Online-OFB „Kostenthal“ am 09.09.2020 aktualisiert

Stadtbild mit Kirchen von Gościęcin
Stadtbild mit Kirchen von Gościęcin; CC BY 3.0

Das Online-OFB „Kos­ten­thal“ wur­de am 9. Sep­tem­ber 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 52.452 Per­so­nen vor­han­den, die in 17.334 Fami­li­en geglie­dert sind. 1986 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 18.05.2020 aktualisiert.

Geografische Lage

Lage von Kostenthal
Lage von Kostenthal

Kos­ten­thal (pol­nisch: Gościęcin) ist ein Dorf im Powi­at Kęd­zier­zyńs­ko-Koziel­ski der Woi­wod­schaft Opo­le in Polen. Als Schul­zen­amt gehört es der Land­ge­mein­de Pawło­wicz­ki an. Das Dorf befin­det sich etwa 12 Kilo­me­ter süd­west­lich der Kreis­stadt Kęd­zier­zyn-Koź­le in der his­to­ri­schen Regi­on Oberschlesien.

Kurzinfo zum Online-OFB

Die Bear­bei­te­rin des Online-OFB ist Doris Bin­c­zek aus Rends­burg. Sie hat unter ande­rem bereits das Online-OFB „Gier­al­to­witz“ und das Online-OFB „Makau und Pol­nisch Kra­warn Kr. Rati­bor“ erstellt. Zum Kirch­spiel Kos­ten­thal gehö­ren die umlie­gen­den Dör­fer Boris­la­witz, Chu­do­ba, Gold­fuß, Dam­nik, Groß Ell­guth, Karch­witz, Kos­ke, Kos­ten­thal, Kir­che St. Bri­xen, Mier­zen­c­zin, Traw­nik, Urba­no­witz, Frei­schol­tis­ei Kos­ten­thal und Widow.

Das Kirch­spiel Kos­ten­thal deckt dabei fol­gen­de Zeit­räu­me ab:

  • Tau­fen 1713 – 1924,
  • Trau­un­gen 1715 – 1759, 1766 – 1870, 1860 – 1932 und
  • Beer­di­gun­gen 1715 – 1760, 1765 – 1940.

Geschichtliches

Das fol­gen­de Unter­ka­pi­tel ist ein Aus­zug aus dem zuge­hö­ri­gen Wiki­­pe­­dia-Arti­­kel (sie­he Quel­len). Die­ser Aus­zug wur­de bei Bedarf für eine schnel­le­re Les­bar­keit unter Umstän­den etwas gekürzt und angepasst.

Im Zuge der Deut­schen Ost­sied­lung ent­stand zu Anfang des 13. Jahr­hun­derts an der Stra­ße Cosel – Leob­schütz das Dorf Kos­ten­thal, das 1221 als Gos­sen­tin erst­mals urkund­lich erwähnt wur­de. Es war nach deut­schem Recht aus­ge­setzt und gehör­te zu den Dör­fern der Leu­bu­ser Props­tei Kasi­mir. Mit der 1225 aus­ge­stell­ten Grün­dungs­ur­kun­de ver­lieh der Oppel­ner Her­zog Kasi­mir I. den deut­schen Sied­lern von Kos­ten­thal jene Pri­vi­le­gi­en, wie sie bereits die Bür­ger von Zülz hat­ten. Bereits für das Jahr 1225 sind deut­sche Kolo­nis­ten in Kos­ten­thal über­lie­fert, deren mit­tel­hoch­deut­sche Mund­art im Gegen­satz zu ande­ren Orten der Gegend im 16. Jahr­hun­dert nicht sla­wi­siert wur­de, wes­halb sich der Kos­tentha­le­ri­sche, schle­sisch-deut­sche Dia­lekt als Sprach­in­sel erhal­ten konnte.

1742 wur­de Kos­ten­thal mit dem größ­ten Teil Schle­si­ens preu­ßisch und 1816 dem Land­kreis Cosel zuge­ord­net. Auch im 19. Jahr­hun­dert war das Hand­werk bedeu­tend für Kos­ten­thal – die vie­len Hand­wer­ker hat­ten sich in zwei Innun­gen zusammengeschlossen.

Bei der Volks­ab­stim­mung in Ober­schle­si­en am 20. März 1921 wur­den in Kos­ten­thal 1034 Stim­men für den Ver­bleib bei Deutsch­land abge­ge­ben, 18 Stim­men waren für den Anschluss an Polen. Folg­lich ver­blieb das Dorf in der Wei­ma­rer Republik.

Der Zwei­te Welt­krieg ende­te für Kos­ten­thal 1945, als der Ort von der Roten Armee besetzt und unter pol­ni­sche Ver­wal­tung gestellt wur­de, die dem Ort den Namen Gościęcin gab. Der Groß­teil der deutsch­spra­chi­gen Ein­woh­ner Kos­tenthals war geflo­hen oder wur­de in der Fol­ge ver­trie­ben, im Gegen­satz zu den umlie­gen­den, zwei­spra­chi­gen Dör­fern konn­te sich des­halb kei­ne nen­nens­wer­te deut­sche Min­der­heit halten.

Von 1945 bis 1975 war Gościęcin Haupt­ort einer eige­nen pol­ni­schen Gemein­de (gmi­na).

Weiterführende Quellen

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Stadt­bild mit Kir­che von Gościęcin; von Ralf Lotys; CC BY 3.0

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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