­gramm GEN_​DO, das inter­net­ba­siert läuft und vom Pro­jekt­lei­ter Albert Emme­rich ent­wi­ckelt wor­den ist.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und ange­passt.

Deut­sche Ein­wan­de­rer lie­ßen sich in Bal­ti­more unmit­tel­bar nach der Grün­dung der Stadt nie­der. Sie hiel­ten ihre Got­tes­diens­te zunächst in der damals ein­zi­gen Kir­che der Stadt, der angli­ka­ni­schen St. Paul’s Church. 1755 grün­de­ten sie unter Füh­rung des Arz­tes Charles Fre­de­rick Wie­sen­thal die „Evan­ge­li­cal Lutheran Con­gre­ga­ti­on at Bal­ti­more Town“; ers­ter Pas­tor wur­de im sel­ben Jahr Johann Bager.

Ihre ers­te Kir­che bau­te die Gemein­de 1762 in der Fish Street, spä­ter in Sara­to­ga umbe­nannt, an der Nord­sei­te des Blocks der heu­ti­gen Kir­che. 1785 wur­de sie um einen Anbau erwei­tert; in die­sem Jahr wur­de sie in den Akten des Minis­te­ri­ums von Penn­syl­va­ni­en auch zum ers­ten Mal Zion Church bezeich­net. 1795 erhielt die Kir­che eine Orgel von David Tan­nen­berg. 1804, zur Zeit ihres vier­ten Pas­tors, Johann Dani­el Kurtz (1763 – 1856), hat­te die Gemein­de 318 Mit­glie­der, das ein­fa­che Got­tes­haus war zu klein gewor­den.

Am 15. Sep­tem­ber 1806 beschloss der Kir­chen­vor­stand, einen Neu­bau zu errich­ten. Die Gemein­de­mit­glie­der spen­de­ten 12.559,60 $; für 8.600 $ kauf­te die Gemein­de ein Grund­stück. Geplant wur­de der Neu­bau von den Archi­tek­ten und Gemein­de­mit­glie­dern Geor­ge Rohr­bach und Johann Machen­hei­mer.

Der Grund­stein wur­de im Jahr 1807 gelegt und der fer­ti­ge Bau am 9. Okto­ber 1808 ein­ge­weiht. Die Back­stein­kir­che erhielt Ein­gän­ge zur Gay Street und an der Süd­sei­te der Kir­che im Stil der Neu­ro­ma­nik; die Fens­ter wur­den neu­go­ti­schem Stil aus­ge­führt. Der auf das Kir­chen­dach auf­ge­setz­te nied­ri­ge Kirch­turm auf qua­dra­ti­scher Grund­flä­che erhielt eine ein­fa­che Glo­cke.

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Zion Church of the City of Bal­ti­more, von Con­cordCC BY-SA 3.0

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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