Online-OFB „Münchingen“ am 13.06.2020 aktualisiert

Korntal 1682
Korntal 1682, Forstlagerbuch von Andreas Kieser; gemeinfrei

Das Online-OFB „Mün­chin­gen“ wur­de am 13. Juni 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 17.296 Per­so­nen vor­han­den, die in 5.833 Fami­li­en geglie­dert sind. 2941 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 16.12.2019 bear­bei­tet.

Korn­tal-Mün­chin­gen (PLZ: 70825) ist eine Stadt im Land­kreis Lud­wigs­burg in Baden-Würt­tem­berg. Sie liegt im Stroh­gäu in 285 bis 405 Meter Höhe nord­west­lich der Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart und grenzt direkt an die­se.

Korn­tal-Mün­chin­gen ent­stand aus dem Zusam­men­schluss der Stadt Korn­tal und der Gemein­de Mün­chin­gen, die Stadt ist in die drei Stadt­tei­le Korn­tal, Mün­chin­gen und Kal­len­berg geglie­dert. Die offi­zi­el­le Benen­nung der Stadt­tei­le lau­tet: Korn­tal-Mün­chin­gen, Stadt­teil Korn­tal; Korn­tal-Mün­chin­gen, Stadt­teil Mün­chin­gen; und Korn­tal-Mün­chin­gen, Stadt­teil Kal­len­berg. Zur ehe­ma­li­gen Stadt Korn­tal gehört die Stadt Korn­tal. Zur ehe­ma­li­gen Gemein­de Mün­chin­gen gehö­ren das Dorf Mün­chin­gen, der Stadt­teil Kal­len­berg und das Hof­gut Mau­er sowie die abge­gan­ge­nen Ort­schaf­ten Bir­kach, Lein­fel­den, Rugel­berg und Glem­s­müh­le.

Lage von Münchingen
Lage von Mün­chin­gen

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Joa­chim Glau­ner. Das Online-OFB basiert auf den Arbei­ten von Herrn Robert Takatsch. Er hat von 1980 – 2005 das Per­so­nen­da­ten gesam­melt und zu einer Daten­bank zusamm­ge­führt. Lei­der ver­starb er, so dass Joa­chim Glau­ner die wei­te­re Betreu­ung und Bear­bei­tung des Online-OFB über­nahm.

Das Online-OFB basiert im Wesent­li­chen auf den Kir­chen­bü­chern von Mün­chin­gen:

  • Tauf­bü­cher: 1569 – 1630, 1707 – 1894 (1630 – 1707 ver­brannt),
  • Ehe­bü­cher: 1650 – 1705, 1788 – 1919,
  • Toten­bü­cher: 1596 – 1891,
  • Kon­fir­man­den­re­gis­ter: 1723 – 1947,
  • Fami­li­en­re­gis­ter: 1712ff., 1753ff., 1808ff., 1836ff., 1863ff.

Eine wei­te­re wich­ti­ge Quel­le bil­de­te die Rei­he der Inven­tu­ren und Tei­lun­gen. Die Daten der Adels­fa­mi­li­en „von Mün­chin­gen“ und „von Har­ling“ wur­den die Anga­ben im „Mün­chin­ger Hei­mat­brief, Heft 2“ ent­nom­men.

Das Online-OFB wird mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm Gen_​Plus bear­bei­tet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Die heu­ti­ge Stadt Korn­tal-Mün­chin­gen ent­stand am 1. Janu­ar 1975, als im Zuge der baden-würt­tem­ber­gi­schen Gemein­de­re­form die Stadt Korn­tal und die Gemein­de Mün­chin­gen zur neu­en Stadt Korn­tal-Mün­chin­gen ver­ei­nigt wur­den. 1986 nahm man die Süd­stra­ße als Teil­um­ge­hungs­stra­ße in Betrieb. 1998 erschloss man das Gewer­be­ge­biet Lin­wie­sen, 1999 das Wohn­ge­biet Rühr­berg II.

Der Orts­teil Korn­tal wur­de 1297 erst­mals urkund­lich in den Sta­tu­ten des Chor­her­ren­stifts Sin­del­fin­gen erwähnt. Korn­tal war bis 1819 ein Rit­ter­gut und gehör­te zur Gemein­de Weil im Dorf (heu­te Stutt­gart-Wei­lim­dorf) im würt­tem­ber­gi­schen Ober­amt Leon­berg. Im Jah­re 1819 wur­de die Gemein­de Korn­tal durch die Evan­ge­li­sche Brü­der­ge­mein­de Korn­tal als bür­ger­lich-reli­giö­ses Gemein­we­sen gegrün­det. Im Zusam­men­hang mit dem Bau des Gro­ßen Saals ver­lieh der würt­tem­ber­gi­sche König Wil­helm I. der Gemein­de ein Pri­vi­le­gi­um, das heißt bestimm­te Son­der­rech­te – unter ande­rem muss­ten alle Ein­woh­ner Mit­glie­der der Brü­der­ge­mein­de sein. Die­sen Sta­tus ver­lor der Ort bei der Grün­dung des Deut­schen Rei­ches 1871 und end­gül­tig 1919 durch die Ver­fas­sung der Wei­ma­rer Repu­blik.

Mün­chin­gen wur­de 1130 erst­mals urkund­lich in der Zwie­fal­ter Chro­nik erwähnt und im Jah­re 1336 von den Söh­nen des Gra­fen Ulrich von Asperg an den Gra­fen Ulrich von Würt­tem­berg abge­tre­ten. Lehens­neh­mer der Orts­herr­schaft blieb das seit 1157 nach­weis­ba­re Minis­te­ri­alen­ge­schlecht der Her­ren von Mün­chin­gen. Der Spi­tal­hof des Ess­lin­ger Katha­ri­nen­hos­pi­tals wur­de 1278 errich­tet, die Glem­s­müh­le fand als Mün­chin­ger Müh­le 1381 Erwäh­nung. Um 1558 wur­de das alte Mün­chin­ger Schloss erbaut, das neue Schloss im Jah­re 1735. Die Gemein­de war ab 1448 dem würt­tem­ber­gi­schen Amt Grü­nin­gen unter­stellt.

Wäh­rend des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges wur­de 1643 ein gro­ßer Teil des Orts­kerns zer­stört; das erst 1599 erbau­te Rat­haus wur­de 1687 wie­der auf­ge­baut, die evan­ge­li­sche Johan­nes­kir­che von 1645 bis 1650 neu errich­tet. Ein Neu­bau der Schu­le erfolg­te zunächst 1645, ein Wie­der­auf­bau dann in den Jah­ren 1743 und 1744. 1718 kam Mün­chin­gen zum Amt Lud­wigs­burg. Im Jahr 1733 ver­äu­ßer­te Regi­na Catha­ri­na von Mün­chin­gen das Schloss­gut an August Fried­rich von Har­ling. Bei der Umset­zung der neu­en Ver­wal­tungs­glie­de­rung im König­reich Würt­tem­berg wur­de die Gemein­de zwi­schen 1810 und 1812 dem Ober­amt Leon­berg zuge­ord­net. 1906 erhielt Mün­chin­gen mit der Stroh­gäu­bahn, einer heu­te die­sel­be­trie­be­nen, ein­glei­si­gen Regio­nal­bahn von Korn­tal nach Weiss­ach, einen Bahn­an­schluss. 1920 begann man mit der Besied­lung des Orts­teils Kal­len­berg. Jeweils 1997 und 2006 wur­de mit Sanie­run­gen des Orts­kerns begon­nen.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Korn­tal 1682, Forst­la­ger­buch von Andre­as Kie­ser; gemein­frei

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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