Online-OFB „Bingenheim“ am 18.08.2020 aktualisiert

Raun 28 (Bingenheim)
Raun 28 (Bingenheim); von Cherubino; CC BY-SA 4.0

Das Online-OFB „Bin­gen­heim“ wur­de am 18. August 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 7.631 Per­so­nen vor­han­den, die in 2.100 Fami­li­en geglie­dert sind.

Bin­gen­heim (PLZ: 61209) ist ein Orts­teil der Gemein­de Ech­zell im hes­si­schen Wet­ter­au­kreis.

Lage von Bingenheim
Lage von Bingenheim

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Rai­ner Köt­ting. Das Online-OFB basiert im Wesent­li­chen auf die Ein­tra­gun­gen aus den evan­ge­li­schen Kir­chen­bü­chern von 1642 bis 1875. Ergänzt wird das Online-OFB durch die Inhal­te des Nebens­re­gis­ters der Standesamts:

  • Stan­des­amt Bin­gen­heim – Geburts­ne­ben­re­gis­ter (1876 – 1900),
  • Stan­des­amt Bin­gen­heim – Hei­rats­ne­ben­re­gis­ter (1876 – 1925) und
  • Stan­des­amt Bin­gen­heim – Ster­be­n­eben­re­gis­ter (1876 – 1938).

Der ein­lei­ten­de Text des Online-OFB ist sehr kurz. Der Bear­bei­ter Rai­ner Köt­ting führt in die­sem Text ledig­lich eine Auf­lis­tung der ver­wen­de­ten Quel­len und und eine Dank­sa­gung auf. Einen klei­nen Abriss der Geschich­te von Bin­gen­heim, ein paar sta­tis­ti­schen Aus­wer­tun­gen oder eine Nen­nung eini­ger Sehens­wür­dig­kei­ten von Bin­gen­heim fin­det man dar­in nicht. Jedoch wird der ein­lei­ten­de Text durch eine Ver­lin­kung eines 6‑seitigen Doku­ments auf­ge­wer­tet. Die­ses Doku­ment ent­hält eini­ge, sepa­ra­ten Auf­lis­tun­gen der Namen von Per­so­nen z. B. aus den Bin­gen­hei­mer Hexen­pro­zes­sen, aus dem Bin­gen­hei­mer Sal­buch oder den Bin­gen­hei­mer Pfarrern. 

Das Online-OFB wur­de mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm AHN-DATA bearbeitet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Ers­te Besied­lun­gen sind durch archäo­lo­gi­sche Fun­de und Hügel­grä­ber im Bin­gen­hei­mer Wald für die Zeit der Michels­ber­ger Kul­tur nach­ge­wie­sen. Bin­gen­heim liegt am Ober­ger­ma­nisch-Rae­ti­schen Limes. Süd­lich des Ortes befand sich in der Römer­zeit das Klein­kas­tell Loch­berg.

Im Jah­re 817 schenk­te Lud­wig der From­me dem Klos­ter Ful­da die bei Ech­zell gele­ge­ne klei­ne Burg Bin­gen­heim. Ech­zell und die Burg bil­de­ten ver­mut­lich eine klei­ne Mark; die Zahl der dazu­ge­hö­ri­gen Güter ist mit unge­fähr 187 ange­ge­ben. Um die­se Keim­zel­le her­um schuf sich die Abtei im Lau­fe der fol­gen­den Jahr­hun­der­te die soge­nann­te Ful­di­sche Mark. Die Burg Bin­gen­heim blieb ful­di­scher Eigen­be­sitz, die Vog­tei über die Ful­di­sche Mark dage­gen wur­de als Lehen an welt­li­che Her­ren gege­ben. Anfangs war die Vog­tei mög­li­cher­wei­se in der Hand der Gra­fen von Nürings, kam aber um die Mit­te des 11. Jahr­hun­derts an Vol­kold I. von Mals­burg, der damit zum Begrün­der des Geschlechts der Gra­fen von Nid­da wurde.

Zwi­schen 1015 und etwa 1025 wird Bin­gen­heim im Codex Eber­har­di erst­mals urkund­lich erwähnt.

Im Jahr 1357 erhielt der Ful­da­er Abt Hein­rich von Kran­lu­cken von Kai­ser Karl IV. die Erlaub­nis, vor sei­ner Burg Bin­gen­heim eine Stadt zu grün­den, sie zu befes­ti­gen und dort ein­mal wöchent­lich einen Markt abzu­hal­ten; spä­ter erscheint Bin­gen­heim jedoch wie­der als Dorf.

In der frü­hen Neu­zeit fin­den Hexen­pro­zes­se statt. Das ers­te Opfer war 1652 ein gewis­ser Hans Rau aus Ber­stadt, der die­sem Hexen­wahn zum Opfer fiel. Gerichts­ak­ten dazu lie­gen noch heu­te im Staats­ar­chiv Darm­stadt.

Im Zuge der Gebiets­re­form in Hes­sen wur­de am 1. August 1972 kraft Lan­des­ge­setz die Gemein­de Bin­gen­heim in die Gemein­de Ech­zell eingegliedert.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Raun 28 (Bin­gen­heim); von Che­ru­bi­noCC BY-SA 4.0

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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