Online-OFB „Seifersdorf“ am 01.08.2020 aktualisiert

Ruina kościoła św. Jerzego
Ruina kościoła św. Jerzego, von Pnapora; CC BY-SA 3.0 pl

Das Online-OFB „Sei­fers­dorf“ wur­de am 1. August 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 14.780 Per­so­nen vor­han­den, die in 4.624 Fami­li­en geglie­dert sind. 5416 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 13.10.2019 bear­bei­tet.

Sei­fers­dorf (pol­nisch: Mścis­zów) ist ein pol­ni­sches Dorf in der Gemein­de und im Land­kreis Lub­ań der Woi­wod­schaft Nie­der­schle­si­en (pol­nisch: woje­wództ­wo dol­nośląs­kie). Es ist ein Rei­hen­dorf im einer Län­ge von 3,8 km und liegt mit 230 bis 280 m über dem Mee­res­spie­gel. Das Dorf liegt ca. 8 km öst­lich von Lub­ań und 115 km west­lich von Bres­lau (pol­nisch: Wro­cław).

Lage von Seifersdorf
Lage von Sei­fers­dorf

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Ulrich Hüb­ner. Er ist u. a. Bear­bei­ter wei­te­rer Online-OFBs, z. B. „Naum­burg am Queis und Umge­bung“„Otten­dorf“, und „Gün­thers­dorf“.

Als Quel­le der Daten für das Online-OFB dien­ten im Wesent­li­chen die Stan­des­amt­un­ter­la­gen für Gebur­ten, Hei­ra­ten und Ster­be­fäl­le der Gemein­de Sei­fers­dorf für den lücken­lo­sen Zeit­raum von 1874 bis 1914 für Gebur­ten und bis 1934 für Hei­ra­ten und Ster­be­fäl­le. Die­se sind aktu­ell im pol­ni­schen Staats­ar­chiv von Bunz­lau gela­gert.

Wei­ter­hin wur­den die katho­li­schen Kir­chen­bü­cher der Gemein­de Sei­fers­dorf (Tau­fen 1670 bis 1764, Hei­ra­ten 1663 bis 1751, Begräb­nis­se 1663 bis 1758) aus­ge­wer­tet. Die­se sind im Diö­ze­sen­ar­chiv Bres­lau gela­gert. Die katho­li­schen Kir­chen­bü­chern ent­hal­ten auch die Ein­trä­ge der evan­ge­li­schen Bevöl­ke­rung. Zwi­schen den katho­li­schen Kir­chen­bü­chern in den Anschluss an den Ein­trä­gen der Stan­des­amt­un­ter­la­gen liegt eine zeit­li­che Lücke von von ca. 100 Jah­ren. Eine Ver­knüp­fung der Daten davor und danach ist nur bedingt mög­lich.

Wei­ter­hin gibt es auch noch pro­tes­ta­ni­sche Kir­chen­buch­quel­len, die für Tau­fen von 1800 bis 1857, sowie für Hei­ra­ten und Begräb­nis­se 1856/​57 aus­ge­wer­tet wor­den und als Mor­mo­nen­film ein­seh­bar sind.

Das Online-OFB wur­de mit dem Genea­lo­gie­pro­gramm Ages bear­bei­tet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Sei­fers­dorf war eine alte sla­wi­sche Sied­lung, die 1271 nach deut­schem Recht im Rah­men der Ost­ko­lo­ni­sa­ti­on durch Sied­ler aus dem frän­kisch-thü­rin­gi­schen Raum gegrün­det wur­de. Der Orts­na­me Sei­fers­dorf lei­tet sich ver­mut­lich von dem Per­so­nen­na­men Sieg­fried ab. In einem Dorf­ver­zeich­nis aus dem Jah­re 1233 wird erst­ma­lig ein Sif­ri­dis­dorf genannt. Die­se Bezeich­nung wird auch in einer Urkun­de aus dem Jah­re 1254 genannt. Danach ver­leiht ein Wit­ti­go von Grip­fen­stein 4 M. als Zins­tei­le dem Klos­ter in Naum­burg am Queis.

1765 leb­ten in Sei­fers­dorf 29 Bau­ern, 67 Heim­ar­bei­ter und 27 Hand­wer­ker. In den Jah­ren 1806 – 1811 wur­de anstel­le eines höl­zer­nen Gebets­hau­ses eine evan­ge­li­sche Back­stein­kir­che errich­tet und 1827 eine katho­li­sche Schu­le gebaut. Im Jahr 1825 hat­te das Dorf 169 Häu­ser, 2 Kir­chen, 2 Schu­len (katho­lisch und evan­ge­lisch), eine Braue­rei, eine Bren­ne­rei, eine Ölmüh­le, ein Säge­werk, eine Was­ser­müh­le, einen Kalk­stein­bruch und einen Kalk­ofen.

Am Ende des Zwei­ten Welt­kriegs fan­den in der Nähe des Dor­fes schwe­re Kämp­fe statt, bei denen eini­ge Gebäu­de zer­stört wur­den. Die deut­sche Bevöl­ke­rung wur­de, soweit sie nicht vor den Kämp­fe schon vor­her geflo­hen ist, in den Jah­ren bis 1947 plan­mä­ßig ver­trie­ben und durch Polen ersetzt. Nach 1945 behielt Sei­fers­dorf sei­nen land­wirt­schaft­li­chen Cha­rak­ter bei, wobei die Bevöl­ke­rung im Ver­gleich vor dem Zwei­ten Welt­krieg um mehr als die Hälf­te zurück­ging.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Rui­na kości­oła św. Jer­ze­go, von Pna­po­ra; CC BY-SA 3.0 pl

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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