Online-OFB „Kaukehmen /​Kuckerneese“ am 09.08.2020 aktualisiert

Ansichtskarte von Kaukehmen zwischen 1900-1914
Ansichtskarte von Kaukehmen zwischen 1900-1914; gemeinfrei

Das Online-OFB „Kau­keh­men /​Kuckernee­se“ wur­de am 9. August 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 65.987 Per­so­nen vor­han­den, die in 14.838 Fami­li­en geglie­dert sind.

Jas­no­je (rus­sisch: Ясное, deutsch bis 1938 Kau­keh­men, 1938 – 1945 Kuckernee­se, litau­isch: Kau­kie­mis) ist eine Sied­lung im Rajon Slawsk in der rus­si­schen Oblast Kali­nin­grad und gehört zur kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tungs­ein­heit Stadt­kreis Slawsk. Vor dem Ende des zwei­ten Welt­krie­ges war der Ort im Kreis Nie­de­rung des nörd­li­chen Ost­preu­ßen geglie­dert.

Lage von Kaukehmen
Lage von Kau­keh­men
Umgebungskarte mit Kaukehmen um 1937
Umge­bungs­kar­te mit Kau­keh­men um 1937, gemein­frei

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Uwe Kutt­kat aus Hückel­ho­ven in Kreis Heins­berg von Nord­rhein-West­fa­len.

Er wer­te­te in ers­ter Lini­en die Kir­chen­bü­cher der Kirch­spiels Kau­keh­men aus. Das Kirch­spiel Kau­keh­men bestand bereits ab ca. 1549. Zu die­sem Kirch­spiel gehö­ren fol­gen­de Orte (in Klam­mer ste­hen­de Namen ab 1938/​1939 bis 1945: All­ga­wisch­ken (Schlicht­in­gen), Balt­ru­schei­ten (Bal­ten), Balt­rusch­keh­men (Alt­schan­zen­krug), Bau­beln (Som­mers­hö­fen), Bud­we­then (Ansor­ge), Gin­nisch­ken (Neuginnendorf/​Altginnendorf), Hein­richs­fel­de, Jonai­ten (Gil­gen­feld), Kapla­nisch­ken, Kar­ze­wisch­ken (Spros­serwei­de), Kau­keh­men, Kau­kehnel­len, Kil­lu­cken, Klo­ken, Kuckernee­se, Lys­zei­ten (Lischau), Neu­hoff, Neu­sor­ge, Per­wall­kisch­ken, Rea­tisch­ken, Saus­sen­ing­ken (Milch­hof), Schan­zen­krug, Schil­le­n­ing­ken, Sel­len, Skö­pen, Skö­ren, Skul­bet­war­ren, Skuld­ei­n­en, Sute­lisch­ken, Szaud­schen, Trumpei­ten (Trumpenau), Uss­ei­nen (Stell­wa­gen), Wars­kil­len, Wie­zisch­ken (Gil­ge­tal).

Für die Aus­wer­tung der Kir­chen­bü­cher sind fol­gen­de Kir­chen­buch­re­gis­ter ver­füg­bar:

  • Kir­chen­buch mit Tau­fen 1668 – 1696: 1668 – 1677 voll­stän­dig aus­ge­wer­tet, 1678 – 1696 noch lücken­haft und in Bear­bei­tung, Sei­te 17 mit 10 Tauf­ein­trä­ge fehlt
  • Kir­chen­buch mit Tau­fen 1696 – 1750: voll­stän­dig aus­ge­wer­tet
  • Kir­chen­bü­cher Tau­fen 1750 – 1771, 1771 – 1798, 1798 – 1823, 1824 – 1833, 1834 – 1848: voll­stän­dig aus­ge­wer­tet, in den Zeit­räu­men 1825 – 1827 und 1845 – 1847 bestehen Lücken
  • Kir­chen­bü­cher Tau­fen 1848 mit Lücken bis 1874: noch nicht aus­ge­wer­tet
  • Kir­chen­buch Trau­un­gen 1750 – 1834: ver­ein­zelnd aus­ge­wer­tet
  • Kir­chen­bü­cher Trau­un­gen 1835 – 1848 und 1863 – 1874: noch nicht aus­ge­wer­tet
  • Kirchen­bü­cher Tote 1749 – 1762, 1767 – 1822, 1823 – 1848 und 1863 – 1874: noch nicht aus­ge­wer­tet

Die Kir­chen­bü­cher von Kau­keh­men sind nur noch als Ver­fil­mun­gen des Reichs­ip­pen­am­tes erhal­ten, die heu­te im Säch­si­schen Staats­ar­chiv Leip­zig lagern.

Fer­ner wur­den für das Online-OFB noch fol­gen­de Quel­len ver­wen­det:

Das Online-OFB wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm Ahnen­blatt bear­bei­tet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Kau­keh­men war eine pru­ßi­sche Sied­lung am Rand des Memel­del­tas. Im 14. Jahr­hun­dert errich­te­te der Deut­sche Orden hier ein Fes­tes Haus. Der Name lei­tet sich von „kau­kas-kai­mai“ (Unter­ir­di­schen-Dorf) ab und weist auf eine heid­ni­sche Kult­stät­te, denn die unsicht­ba­ren hilf­rei­chen Erd­geis­ter wur­den als Die­ner der Frucht­bar­keits­göt­ze Pus­kai­te ver­ehrt. Spä­tes­tens seit 1576 war Kau­keh­men Kirch­ort und erlang­te bald auf­grund sei­ner Lage und Bedeu­tung als Han­dels­platz den Sta­tus eines Fle­ckens. Die klei­ne Ordens­burg wur­de noch im 17. Jahr­hun­dert von Kur­fürst Fried­rich Wil­helm als Jagd­haus genutzt, ver­fiel aber bald und wur­de bis auf beschei­de­ne Fun­da­ment­res­te abge­tra­gen. 1661 erhielt der Ort eine grö­ße­re Kir­che, die – wenn auch in ver­än­der­tem und ver­fal­le­nen Zustand – die Zei­ten über­dau­ert hat. Seit 1818 war Kau­keh­men Sitz der Kreis­ver­wal­tung im Kreis Nie­de­rung, ver­lor die­sen aber spä­ter an das zen­tra­ler gele­ge­ne Hein­richs­wal­de. Seit 1946 gehört der Ort zum Rajon Slawsk.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Ansichts­kar­te von Kau­keh­men zwi­schen 1900 – 1914; gemein­frei

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: