Online-OFB „Liebenwalde“ am 06.08.2020 aktualisiert

Ansicht von Liebenwalde (1652) nach Matthäus Merian aus seinem Werk "Topographia Germaniae"
Ansicht von Liebenwalde (1652) nach Matthäus Merian aus seinem Werk "Topographia Germaniae"; gemeinfrei

Das Online-OFB „Lie­ben­wal­de“ wur­de am 6. August 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 20.027 Per­so­nen vor­han­den, die in 6.232 Fami­li­en geglie­dert sind.

Lie­ben­wal­de ist eine amts­freie, kreis­an­ge­hö­ri­ge Stadt im Land­kreis Ober­ha­vel in Bran­den­burg. Die Stadt liegt 21 Kilo­me­ter nord­öst­lich von Ora­ni­en­burg. Sie gehört zum Natur­raum der Zeh­de­nick-Span­dau­er Havel­nie­de­rung. Im Nord­os­ten erstreckt sich die Wald­land­schaft Schorf­hei­de. In der Umge­bung befin­den sich der Voß­ka­nal, der Lan­ge Trö­del, der Oder-Havel-Kanal, die Havel sowie der Müh­len­see, der Beve­r­in­see und der lang­ge­streck­te Wutzsee.

Die Stadt glie­dert sich nach ihrer Haupt­sat­zung in sechs Orts­tei­le: Frei­en­ha­gen, Ham­mer, Kreuz­bruch, Lie­ben­thal, Lie­ben­wal­de und Neu­hol­land. Es exis­tie­ren fol­gen­de Wohn­plät­ze: Ang­ra Pequena, Aus­bau am See, Ber­ge­mann­hofBischofs­wer­der, Emi­li­en­fel­de, Fal­ken­horst, Förs­te­rei Bis­mark, Groß­sied­lungHam­mer­bruch, Heid­chen, Höpen, Klein­sied­lung, Kreuz­thal, Lie­ben­wal­der Schleu­se, Reh­horst, Sand­ber­ge, Sper­ber­hof und Wal­ter­hof.

Lage von Liebenwalde
Lage von Liebenwalde

Die Bear­bei­te­rin des Online-OFB ist Clau­dia Römer aus Düs­sel­dorf. Das Online-OFB wird in der Bear­bei­tung zwar noch nicht abge­schlos­sen, bie­tet aber eine soli­de Grund­la­ge für wei­te­re For­schun­gen. Haupt­säch­li­che Daten­ba­sis sind die Kir­chen­bü­cher und das Bür­ger­buch von Lie­ben­wal­de. Zusätz­lich her­an­ge­zo­gen wur­den ins­be­son­de­re die Kir­chen­bü­cher von Ham­mer, Lie­ben­thal, Lie­ben­berg, Groß Schö­ne­beck, Neu­hol­land, Zer­pen­schleu­se und Falkenthal.

Als genea­lo­gi­sche Pro­gramm für die Erstel­lung des Online-OFB wur­de Gramps verwendet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Etwa um das Jahr 1200 errich­te­ten Aska­ni­er eine Burg auf einem bereits exis­tie­ren­den Burg­berg. Die Grün­dung erfolg­te wohl 1232. 1244 jeden­falls wird Lie­ben­wal­de als Leven­wal­de erst­mals urkund­lich erwähnt. Das ältes­te bekann­te Stadt­sie­gel stammt aus dem Jah­re 1349.

2000 bis 2002 konn­ten im Stadt­kern von Lie­ben­wal­de Tei­le des mit­tel­al­ter­lich bis früh­neu­zeit­li­chen Fried­hofs archäo­lo­gisch erfasst und dabei ins­ge­samt 442 Bestat­tun­gen gebor­gen wer­den. Die 172 spät­mit­tel­al­ter­li­chen Indi­vi­du­en wur­den von der Anthro­po­lo­gin Bet­ti­na Jung­k­laus unter­sucht. Die Lebens­er­war­tung ist mit 29,1 Jah­ren ver­gleichs­wei­se hoch; die der Frau­en war jedoch nied­ri­ger als die der Män­ner. Der Ster­be­gip­fel der Gesamt­be­völ­ke­rung liegt im fort­ge­schrit­te­nen Alter. Die Kin­der­sterb­lich­keit ist mit 30 % typisch für mit­tel­al­ter­li­che Ver­hält­nis­se. Frau­en hat­ten das größ­te Ster­be­ri­si­ko im gebär­fä­hi­gen Alter zwi­schen 20 und 40 Jah­ren, Män­ner dage­gen im Alter zwi­schen 40 und 60 Jah­ren. Die durch­schnitt­li­che Kör­per­hö­he der Bevöl­ke­rung war im Ver­gleich eher nied­rig. Frau­en waren im Schnitt 1,54 m, Män­ner 1,65 m groß. Eine Kari­es­fre­quenz von 57 % und eine Kari­es­in­ten­si­tät von 7 % zeig­te eine gerin­ge Belas­tung mit Zahn­ka­ri­es, was auf fleisch­rei­che Kost hin­wies. Hin­wei­se auf Man­gel­er­näh­rung und Infek­ti­ons­er­kran­kun­gen fan­den sich dage­gen häufig.

Mit dem Bau des Finow­ka­nals 1746 gewann der Ort an wirt­schaft­li­cher Bedeu­tung, die jedoch wie­der zurück­ging, als 1914 der Oder-Havel-Kanal schiff­bar wurde.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Ansicht von Lie­ben­wal­de (1652) nach Mat­thä­us Meri­an aus sei­nem Werk „Topo­gra­phia Ger­ma­niae“; gemein­frei

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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