Online-OFB „Treskowitz“ am 04.07.2020 aktualisiert

Kostel sv. Václava Troskotovice

Das Online-OFB “Tres­ko­witz” wur­de am 4. Juli. 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 14.242 Per­so­nen vor­han­den, die in 4.587 Fami­li­en geglie­dert sind. 3690 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 20.06.2020 bear­bei­tet.

Tres­ko­witz (tsche­chisch: Tro­sko­to­vice) ist eine so genann­te Min­der­stadt (Měs­tys) in Süd­mäh­ren (Jiho­mo­ravs­ký kraj des Bezirks Brünn-Land (Okres Brno-ven­kov) in der Tsche­chi­schen Repu­blik. Der Ort wur­de als ein Platz­dorf ange­legt. Tres­ko­witz befin­det sich Nahe bei Znaim (Znoj­mo) an der Gren­ze zu Nie­der­ös­ter­reich, ca. 50 km süd­west­lich von Brünn (Brno) und etwa 75 km nord­west­lich von Wien.

Bei einer Min­der­stadt han­delt es sich im All­ge­mei­nen um einen Ort mit ein­ge­schränk­tem Stadt­recht.

Lage von Treskowitz
Lage von Tres­ko­witz

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Tho­mas Man­gos aus New York. Die Nie­der­schrift der Kir­chen­bü­cher began­nen seit 1638. Das Online-OFB „Tres­ko­witz“ beinhal­tet die Tau­fen von 1638 bis 1880, die Ehe­schlie­ßun­gen von 1649 bis 1872 und die Ster­be­fäl­le von 1639 bis 1890. Kir­chen­buch­ein­trä­ge von 1631 bis 1638 fin­den sich im Kir­chen­buch von Wostitz bzw. im Online-OFB „Wostitz“, das eben­falls von Tho­mas Man­gos bear­bei­tet wur­de.

Als genea­lo­gi­sche Pro­gramm für die Erstel­lung des Online-OFB wur­de Per­so­nal Ances­tral File ver­wen­det.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Im 11. bis 13. Jahr­hun­dert kam es zu einer gro­ßen Sied­lungs­be­we­gung von West nach Ost. Mäh­ren wur­de von 1031 bis 1305 von der Dynas­tie der Pře­mys­li­den regiert. Um grö­ße­re Gebie­te land­wirt­schaft­lich zu nut­zen und damit höhe­re Erträ­ge zu erzie­len, bewar­ben sie die Kolo­nis­ten zum Bei­spiel mit zehn Jah­re Steu­er­frei­heit (deut­sches Sied­ler­recht). Bis zum Jah­re 1150 wur­de das Gebiet um Nikols­burg (Mikul­ov) und Znaim (Znoj­mo) von deut­schen Ein­wan­de­rern aus Nie­der­ös­ter­reich besie­delt. Die Anla­ge des Dor­fes sowie die ui-Mund­art bekun­den, dass sie ursprüng­lich aus den bai­ri­schen Gebie­ten der Bis­tü­mer Regens­burg und Pas­sau stamm­ten. Sie brach­ten neue land­wirt­schaft­li­che Gerä­te mit und führ­ten die ertrag­rei­che Drei­fel­der­wirt­schaft ein.

Obwohl zu den ältes­ten Orten Süd­mäh­rens zäh­lend, erwie­sen sich die auf 1046 und 1052 datier­ten Urkun­den mit der Nen­nung von „Tro­sko­vicz“ als Fäl­schun­gen aus dem 12. Jahr­hun­dert. „Drosco­wicz“ wur­de urkund­lich 1252 genannt, eben­so 1268 und 1323, wobei die latei­ni­sche Urkun­de „Drosco­wicz sive Ste­ten­dorf“ hin­zu­fügt. Seit min­des­tens 1361 ist die Namens­form „Tres­ko­witz“ unver­än­dert erhal­ten und gelang­te als Schen­kung an Alt-Bunz­lau im 13. Jahr­hun­dert in welt­li­cher Hand. 1537 ver­lieh der böh­mi­sche und römisch-deut­schen König Fer­di­nand I. dem Ort das Markt­recht. 1585 erhielt der Markt eine Berg­rechts­ord­nung.

1619 wur­de Tres­ko­witz nie­der­ge­brannt, und nach dem Sieg der kai­ser­li­chen Trup­pen in der Schlacht am Wei­ßen Berg wur­de eine Mis­si­on der Jesui­ten nach Tres­ko­witz geschickt. Durch die­se kehr­ten 511 Per­so­nen im Jah­re 1627 zum alten Glau­ben zurück. Nach meh­re­ren Besitz­wech­seln ging der Ort 1637 an Rudolf von Teuf­fen­bach und damit zur Herr­schaft Dürn­holz. Um den Wie­der­auf­bau des Ortes nach dem Krieg zu för­dern, wur­de die Pacht­zin­sen auf die herr­schaft­li­chen Äcker hal­biert.

Einer der Nach­fol­ge­staa­ten Öster­reich-Ungarns nach dem Ers­ten Welt­krieg, 1914 – 1918, war die Tsche­cho­slo­wa­kei, die jene deutsch­spra­chi­gen Gebie­te Böh­mens, Mäh­rens und Schle­si­ens für sich bean­spruch­te, die seit Ende 1918 als Deutsch­ös­ter­reich gal­ten. Der Ver­trag von St. Ger­main sprach die strit­ti­gen Ter­ri­to­ri­en gegen den Wil­len der Bevöl­ke­rung der Tsche­cho­slo­wa­kei zu. Damit fiel auch die süd­mäh­ri­sche Ort­schaft Tres­ko­witz, deren Bewoh­ner 1910 zu 99,9 % Deutsch­süd­mäh­rer waren, an den neu­en Staat.

Seit 2007 besitzt der Ort wie­der den Sta­tus einer Min­der­stadt (Měs­tys).

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Kos­tel sv. Václa­va Tro­sko­to­vice; von David­Fa­j­fr; CC BY-SA 3.0

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