Online-OFB „Krasna“ am 05.09.2020 aktualisiert

Hauptstraße von Krasna, Bessarabien
Hauptstraße von Krasna, Bessarabien; von Otto Riehl einscannt, Buchquelle nicht bekannt; CC BY-SA 3.0

Das Online-OFB „Kras­na“ wur­de am 05. Sep­tem­ber 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 23.050 Per­so­nen vor­han­den, die in 5.305 Fami­li­en geglie­dert sind. 1538 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 18.06.2020 bear­bei­tet.

Kras­na (ukrai­nisch: Красне; rus­sisch: Красное Kras­no­je) ist ein Dorf in der ukrai­ni­schen Oblast Odes­sa mit etwa 1300 Ein­woh­nern.

Lage von Krasna (Tarutyne)
Lage von Kras­na (Taru­ty­ne)

Die Bear­bei­ter des Online-OFB sind Otto Riehl und Ted J. Becker. Die Quel­len sind die Kir­chen­bü­cher der katho­li­schen St.-Josef-Kirche in Kras­na. Sie bestehen aus:

  • Tau­fen von 1814 – 1837, 1851 – 1897, 1900 – 1915 von 1918 – 1927,
  • Hei­rat von 1851 – 1914 und
  • Tod von 1918 – 1939.

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB „Kras­na“ gibt zu Beginn ein paar Eck­da­ten zur geschicht­li­chen Ent­ste­hung des Ortes wie­der. Anschlie­ßend wird der par­ti­el­le Erhe­bung des Bevöl­ke­rungs­schicht erwähnt; gefolgt von einer Dank­sa­gung und einer Auf­lis­tung der Quel­len.

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB „Kras­na“ hat für den Inter­es­sier­ten eine aus­rei­chen­de Län­ge, bie­tet jedoch nicht Tie­fe an Infor­ma­tio­nen für jeman­den an, der sich gern inten­si­ver mit der Geschich­te von Kras­na befas­sen möch­te.

Das Online-OFB wird mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm Per­so­nal Ances­tral File bear­bei­tet.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­­­pe­­­dia-Arti­­­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und ange­passt.

Der Ort liegt in der his­to­ri­schen Land­schaft Bes­sa­ra­bi­en. Das Gebiet von Bes­sa­ra­bi­en kam 1812 im Frie­den von Buka­rest vom osma­ni­schen Vasal­len­staat Fürs­ten­tum Mol­dau zusam­men mit dem Bud­schak an das Rus­si­sche Kai­ser­reich. Die Neu­erwer­bung wur­de als Kolo­ni­sa­ti­ons­ge­biet behan­delt und zunächst dem Gene­ral­gou­ver­neur von Neu­russ­land zuge­ord­net. Zar Alex­an­der I. rief in einem Mani­fest von 1813 deut­sche Kolo­nis­ten ins Land, um die neu gewon­ne­nen Step­pen­ge­bie­te in Neu­russ­land zu kolo­ni­sie­ren. Hier grün­de­ten 1814 deut­sche Aus­wan­de­rer aus dem Her­zog­tum War­schau Kras­na, die ihren Ursprung in Baden-Würt­tem­berg, dem Unterel­sass, der Kur­pfalz und dem Saar­ge­biet hat­ten. Der Ort gehört zu den 24 bes­sa­ra­bi­en­deut­schen Mut­ter­ko­lo­nien. Sie wur­den von Ein­wan­de­rern gegrün­det, wäh­rend Toch­ter­ko­lo­nien spä­ter von Bewoh­nern der Mut­ter­ko­lo­nien gegrün­det wur­den. Anfangs wur­de die Kolo­nie mit der Num­mer des Land­stücks im Gesamt­plan der Land­ver­mes­sung bezeich­net, auf dem sie lagen. Kras­na war Step­pe Nr. 7, oft auch als Colo­nia Catho­li­ca bezeich­net. Ab Juli 1817 ergibt sich aus Tauf­buch­ein­tra­gun­gen Kras­nas die Bezeich­nung Konstantinovskaya/​Konstantinschutz. Ab Novem­ber 1817 erhielt das Dorf, in Erin­ne­rung an den Sieg rus­si­scher Trup­pen über die Fran­zo­sen in der Schlacht bei Kras­no­je, den Orts­na­men Kras­na bzw. Kras­ne.

Nach der sowje­ti­schen Beset­zung Bes­sa­ra­bi­ens im Som­mer 1940 schlos­sen sich die bes­sa­ra­bi­en­deut­schen Orts­be­woh­ner im Herbst 1940 der Umsied­lung ins Deut­sche Reich unter dem Mot­to Heim ins Reich an.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Haupt­stra­ße von Kras­na, Bes­sa­ra­bi­en; von Otto Riehl ein­scannt, Buch­quel­le nicht bekannt; CC BY-SA 3.0

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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