Ortssippenbuch Heidelsheim 1650 – 1989 im Cardamina-Verlag erschienen

Cover des Ortsfamilienbuchs zu Heidelsheim
Cover des Ortsfamilienbuchs zu Heidelsheim

Im Car­da­mi­na-Ver­lag ist im Juli 2020 das Orts­fa­mi­li­en­buch Hei­dels­heim 1650 – 1989 vom Maria M. Schlitz erschie­nen. Die­ser Bei­trag infor­miert über wei­te­re Anga­ben zu die­sem Orts­fa­mi­li­en­buch.

Hei­dels­heim (PLZ: 76646) ist ein Stadt­teil von Bruch­sal im Land­kreis Karls­ru­he in Baden-Würt­tem­berg, durch den der Saal­bach fließt. Bis Sep­tem­ber 1974 war es eine eige­ne Gemein­de.

Das aktu­el­le Orts­fa­mi­li­en­buch Hei­dels­heim 1650 – 1989 wur­de von Maria M. Schlitz bear­bei­tet und ver­fasst. Das Werk umfasst 1.744 Sei­ten in 2 Bän­den und ent­hält 17.260 Fami­li­en­ein­trä­ge. Die genaue­re Anzahl der dar­in ent­hal­te­nen Per­so­nen sind lei­der nicht bekannt, dürf­te jedoch bei 30.000 – 45.000 Per­so­nen lie­gen. Das Orts­fa­mi­li­en­buch besitzt das For­mat DIN-A4 und die zuge­hö­ri­ge ISBN lau­tet 978 – 3‑86424 – 508‑4. Das Orts­fa­mi­li­en­buch ist in Rei­he Deut­scher Ortsfamilienbücher/​Ortssippenbücher unter der Num­mer 02.238 gelis­tet.

Die Ver­fas­se­rin Maria M. Schlitz hat bereits frü­her das Orts­fa­mi­li­en­buch „Bruch­sal“ ver­fasst. Die­ses Orts­fa­mi­li­en­buch umfass­te 10 Bän­de mit ins­ge­samt über 10.600 Sei­ten und gab alter­na­tiv auch als CD-ROM-Aus­ga­be.. Es erschien im Jahr 2015 und ist heu­te lei­der ver­grif­fen.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Ältes­te Sied­lungs­spu­ren in der unmit­tel­ba­ren Umge­bung stam­men aus der Zeit zwi­schen 2000 v. Chr. und 400 v. Chr. Vor der Römer­zeit war die Gegend von Kel­ten besie­delt. Hier ver­lief eine Römer­stra­ße von Ubstadt über Augs­burg nach Vero­na. Bekannt ist außer­dem ein aus dem zwei­ten nach­christ­li­chen Jahr­hun­dert stam­men­der römi­scher Guts­hof.

Nicht belegt ist der Ursprung der Stadt, die nach einer Sage durch den Ale­man­nen­her­zog Heydolf um 259 gegrün­det wor­den sein soll. Sicher ist, dass sich hier nach 400 n. Chr. eine ale­man­ni­sche oder frän­ki­sche Sied­lung mit einer Grab­an­la­ge im Bereich des heu­ti­gen Fried­ho­fes befand.

Unter dem Namen „Heidol­fes­heim“ wur­de Hei­dels­heim im Jahr 770 im Lor­scher Codex erst­mals urkund­lich erwähnt. Ver­mut­lich wur­de der Ort bereits unter dem Stauf­erkai­ser Fried­rich Bar­ba­ros­sa um 1160 zur Reichs­stadt erho­ben.

In der Fol­ge wur­de die Stadt wie­der­holt ver­pfän­det, dar­un­ter mehr­fach auch an die Mark­graf­schaft Baden und an die Kur­pfalz, was zu teil­wei­se bewaff­ne­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Besitz­rech­te führ­te. 1463 fällt Hei­dels­heim schließ­lich an die Kur­pfalz. Um 1530 erreich­te die Refor­ma­ti­on Hei­dels­heim. Die Stadt­kir­che wur­de in den Jahr­hun­der­ten danach von Katho­li­ken, Refor­mier­ten und Luthe­ra­nern gemein­sam genutzt. Im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg wur­de Hei­dels­heim mehr­fach von kai­ser­li­chen Trup­pen, Fran­zo­sen und Schwe­den erobert, was sich auch auf die Bevöl­ke­rung nie­der­schlug. Von ca. 1200 Bewoh­nern leb­ten am Ende des Krie­ges noch etwa 310.

Am 12. August 1689 wur­de die Stadt von fran­zö­si­schen Trup­pen nahe­zu voll­stän­dig zer­stört, die Bevöl­ke­rungs­zahl fiel auf rund 50.

1803 fiel Hei­dels­heim nach Auf­lö­sung der Kur­pfalz an Baden. Fünf­zig Jah­re spä­ter erhielt die Stadt durch die Würt­tem­ber­gi­sche West­bahn (Bie­tig­heim – Bruch­sal) einen Bahn­an­schluss.

1935 wur­den Hei­dels­heim die Stadt­rech­te ent­zo­gen. 1952 ver­lieh die Lan­des­re­gie­rung von Würt­tem­berg-Baden Hei­dels­heim wie­der den Stadt­ti­tel. Im Zuge der Kreis- und Gemein­de­re­form wur­de Hei­dels­heim am 1. Okto­ber 1974 trotz hart­nä­cki­gen Wider­stan­des der Bevöl­ke­rung gegen die Ein­ge­mein­dung zum Stadt­teil von Bruch­sal.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel wur­de ver­wen­det: Cover­gra­fik vom Car­da­mi­na-Ver­lag

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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