Aktuelle Infos zum Ortsfamilienbuch zu Hähnlein

Hähnlein, Gernsheimer Straße 2
Hähnlein, Gernsheimer Straße 2; gemeinfrei
Vorschauansicht von "Familienbuch Hähnlein 1650-1900"
Vor­schau­an­sicht von „Fami­li­en­buch Hähn­lein 1650 – 1900“

Der GEN­DI-Shop hat eine aktua­li­sier­te Ver­si­on des der­zei­ti­gen Wer­be­fly­ers als PDF zur Ver­fü­gung gestellt. In die­sem Fly­er wur­den u. a. drei neue Orts­fa­mi­li­en­buch vor­ge­stellt, die zum jet­zi­gen Zeit­punkt, noch nicht erschie­nen sind. Eines die­ser Orts­fa­mi­li­en­bü­cher hat­te ich vor eini­ger Zeit genau­er vor­ge­stellt: das „Fami­li­en­buch Hähn­lein 1650 – 1900“. Nun gibt es ein paar aktua­li­sier­te Infos zum geplan­ten Ortsfamilienbuch.

Hähn­lein ist einer von drei Orts­tei­len der Gemein­de Als­bach-Hähn­lein im süd­hes­si­schen Land­kreis Darm­stadt-Die­burg. Der Ort liegt im Wes­ten der Gemein­de Als­bach-Hähn­lein am Rand der Berg­stra­ße in der Rhein­ebe­ne. Öst­lich von Hähn­lein liegt Als­bach, süd­lich liegt Rodau (Land­kreis Berg­stra­ße) und west­lich liegt Gerns­heim (Land­kreis Groß-Gerau).

Lage von Hähnlein
Lage von Hähnlein

Die Bear­bei­ter des Online-OFB ist Eli­sa­beth Flau­aus. Sie hat die Kir­chen­bü­cher der evan­ge­li­schen Gemein­de von Hähn­lein aus­ge­wer­tet und konn­te so auch durch Aus­wer­tung wei­te­rer Quel­len bis ins Mit­te des 17. Jahr­hun­dert vor­drin­gen. Ins­ge­samt deckt das Orts­fa­mi­li­en­buch zu Hähn­lein den Zeit­raum 1650 – 1900 ab; das ent­spricht 250 Jahre.

Mit der Geburt ihres Soh­nes René begann Eli­sa­beth Flau­aus die Geschich­te ihrer Fami­lie aus­zu­ar­bei­ten. Beson­ders bei ihren Mann Kurt fand sie ein gro­ßes For­schungs­feld. Denn die Vor­fah­ren ihres Man­nes stamm­ten aus dem Hau­se Becht. Es ist einer ältes­ten Fami­li­en in Hähn­lein, die laut dem alten Hei­mat­buch des frü­he­ren Schul­leh­rers Wil­helm Schmidt schon vor dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg in Hähn­lein ansäs­sig waren. Was ursprüng­lich ein Hob­by war, wur­de schließ­lich im Lau­fe der Jah­re zu einem gro­ßen Pro­jekt, aus dem schließ­lich spä­ter das Orts­fa­mi­li­en­buch zu Hähn­lein entstand.

Im Jahr 1987 trat sie der Hes­si­schen fami­li­en­ge­schicht­li­chen Ver­ei­ni­gung (HfV e. V.) bei. Dort hat­te sie Zugang zu vie­len wei­te­ren Quel­len. Unter ande­ren waren dort auch Kopien ört­li­cher Kir­chen­bü­cher ent­hal­ten. Nach­dem die Kir­chen­bü­cher aus­ge­wer­tet waren, konn­te sie noch auf die Stan­des­amt­un­ter­la­gen zugrei­fen, die bis zum Zeit­punkt des Wir­kens der Sperr­fris­ten ein­seh­bar waren. Schließ­lich erhielt sie auch noch im Jahr 2012 Zugang zu den digi­ta­len Unter­la­gen des Hes­si­schen Staatsarchivs.

Das von Eli­sa­beth Flau­aus bear­bei­te­te Orts­fa­mi­li­en­buch mit dem Titel „Fami­li­en­buch Hähn­lein 1650 – 1900“ wird vor­aus­sicht­lich im Herbst (zwi­schen Mit­te und Ende) 2020 im GEN­DI-Ver­lag als Hard­co­ver schei­nen. Das Buch umfasst etwa 900 Sei­ten, statt bis­her 600 Sei­ten. Es gab offen­bar einen Zuwachs von 300 Sei­ten. Dem­entspre­chend ändert sich auch der geplan­te Buch­preis. Ursprüng­lich wur­de ein Buch­preis von 30 EUR ange­ge­ben. Mitt­ler­wei­le ist der Buch­preis jedoch wie­der offen. Ich schät­ze aber, dass der end­gül­ti­ge Buch­preis als Ver­kaufs­preis zwi­schen 40 – 45 EUR lie­gen wird. Die ISBN lau­tet 978 – 3‑946295 – 58‑7.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Urkund­lich erwähnt wur­de Hähn­lein das ers­te Mal 1333 im Lor­scher Codex unter dem Namen Hen­nechen. Den Kern der spä­te­ren Dorf­sied­lung bil­de­te der Hai­ner Hof, das spä­te­re Ret­tungs­haus und die heu­ti­ge Bür­ger­meis­te­rei. Der Orts­na­me hat nichts mit einem Hahn zu tun. Schreib­wei­sen wie Hain­lin oder Hain­lein zei­gen, dass der Name von Hagen abstammt, also einer Sied­lung im Wald. 1333 gehör­te Hähn­lein mit Dorf und Gütern Kon­rad von Bicken­bach. Spä­ter gehör­te das Dorf den Gra­fen Erbach zu Erbach. Als Fol­ge der Bay­ri­schen Feh­de (1504/​1505) gelang­te Hähn­lein in den Besitz der Land­graf­schaft Hes­sen. 1571 besa­ßen die Gra­fen von Dietz das Dorf Hähn­lein, wäh­rend die Land­graf­schaft Hes­sen-Darm­stadt die hohe Obrig­keit hat­te. Nach dem Aus­ster­ben der Gra­fen von Dietz fiel der Besitz 1577 den Land­gra­fen von Hes­sen zu. In der Fol­ge­zeit gehö­ren Tei­le von Hähn­lein zu Kur­mainz, erst 1717 gelangt Hähn­lein voll­stän­dig zu Hessen.

Am 1. Janu­ar 1977 wur­den, im Zuge der Gebiets­re­form in Hes­sen, die bis dahin selbst­stän­di­gen Gemein­den Als­bach und Hähn­lein Kraft Lan­des­ge­setz zur neu­en Gemein­de Als­bach zusam­men­ge­schlos­sen. Der Ver­wal­tungs­sitz war Als­bach. Am 1. Janu­ar 1978 wur­de die­se Gemein­de in Als­bach-Hähn­lein umbe­nannt. Orts­be­zir­ke nach der Hes­si­schen Gemein­de­ord­nung wur­den nicht errichtet.

Wei­ter­füh­ren­de Quellen:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Hähn­lein, Gerns­hei­mer Stra­ße 2; von Kars­ten Ratz­ke; gemein­frei (CC0)

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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