Familienbuch Fleringen in der WGfF veröffentlicht

Cover des Familienbuchs Fleringen (Vorderseite)
Cover des Familienbuchs Fleringen (Vorderseite)

Ende Sep­tem­ber wur­de das Fami­li­en­buch Fle­rin­gen in der West­deut­schen Gesell­schaft für Fami­li­en­kun­de e. V. (WGfF) ver­öf­fent­licht. In die­sem Bei­trag stel­le ich das neue Orts­fa­mi­li­en­buch ein­mal kurz vor.

Das Orts­fa­mi­li­en­buch trägt den Titel „Fami­li­en­buch der katho­li­schen Pfar­rei St. Lukas Fle­rin­gen 1683 – 1907 mit Ober­hers­dorf, Anzel­ter Hof, Hers­dor­fer Müh­le und Gon­dels­heim (teil­wei­se bis 1798)“. Die Kurz­form des Titels lau­tet „Fami­li­en­buch Fle­rin­gen 1683 – 1907″. Der Autor des Buchs ist Richard Mey­er aus Ober­lauch. Die WGfF ist der Her­aus­ge­ber des Buchs.

Das Orts­fa­mi­li­en­buch behan­delt die katho­li­sche Pfar­rei St. Lukas in der Orts­ge­mein­de Fle­rin­gen, die Orts­tei­le und Wohn­plät­ze Ober­hers­dorf, Anzel­ter Hof und Hers­dor­fer Müh­le von Hers­dorf, sowie teils­wei­se den Orts­teil Gon­dels­heim von Weins­heim. Alle Ort­schaf­ten befin­den sich im Eifel­kreis Bit­burg-Prüm von Rhein­land-Pfalz und gehö­ren der Ver­bands­ge­mein­de Prüm an.

Das „Fami­li­en­buch Fle­rin­gen 1683 – 1907″ ent­hält über 6000 Per­so­nen­ein­trä­ge und mehr als 1600 Fami­li­en­ein­trä­ge, die in 1000 Nach­na­men und 550 Orten regis­triert sind. Das Fami­li­en­buch ist Ende Sep­tem­ber als Soft­co­ver im DIN-B3-For­mat für 24 EUR als Nicht­mit­glied zu erwer­ben. Als WGfF-Mit­glied zahlt man nur 21 EUR. Das gedruck­te Buch umfasst 416 Sei­ten. Die ISBN lau­tet 978 – 3‑86579 – 162‑7. Das Orts­fa­mi­li­en­buch hat ein Gewicht von 0,81 kg. Ein Buch­aus­zug als PDF-Doku­ment mit Vor­wort und Regis­ter ist zum Down­load ver­füg­bar.

Geografische Lage

Geschichtliches

Wappen der Ortsgemeinde Fleringen
Wap­pen der Orts­ge­mein­de Fle­rin­gen; gemeinfrei

Seit frü­hem Mit­tel­al­ter lagen Grund­be­sitz, Grund­herr­schaft, sowie die Hoheits­rech­te in Fle­rin­gen bei der Trie­rer Abtei St. Irmi­nen. Nach jah­re­lan­gen Strei­tig­kei­ten über­ließ die Abtei St. Irmi­nen im Jah­re 1761 die bei­den Dör­fer Fle­rin­gen und Ober­hers­dorf dem Her­zog von Aren­berg für 250 Reichs­ta­ler jähr­li­che Pacht und er erwarb damit als Lehen die Ein­künf­te und Rech­te der Herr­schaft Fleringen.

Die Stock­be­sit­zer zu Fle­rin­gen und Ober­hers­dorf hat­ten nach der Besitz­nah­me des Lan­des durch Frank­reich (1798) den aus­schließ­li­chen Besitz der Wal­dun­gen in Anspruch genom­men und des­halb einen Pro­zess gegen die Gemein­de begon­nen. Der Prä­fekt des Saar­de­par­te­ment erhob dage­gen eine Kon­flikts­kla­ge durch einen Beschluss vom 10. Janu­ar 1807. Auf­grund der Beschlüs­se auf dem Wie­ner Kon­gress (1815) kam Fle­rin­gen zum König­reich Preu­ßen. Im Jah­re 1817 baten die Stock­be­sit­zer das preu­ßi­sche Minis­te­ri­um des Innern, die Kon­fikts­kla­ge zu ent­schei­den bzw. ihr Eigen­tums­recht anzu­er­ken­nen. Das Innen­mi­nis­te­ri­um ent­schied zuguns­ten der Stock­be­sit­zer. Des­halb hat die Gemein­de bis heu­te kei­nen Gemeindewald.

Wäh­rend der Not­zeit in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts wan­der­ten vie­le Ein­woh­ner in Rich­tung USA aus. Der Zwei­te Welt­krieg rich­te­te im Ort erheb­li­che Zer­stö­run­gen an, die heu­te kaum noch sicht­bar sind.

Weiterführende Quellen

Für das Titel wur­de ver­wen­det: Cover­gra­fik des Fami­li­en­buchs Fleringen

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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