Online-OFB „Meiningen Frühzeit“ am 25.08.2020 aktualisiert

Blick über den Markt zum Postamt
Blick über den Markt zum Postamt, von Kramer96; CC BY 3.0

Das Online-OFB „Mei­nin­gen Früh­zeit“ wur­de am 25. August 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 18.498 Per­so­nen vor­han­den, die in 4.479 Fami­li­en geglie­dert sind. 865 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 21.07.2020 bearbeitet.

Mei­nin­gen (PLZ: 98617) ist eine Kreis­stadt und Kul­tur­stadt im frän­kisch gepräg­ten Süden Thü­rin­gens. Sie übt die Funk­ti­on eines Mit­tel­zen­trums aus und ist als Mit­tel­stadt die größ­te Stadt im Land­kreis Schmalkalden-Meiningen.

Die Stadt glie­dert sich in zehn Stadt­tei­le, davon in sie­ben admi­nis­tra­ti­ve Stadt­tei­le: der Kern­stadt (bestehend aus Innen­stadt mit his­to­ri­scher Alt­stadt), Nord­stadt, Ost­stadt, Süd­stadtJeru­sa­lemHel­ba und Wel­kers­hau­sen sowie den sechs Orts­tei­len mit Orts­teil­ver­fas­sung Drei­ßig­acker, Her­pf, Hen­ne­berg mit Ein­öd­hau­sen und Unter­harles, Ste­pfers­hau­sen mit Trä­bes, Wall­dorf und Wall­bach.

Lage von Meiningen
Lage von Meiningen

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Karl-Rudolf Höhn. Er ist Sozio­lo­ge an der Uni­ver­si­tät Duisburg/​Essen. Karl-Rudolf Höhn ist eben­falls Bear­bei­ter an den fol­gen­den Online-OFBs, die er nach dem Tod der ursprüng­li­chen Bear­bei­ters Hart­wig Qua­beck im Jahr 2016 über­nom­men hat: Beh­run­gen, Irmels­hau­sen, Mühl­feld und Wes­ten­feld.

Als Quel­len­grund­la­ge des Online-OFB wur­de bis­her das 1. Mei­nin­ger Kir­chen­buch von 1545 – 1619 aus­ge­wer­tet. Die Ein­trä­ge im Mei­ni­ger Kir­chen­buch dar­in sind aller­dings etwas dürf­tig und muss­ten vom Bear­bei­ter an eini­gen Stel­len mit Schätz­wer­ten belegt werden.

Das Online-OFB wur­de mit den genea­lo­gi­schen Pro­gram Gramps bearbeitet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Ers­te Spu­ren einer Besied­lung konn­ten 2015 bei einer archäo­lo­gi­schen Aus­gra­bung in der Alt­stadt am Töp­f­emarkt, dem ältes­ten Stadt­vier­tel von Mei­nin­gen, nach­ge­wie­sen wer­den. Hier fand man aus der Zeit des End­neo­li­thi­kum Pfos­ten­gru­ben von Wohn­häu­sern und Sied­lungs­spu­ren wie Kera­mik und Stein­ge­rä­te als Zeug­nis­se der Schnur­ke­ra­mi­schen Kul­tur (2800 – 2200 v. Chr.). Res­te einer kel­ti­schen Sied­lung der Hall­statt­zeit (800 – 450 v. Chr.) ent­deck­te man 1861 auf dem Gelän­de des Eng­li­schen Gar­tens. Mei­nin­gen wur­de als frän­ki­sches Königs­gut gegrün­det und war Sitz einer Zehnt sowie einer Mark (Mei­nin­ger­mar­ca), einer Ver­wal­tungs­ein­heit im Gau Grab­feld-Ori­en­ta­lis im Her­zog­tum Fran­ken. Die­se Funk­tio­nen, die Lage an einem Flus­s­über­gang mit meh­re­ren Han­dels­we­gen und die ger­ma­ni­sche Namens­her­kunft las­sen eine Ent­ste­hung des Ortes im Zuge der frän­ki­schen Besied­lung spä­tes­tens im 7. Jahr­hun­dert annehmen.

Die urkund­li­che Erst­erwäh­nung von Mei­nin­gen erfolg­te 982, als Kai­ser Otto II. sein Königs­gut Mei­nin­gen in der Mei­nin­ger Mark der Peters­kir­che in Aschaf­fen­burg über­gab. König Hein­rich II. gab 1008 Mei­nin­gen dem Bis­tum Würz­burg als Lehen und es gehör­te fort­an 534 Jah­re zum Hoch­stift Würz­burg. Der Lan­des­herr ver­lieh 1153 Mei­nin­gen mit der Gerichts­bar­keit ers­te Stadt­rech­te. 1222 erlitt sie bei krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen dem Hoch­stift Würz­burg und der Graf­schaft Hen­ne­berg star­ke Zer­stö­run­gen. 1230 wur­de Mei­nin­gen erst­mals in einer Urkun­de als Stadt (civi­tas) genannt, und sei­ne Bür­ger erhiel­ten im Jah­re 1344 die glei­chen Rech­te wie die Bür­ger der Frei­en Reichs­stadt Schwein­furt. Als Mit­glied des Elf­städ­te­bun­des betei­lig­te sich die Stadt am Frän­ki­schen Städ­te­krieg gegen den Würz­bur­ger Bischof. Mei­nin­gen gehör­te von 1500 bis 1806 zum Frän­ki­schen Reichs­kreis. Im Jahr 1542 kam die Stadt durch Tausch mit dem Amt Main­berg an die Gra­fen von Hen­ne­berg, nach deren Aus­ster­ben 1583 an das Her­zog­tum Sach­sen. Im 16. und frü­hen 17. Jahr­hun­dert erlang­te Mei­nin­gen durch die Bar­chent- und Lei­nen­we­be­rei eine gro­ße wirt­schaft­li­che Blü­te, die aber durch den Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg abrupt been­det wur­de. 1660 kam Mei­nin­gen zum Her­zog­tum Sach­sen-Alten­burg und wech­sel­te 1672 zum Her­zog­tum Sach­sen-Gotha. Her­zog Bern­hard I. bil­de­te 1680 das Her­zog­tum Sach­sen-Mei­nin­gen und wähl­te Mei­nin­gen zur Haupt– und Resi­denz­stadt. 1813 lager­te das rus­si­sche Heer mit 70.000 Sol­da­ten und 2.300 Offi­zie­ren unter Zar Alex­an­der bei sei­nem Feld­zug gegen Napo­le­on in und um Mei­nin­gen. Nach Abdan­kung des Her­zogs Bern­hard III. infol­ge der Novem­ber­re­vo­lu­ti­on war Mei­nin­gen von 1918 bis 1920 Haupt­stadt des Frei­staa­tes Sach­sen-Mei­nin­gen und kam 1920 zum Land Thü­rin­gen. Mit Hel­ba erfolg­te 1923 die ers­te Ein­ge­mein­dung eines Ortes, Wel­kers­hau­sen folg­te 1936. Von 1952 bis 1990 gehör­te Mei­nin­gen als Kreis­stadt des Krei­ses Mei­nin­gen zum Bezirk Suhl. Mit dem Bau eines Wer­kes für Mikro­elek­tro­nik ent­stand von 1968 bis 1982 im Nor­den zwi­schen Hel­ba und Wel­kers­hau­sen der neue Stadt­teil Jerusalem.Das nur einen Kilo­me­ter ent­fern­te Drei­ßig­acker wur­de am 1. Okto­ber 1990 ein­ge­mein­det. Am 3. Okto­ber 1990 kam Mei­nin­gen zum wie­der­ge­grün­de­ten Land Thü­rin­gen. 1994 wur­de Mei­nin­gen zur Kreis­stadt des neu­ge­bil­de­ten Land­krei­ses Schmal­kal­den-Mei­nin­gen bestimmt.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Blick über den Markt zum Post­amt, von Kramer96CC BY 3.0

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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