Online-OFB „Belgard-Schivelbein“ am 02.07.2020 aktualisiert

Marktplatz von Belgard
Marktplatz von Belgard; von "Kluka"; CC BY-SA 3.0

Das Online-OFB „Bel­gard-Schi­vel­bein“ wur­de am 2. Juli 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 89.016 Per­so­nen vor­han­den, die in 26.324 Fami­li­en geglie­dert sind. 1606 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 04.06.2020 bear­bei­tet.

Bel­gard (an der Per­s­an­te) (pol­nisch: Biało­gard [bʲa­wˈɔ­gart]) (PLZ: 78 – 200) ist eine Kreis­stadt in der pol­ni­schen Woi­wod­schaft West­pom­mern. Sie ist auch Sitz der heu­ti­gen Gmi­na Biało­gard (Gemein­de Bel­gard), einer das Stadt­ge­biet umge­ben­den Land­ge­mein­de. Bis für Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges war die Stadt Bel­gard die Kreis­stadt des ehe­ma­li­gen Land­krei­ses Bel­gard, bis noch 1939 als Kreis Bel­gard. Das ehe­ma­li­ge Kreis­ge­biet liegt heu­te in den Powia­ten Biało­gardzki und Świd­wiń­ski in der pol­ni­schen Woi­wod­schaft West­pom­mern.

Bel­gard (an der Per­s­an­te) (pol­nisch: Biało­gard) darf nicht mit names­glei­chen Stadt Bel­gard (an der Leba) (pol­nisch: Biało­gar­da) ver­wech­selt wer­den.

Lage von Belgard
Lage von Bel­gard

Schi­vel­bein (pol­nisch: Świd­win [ˈɕfidvin]) (PLZ: 78 – 300 bis 78 – 301) ist eine Kreis­stadt in der pol­ni­schen Woi­wod­schaft West­pom­mern. Sie hat etwa 15.000 Ein­woh­ner und ist Ver­wal­tungs­sitz einer eigen­stän­di­gen Land­ge­mein­de (gmi­na wie­js­ka) mit über 6000 Bewoh­nern. Der Ort liegt am lin­ken Ufer des Flus­ses Rega im Zen­trum der Woi­wod­schaft West­pom­mern (Hin­ter­pom­mern) und an den nord­west­li­chen Aus­läu­fern der Pom­mer­schen Schweiz.

Lage von Schivelbein
Lage von Schi­vel­bein

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Die­ter Schim­mel­pfen­nig aus Klein Rhei­de in Schlwe­sig-Hol­stein. Er ist ein akti­ves Mit­glied im genea­lo­gi­schen Ver­ein „Pom­mer­scher Greif“ und er ist der Ansprech­part­ner für die genea­lo­gi­schen Ange­le­gen­hei­ten des ehe­ma­li­gen Gebiets Bel­gard-Schi­vel­bein. Neben­bei führt er auch eine pri­va­te Web­sei­te mit Infor­ma­tio­nen zu dem ehe­ma­li­gen Gebiet: Der Kreis Bel­gard-Schi­vel­bein in Pom­mern.

Das Online-OFB „Bel­gard-Schi­vel­bein“ soll in etwa das gesam­te Gebiet des ehe­ma­li­gen Land­krei­ses Bel­gard-Schi­vel­bein abde­cken. Ursprüng­lich war Schi­vel­bein ein eige­ner Kreis gewe­sen, der jedoch 1932 auf­ge­löst wur­de bzw. in den Kreis Bel­gard ein­ge­glie­dert wur­de. Es ist daher schon ein gewis­ses Mam­mut­pro­jekt, ein Online-OFB für einen gesam­ten Land­kreis zu erstel­len, anstatt für eine Stadt, wie man es gewohnt ist.

Die Basis als Quel­len des Online-OFB sind die Kir­chen­bü­cher und Stan­des­amts­re­gis­ter des ehe­ma­li­gen Gebiets Bel­gard-Schi­vel­bein. Ergänzt wer­den die­se Quel­len durch Ahnen­päs­sen, Fami­li­en­bü­chern ‑stamm­bäu­men, die von den Nach­kom­men des frü­he­ren ver­trie­be­nen Bewoh­nern für die Fami­li­en­for­schung zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Aktu­ell lie­gen die Quel­len aus rund 43 Kirch­spie­len oder Stan­des­amts­be­zir­ken sehr oft frag­men­ta­risch vor. Hier zäh­len die Ort­schaf­ten: Alt Sans­kow, Alt Schla­ge, Arn­hau­sen, Bel­gard, Bramstädt, Brie­sen, Bru­now, Bul­grin, Bus­lar, Damen, Grös­sin, Groß Tychow, Groß Pop­low, Groß Ram­bin, Klütz­kow, Kol­latz, Labenz, Lan­gen­ha­ken, Lan­kow, Len­zen, Mut­trin, Nase­band, Nelep, Neu Buc­k­ow, Pol­zin, Pum­low, Rar­fin, Reinfeld, Rog­gow, Rüt­zen­ha­gen, Schi­vel­bein, Schlen­zig, Schlön­witz, Schmen­zin, Seme­row, Sied­kow, Sim­mat­zig, Stan­de­min, Venz­laffs­ha­gen, Wol­disch Tychow, Woper­snow, Wus­ter­b­arth, Wus­ter­witz, Wut­zow und Zie­zen­eff.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Hin­ter­pom­mern, das seit 1648 zu Bran­den­burg-Preu­ßen gehör­te, wur­de 1724 eine Kreis­re­form durch­ge­führt. Die Zahl der Krei­se und zuge­hö­ri­gen Land­rä­te wur­de fühl­bar redu­ziert, um die star­ke ter­ri­to­ria­le Zer­split­te­rung zu ver­rin­gern, die durch die kom­pli­zier­ten adli­gen Besitz­stän­de in Hin­ter­pom­mern ent­stan­den war. Die damals bereits bestehen­den Krei­se Bel­gard und Pol­zin wur­den mit Wir­kung zum 1. Janu­ar 1725 zu einem Kreis zusam­men­ge­schlos­sen, der im dama­li­gen Sprach­ge­brauch als Bel­gard-Pol­zin­scher Kreis bezeich­net wur­de. Der Kreis umfass­te die Städ­te Bel­gard und Pol­zin, das könig­li­che Amt Bel­gard sowie eine grö­ße­re Anzahl von adli­gen Dör­fern und Gütern.

In Fol­ge der preu­ßi­schen Pro­vin­zi­al­be­hör­den-Ver­ord­nung vom 30. April 1815 wur­de der Kreis Teil des Regie­rungs­be­zirks Kös­lin in der Pro­vinz Pom­mern. Bei der pom­mer­schen Kreis­re­form von 1818 kamen die bei­den bis dahin zum west­preu­ßi­schen Netz­edi­strikt gehö­ren­den Dör­fer Brut­zen und Groß Pop­low zum Kreis hin­zu, der nun­mehr nur noch nach sei­ner Kreis­stadt als Kreis Bel­gard bezeich­net wur­de. Im Jahr 1828 wur­den die Dör­fer Jager­tow und Kol­latz (bis dahin in Kom­mu­ni­on der Krei­se Bel­gard und Neu­stet­tin) voll­stän­dig in den Kreis inte­griert.

Zum Kreis Bel­gard gehör­ten 1871 die Städ­te Bel­gard und Pol­zin, 73 Land­ge­mein­den und 95 Guts­be­zir­ke. Zum 30. Sep­tem­ber 1929 fand im Kreis Bel­gard wie im übri­gen Frei­staat Preu­ßen eine Gebiets­re­form statt, bei der alle selbst­stän­di­gen Guts­be­zir­ke auf­ge­löst und benach­bar­ten Land­ge­mein­den zuge­teilt wur­den.

Der Kreis Bel­gard umfass­te 1910 eine Flä­che von 1132 km². Bei der preu­ßi­schen Kreis­re­form vom 1. Okto­ber 1932 wur­de der Kreis deut­lich ver­grö­ßert:

  • Bis auf die drei Gemein­den Labenz, Nutha­gen und Rüt­zow wur­de der auf­ge­lös­te Kreis Schi­vel­bein in den Kreis Bel­gard ein­ge­glie­dert.
  • Aus dem auf­ge­lös­ten Kreis Bublitz kam der Amts­be­zirk Neu Buc­k­ow, bestehend aus den drei Gemein­den Groß Sats­pe, Klein Sats­pe und Neu Buc­k­ow, zum Kreis Bel­gard.

Im wei­te­ren Ver­lauf der 1930er Jah­re wur­de die Kreis­be­zeich­nung Bel­gard (Per­s­an­te) ein­ge­führt. Zum 1. Janu­ar 1939 erhielt der Kreis Bel­gard (Per­s­an­te) ent­spre­chend der jetzt reichs­ein­heit­li­chen Rege­lung die Bezeich­nung Land­kreis. Im Land­kreis leb­ten im Jah­re 1939 ins­ge­samt 79.183 Ein­woh­ner auf einer Flä­che von 1649,49 km² bei einer Bevöl­ke­rungs­dich­te von 48 Einwohnern/​km². 48 Pro­zent der Bevöl­ke­rung leb­ten in den drei Städ­ten Bel­gard (16.456), Bad Pol­zin (6920) und Schi­vel­bein (9714). Flä­chen­mä­ßig war der Land­kreis der viert­größ­te in der Pro­vinz Pom­mern, bevöl­ke­rungs­mä­ßig stand er an fünf­ter Stel­le.

Im Früh­jahr 1945 wur­de der Land­kreis von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegs­en­de wur­de das Kreis­ge­biet im Som­mer 1945 von der sowje­ti­schen Besat­zungs­macht unter pol­ni­sche Ver­wal­tung gestellt.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Markt­platz von Bel­gard; von „Klu­ka“; CC BY-SA 3.0

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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