Online-OFB „Treskowitz“ am 20.06.2020 aktualisiert

Kostel sv. Václava Troskotovice
Kostel sv. Václava Troskotovice; CC BY-SA 3.0

Das Online-OFB “Tres­ko­witz” wur­de am 9. Juni. 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 12.908 Per­so­nen vor­han­den, die in 4.227 Fami­li­en geglie­dert sind. 3802 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 09.06.2020 bear­bei­tet.

Tres­ko­witz (tsche­chisch: Tro­sko­to­vice) ist eine so genann­te Min­der­stadt (Měs­tys) in Süd­mäh­ren (Jiho­mo­ravs­ký kraj des Bezirks Brünn-Land (Okres Brno-ven­kov) in der Tsche­chi­schen Repu­blik. Der Ort wur­de als ein Platz­dorf ange­legt. Tres­ko­witz befin­det sich Nahe bei Znaim (Znoj­mo) an der Gren­ze zu Nie­der­ös­ter­reich, ca. 50 km süd­west­lich von Brünn (Brno) und etwa 75 km nord­west­lich von Wien.

Bei einer Min­der­stadt han­delt es sich im All­ge­mei­nen um einen Ort mit ein­ge­schränk­tem Stadt­recht.

Lage von Treskowitz
Lage von Tres­ko­witz

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Tho­mas Man­gos aus New York. Die Nie­der­schrift der Kir­chen­bü­cher began­nen seit 1638. Das Online-OFB „Tres­ko­witz“ beinhal­tet die Tau­fen von 1638 bis 1880, die Ehe­schlie­ßun­gen von 1649 bis 1872 und die Ster­be­fäl­le von 1639 bis 1890. Kir­che­buch­ein­trä­ge von 1631 bis 1638 fin­den sich im Kir­chen­buch von Wostitz bzw. im Online-OFB „Wostitz“, das eben­falls von Tho­mas Man­gos bear­bei­tet wur­de.

Als genea­lo­gi­sche Pro­gramm für die Erstel­lung des Online-OFB wur­de Per­so­nal Ances­tral File ver­wen­det.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Im 11. bis 13. Jahr­hun­dert kam es zu einer gro­ßen Sied­lungs­be­we­gung von West nach Ost. Mäh­ren wur­de von 1031 bis 1305 von der Dynas­tie der Pře­mys­li­den regiert. Um grö­ße­re Gebie­te land­wirt­schaft­lich zu nut­zen und damit höhe­re Erträ­ge zu erzie­len, bewar­ben sie die Kolo­nis­ten zum Bei­spiel mit zehn Jah­re Steu­er­frei­heit (deut­sches Sied­ler­recht). Bis zum Jah­re 1150 wur­de das Gebiet um Nikols­burg (Mikul­ov) und Znaim (Znoj­mo) von deut­schen Ein­wan­de­rern aus Nie­der­ös­ter­reich besie­delt. Die Anla­ge des Dor­fes sowie die ui-Mund­art bekun­den, dass sie ursprüng­lich aus den bai­ri­schen Gebie­ten der Bis­tü­mer Regens­burg und Pas­sau stamm­ten. Sie brach­ten neue land­wirt­schaft­li­che Gerä­te mit und führ­ten die ertrag­rei­che Drei­fel­der­wirt­schaft ein.

Obwohl zu den ältes­ten Orten Süd­mäh­rens zäh­lend, erwie­sen sich die auf 1046 und 1052 datier­ten Urkun­den mit der Nen­nung von „Tro­sko­vicz“ als Fäl­schun­gen aus dem 12. Jahr­hun­dert. „Drosco­wicz“ wur­de urkund­lich 1252 genannt, eben­so 1268 und 1323, wobei die latei­ni­sche Urkun­de „Drosco­wicz sive Ste­ten­dorf“ hin­zu­fügt. Seit min­des­tens 1361 ist die Namens­form „Tres­ko­witz“ unver­än­dert erhal­ten und gelang­te als Schen­kung an Alt-Bunz­lau im 13. Jahr­hun­dert in welt­li­cher Hand. 1537 ver­lieh der böh­mi­sche und römisch-deut­schen König Fer­di­nand I. dem Ort das Markt­recht. 1585 erhielt der Markt eine Berg­rechts­ord­nung.

1619 wur­de Tres­ko­witz nie­der­ge­brannt, und nach dem Sieg der kai­ser­li­chen Trup­pen in der Schlacht am Wei­ßen Berg wur­de eine Mis­si­on der Jesui­ten nach Tres­ko­witz geschickt. Durch die­se kehr­ten 511 Per­so­nen im Jah­re 1627 zum alten Glau­ben zurück. Nach meh­re­ren Besitz­wech­seln ging der Ort 1637 an Rudolf von Teuf­fen­bach und damit zur Herr­schaft Dürn­holz. Um den Wie­der­auf­bau des Ortes nach dem Krieg zu för­dern, wur­de die Pacht­zin­sen auf die herr­schaft­li­chen Äcker hal­biert.

Einer der Nach­fol­ge­staa­ten Öster­reich-Ungarns nach dem Ers­ten Welt­krieg, 1914 – 1918, war die Tsche­cho­slo­wa­kei, die jene deutsch­spra­chi­gen Gebie­te Böh­mens, Mäh­rens und Schle­si­ens für sich bean­spruch­te, die seit Ende 1918 als Deutsch­ös­ter­reich gal­ten. Der Ver­trag von St. Ger­main sprach die strit­ti­gen Ter­ri­to­ri­en gegen den Wil­len der Bevöl­ke­rung der Tsche­cho­slo­wa­kei zu. Damit fiel auch die süd­mäh­ri­sche Ort­schaft Tres­ko­witz, deren Bewoh­ner 1910 zu 99,9 % Deutsch­süd­mäh­rer waren, an den neu­en Staat.

Seit 2007 besitzt der Ort wie­der den Sta­tus einer Min­der­stadt (Měs­tys).

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Kos­tel sv. Václa­va Tro­sko­to­vice; von David­Fa­j­fr; CC BY-SA 3.0

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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