Online-OFB „Vaihingen“ am 20.08.2020 aktualisiert

Vaihingen um 1684 im Forstlagerbuch
Vaihingen um 1684 im Forstlagerbuch von Andreas Kieser; gemeinfrei

Das Online-OFB „Vai­hin­gen“ wur­de am 20. August 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 34.517 Per­so­nen vor­han­den, die in 10.642 Fami­li­en geglie­dert sind. 2752 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 17.06.2020 aktua­li­siert.

Vai­hin­gen an der Enz (PLZ: 71665) ist eine Stadt in Baden-Würt­tem­berg, etwa 24 Kilo­me­ter nord­west­lich von Stutt­gart und 20 Kilo­me­ter öst­lich von Pforz­heim, an der Enz gele­gen. Die Stadt ist nach Lud­wigs­burg, Bie­tig­heim-Bis­sin­gen und Korn­west­heim die viert­größ­te Stadt des Land­krei­ses Lud­wigs­burg und bil­det ein Mit­tel­zen­trum für die umlie­gen­den Gemein­den. Seit dem 1. Janu­ar 1973 ist Vai­hin­gen an der Enz Gro­ße Kreis­stadt.

Vai­hin­gen an der Enz besteht aus den neun Stadt­tei­len: AurichEnsin­genEnzwei­hin­genGün­del­bachHor­r­heimKlein­glatt­bachRietRoß­wag und Vai­hin­gen an der Enz. Die räum­li­chen Gren­zen der Stadt­tei­le sind iden­tisch mit denen der frü­her selbst­stän­di­gen Gemein­den glei­chen Namens. Die offi­zi­el­le Benen­nung der Stadt­tei­le erfolgt durch vor­an­ge­stell­ten Namen der Stadt und mit Bin­de­strich ver­bun­den nach­ge­stellt der Name der Stadt­tei­le.

Zum Stadt­teil Aurich gehö­ren das Dorf Aurich sowie die abge­gan­ge­ne Ort­schaft „Auf Wei­ler“. Zum Stadt­teil Ensin­gen gehö­ren das Dorf Ensin­gen sowie die abge­gan­ge­ne Ort­schaft Schwei­ne­mühl. Zum Stadt­teil Enzwei­hin­gen gehö­ren das Dorf Enzwei­hin­gen, der Wei­ler Pul­ver­din­gen, das Gehöft Lein­fel­der Hof und die Häu­ser Neu­müh­le und Rie­ter Tal. Zum Stadt­teil Gün­del­bach gehö­ren das Dorf Gün­del­bach und die her­zog­li­che Domä­ne Stein­bach­hof, sowie die abge­gan­ge­ne Ort­schaft Manin­cho­ven. Zum Stadt­teil Hor­r­heim gehö­ren das Dorf Hor­r­heim sowie die abge­gan­ge­nen Ort­schaf­ten Alten- und Jun­gen­gu­cken­hau­sen. Zum Stadt­teil Klein­glatt­bach gehört das Dorf Klein­glatt­bach. Zum Stadt­teil Riet gehö­ren das Dorf Riet sowie die abge­gan­ge­ne Ort­schaft Win­ter­geis­lin­gen. Zum Stadt­teil Roß­wag gehö­ren das Dorf Roß­wag und das Haus See­müh­le. Zum Stadt­teil Vai­hin­gen an der Enz gehört die Stadt Vai­hin­gen an der Enz.

Lage von Vaihingen
Lage von Vai­hin­gen

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Lutz Traut­mann, der eben­falls das Online-OFB „Enzwei­hin­gen“ bear­bei­tet. Die Daten für die Quel­len stam­men ursprüng­lich von Dr. Max Frank. Lei­der ver­starb die­ser im Jahr 2006, noch bevor er die Daten zu einem Online-OFB zusam­men­fas­sen konn­te. Anschlie­ßend über­nahm Ramo­na Schmidt die wei­te­re Bear­bei­tung. Im Jahr 2008 wur­de schließ­lich die­ses Online-OFB ver­öf­fen­ticht. Im Jahr 2019 über­nahm Lutz Traut­mann über­nahm die anschlie­ßen­de Betreu­ung und Bear­bei­tung des Online-OFB.

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB ist rela­tiv kurz gehal­ten und­in­vie­le Absät­ze unter­teilt, die meist 2 – 3 Sät­ze beinhal­ten. In den ers­ten Absät­zen wird erwähnt, wo sich Vai­hin­gen and der Enz genau befin­det und wel­che Stadt-/Orts­tei­le zu Vai­hin­gen an der Enz gehö­ren. Ach­lie­ßend folgt ein sehr kur­zer und knap­per Abriss aus der Stadt­ge­schich­te und eine Auf­zäh­lung, wel­che Kir­chen­ge­mein­den es heu­te gibt.

Das Online-OFB wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm Ahnen­blatt bear­bei­tet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Eine Besied­lung der Gegend um Vai­hin­gen ist seit dem Früh­neo­li­thi­kum nach­weis­bar. Gra­bun­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re haben eine gro­ße Sied­lung sowie zahl­rei­che Bestat­tun­gen der Linear­band­ke­ra­mik frei­ge­legt.

Gegen Ende des 3. Jahr­hun­derts nach Chris­tus dran­gen Ala­man­nen in das römisch domi­nier­te Neckar­be­cken ein und grün­de­ten die meis­ten heu­ti­gen Ort­schaf­ten. Um 500 wur­de das Gebiet um Vai­hin­gen frän­kisch, chris­tia­ni­siert und dem Bis­tum Spey­er ein­ver­leibt. Bei der um 750 von Karl­mann vor­ge­nom­me­nen Glie­de­rung in Gau­graf­schaf­ten wur­de Vai­hin­gen dem Enz­gau zuge­ord­net und ent­wi­ckel­te sich zum Haupt­ort die­ser Graf­schaft.

Die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung Vai­hin­gens könn­te schon 779 zusam­men mit Grü­nin­gen und Hoch­dorf an der Enz in einer Urkun­de über eine Schen­kung des frän­ki­schen Enz­gau-Gra­fen Kuni­bert an das Klos­ter Ful­da erfolgt sein. Es ist jedoch nicht zwei­fels­frei geklärt, ob es sich dabei um Vai­hin­gen an der Enz oder um das im Spät­mit­tel­al­ter abge­gan­ge­ne Vöhin­gen bei Schwie­ber­din­gen han­del­te. Der Stadt­teil Riet wur­de im Jahr 812 erst­mals im Lor­scher Codex urkund­lich erwähnt.

Um 1230 leg­te Graf Gott­fried von Vai­hin­gen (1189 – 1234) zwi­schen der schon 1096 erwähn­ten Burg Vai­hin­gen (dem heu­ti­gen Schloss Kal­ten­stein) und der dörf­li­chen Sied­lung bei der Peters­kir­che die Stadt Vai­hin­gen an. 1252 wur­de Vai­hin­gen in einer Urkun­de aus­drück­lich als Stadt bezeich­net. Durch sei­ne Ehe mit Agnes, Allein­er­bin des edel­frei­en Bel­rein von Esels­berg, konn­te Graf Kon­rad II. von Vai­hin­gen ter­ri­to­ria­le Zuge­win­ne am Rand des Strom­bergs ver­bu­chen und die Schutz­vog­tei über Klos­ter Rechents­ho­fen über­neh­men, die er zur Fami­li­en­grab­le­ge mach­te. Die im Erbe inbe­grif­fe­ne Burg Esels­berg wur­de spä­ter zum Haupt­sitz der Gra­fen.

Nach dem Stadt­brand von 1291 ver­kauf­ten die Vai­hin­ger Gra­fen gro­ße Tei­le ihres Besit­zes. Stadt und Burg Vai­hin­gen kamen über den Mark­gra­fen von Baden 1334 an die Gra­fen von Oettin­gen und 1339 an die Gra­fen von Würt­tem­berg. Vai­hin­gen wur­de würt­tem­ber­gi­sche Amts­stadt, 1758 Ober­amts­stadt.

Unter Kai­ser Karl V. wur­de 1519 Her­zog Ulrich von Würt­tem­berg aus sei­nem Land ver­trie­ben. Neu­er Lan­des- und somit auch Stadt­herr war Kai­ser Karl V., der Würt­tem­berg sei­nem Bru­der Fer­di­nand abtrat. Mit Hil­fe evan­ge­li­scher Fürs­ten erober­te 1534 Her­zog Ulrich sein Land zurück und führ­te die Refor­ma­ti­on ein, Vai­hin­gen wur­de Sitz eines Deka­na­tes. Im Schmal­kal­di­schen Krieg (1546 – 1547) wur­de Vai­hin­gen 1547 von spa­ni­schen Trup­pen besetzt.

Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg (1618 – 1648) brach­te auch in Vai­hin­gen Not und Elend. Wech­sel­wei­se waren Trup­pen der Pro­tes­tan­ten und der Katho­li­ken in Vai­hin­gen ein­quar­tiert. Durch Plün­de­rung und Requi­rie­run­gen kamen Acker­bau und Han­del zum Erlie­gen, es ent­stan­den Hun­gers­nö­te. 1635 wüte­te die Pest, was die Ein­woh­ner­schaft wei­ter stark dezi­mier­te. Es dau­er­te trotz Ein­wan­de­rung ver­trie­be­ner Pro­tes­tan­ten lan­ge, bis der Vor­kriegs­stand von etwa 1500 bis 1600 Ein­woh­nern wie­der erreicht wur­de. Im Pfäl­zi­schen Erb­fol­ge­krieg (1688 – 1697) wur­de 1692 Vai­hin­gen von den Fran­zo­sen geplün­dert und brann­te 1693 fast voll­stän­dig ab. Inner­halb der Stadt­mau­ern blie­ben nur etwa 20 Häu­ser von den Flam­men ver­schont.

Im Jahr 1720 erfolg­te der Wie­der­auf­bau des Rat­hau­ses. Wäh­rend des Spa­ni­schen Erb­fol­ge­krie­ges (1701 – 1714), des Sie­ben­jäh­ri­gen Krie­ges (1756 – 1763) und in den Koali­ti­ons­krie­gen (1792 – 1815) mar­schie­ren immer wie­der Trup­pen durch die Stadt oder wer­den ein­quar­tiert. 1784 ver­nich­tet ein Stadt­brand 30 Häu­ser.

Zehn Jah­re nach der 1806 erfolg­ten Grün­dung des König­reichs Würt­tem­berg und ein Jahr nach dem Ende der Befrei­ungs­krie­ge begann im Jahr ohne Som­mer 1816 eine durch Miss­ern­ten und Vieh­seu­chen ver­ur­sach­te Hun­gers­not. Erst danach setz­te ein all­mäh­li­cher wirt­schaft­li­cher Auf­schwung ein. Die Stadt wur­de zu klein. 1829 wur­de im Nord­os­ten ein neu­es Tor errich­tet, im Nor­den ent­stand eine Vor­stadt. In der Fol­ge der Revo­lu­ti­on von 1848 kam es zu einer Wirt­schafts­kri­se, ver­ur­sacht durch Miss­ern­ten und Infla­ti­on. Die­ses ver­an­lass­te vie­le zur Aus­wan­de­rung.

Bei der Ver­wal­tungs­re­form wäh­rend der NS-Zeit in Würt­tem­berg wur­den 1938 die Krei­se Maul­bronn und Vai­hin­gen zum Land­kreis Vai­hin­gen zusam­men­ge­legt. Vai­hin­gen wur­de Sitz die­ses neu­en Land­krei­ses. Nach der Been­di­gung des Kriegs kam Vai­hin­gen zur Ame­ri­ka­ni­schen Besat­zungs­zo­ne und gehör­te somit zum neu gegrün­de­ten Land Würt­tem­berg-Baden, das 1952 im jet­zi­gen Bun­des­land Baden-Würt­tem­berg auf­ging. Mit den Wah­len zu Gemein­de­rat und Kreis­tag und zur Ver­fas­sung­ge­ben­den Lan­des­ver­samm­lung für Würt­tem­berg-Baden 1946 begann der Auf­bau der Nach­kriegs­ord­nung.

Im Rah­men der Gebiets­re­form der 1970er Jah­re über­schritt die Ein­woh­ner­zahl der Stadt Vai­hin­gen an der Enz die 20.000-Grenze. Dar­auf­hin stell­te die Stadt­ver­wal­tung den Antrag auf Erhe­bung zur Gro­ßen Kreis­stadt, was die baden-würt­tem­ber­gi­sche Lan­des­re­gie­rung dann mit Wir­kung vom 1. Janu­ar 1973 beschloss. Zum glei­chen Zeit­punkt wur­de im Rah­men der Kreis­re­form der Land­kreis Vai­hin­gen auf­ge­löst. Der öst­li­che Teil und mit ihm die Stadt Vai­hin­gen an der Enz kam zum Land­kreis Lud­wigs­burg, der west­li­che Teil wur­de Bestand­teil des neu­en Enz­krei­ses.

Lei­der ver­misst man im ein­lei­ten­den Text, wel­che Quel­len genau für die Aus­ar­bei­tung des Online-OFB ver­wen­det wor­den sind oder wel­ches Kirch­spiel zugrun­de liegt. Ver­mut­lich lagen jedoch die evan­ge­li­schen Kir­chen­bü­cher als Quel­le zugrun­de, die mit den Tauf­bü­chern ab 1644, mit den Ehe­bü­chern ab 1693 und mit den Ster­be­bü­chern ab 1609 begin­nen. Erst im 19. Jahr­hun­dert bil­de­te sich durch Zuzug eini­ger Katho­li­ken auch eine katho­li­sche Gemein­de in Vai­hin­gen.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Vai­hin­gen um 1684 im Forst­la­ger­buch von Andre­as Kie­sergemein­frei

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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