Online-OFB „Meiningen Frühzeit“ am 16.06.2020 aktualisiert

Blick über den Markt zum Postamt

Das Online-OFB „Mei­nin­gen Früh­zeit“ wur­de am 16. Juni 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 17.889 Per­so­nen vor­han­den, die in 4.317 Fami­li­en geglie­dert sind. 864 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 04.05.2020 bear­bei­tet.

Mei­nin­gen (PLZ: 98617) ist eine Kreis­stadt und Kul­tur­stadt im frän­kisch gepräg­ten Süden Thü­rin­gens. Sie übt die Funk­ti­on eines Mit­tel­zen­trums aus und ist als Mit­tel­stadt die größ­te Stadt im Land­kreis Schmal­kal­den-Mei­nin­gen.

Die Stadt glie­dert sich in zehn Stadt­tei­le, davon in sie­ben admi­nis­tra­ti­ve Stadt­tei­le: der Kern­stadt (bestehend aus Innen­stadt mit his­to­ri­scher Alt­stadt), Nord­stadt, Ost­stadt, Süd­stadtJeru­sa­lemHel­ba und Wel­kers­hau­sen sowie den sechs Orts­tei­len mit Orts­teil­ver­fas­sung Drei­ßig­acker, Her­pf, Hen­ne­berg mit Ein­öd­hau­sen und Unter­harles, Ste­pfers­hau­sen mit Trä­bes, Wall­dorf und Wall­bach.

Lage von Meiningen
Lage von Mei­nin­gen

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Karl-Rudolf Höhn. Er ist Sozio­lo­ge an der Uni­ver­si­tät Duisburg/​Essen. Karl-Rudolf Höhn ist eben­falls Bear­bei­ter an den fol­gen­den Online-OFBs, die er nach dem Tod der ursprüng­li­chen Bear­bei­ters Hart­wig Qua­beck im Jahr 2016 über­nom­men hat: Beh­run­gen, Irmels­hau­sen, Mühl­feld und Wes­ten­feld.

Als Quel­len­grund­la­ge des Online-OFB wur­de bis­her das 1. Mei­nin­ger Kir­chen­buch von 1545 – 1619 aus­ge­wer­tet. Die Ein­trä­ge dar­in sind aller­dings etwas dürf­tig und muss­ten vom Bear­bei­ter an eini­gen Stel­len mit Schätz­wer­ten belegt wer­den.

Das Online-OFB wur­de mit den genea­lo­gi­schen Pro­gram Gramps bear­bei­tet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Ers­te Spu­ren einer Besied­lung konn­ten 2015 bei einer archäo­lo­gi­schen Aus­gra­bung in der Alt­stadt am Töp­f­emarkt, dem ältes­ten Stadt­vier­tel von Mei­nin­gen, nach­ge­wie­sen wer­den. Hier fand man aus der Zeit des End­neo­li­thi­kum Pfos­ten­gru­ben von Wohn­häu­sern und Sied­lungs­spu­ren wie Kera­mik und Stein­ge­rä­te als Zeug­nis­se der Schnur­ke­ra­mi­schen Kul­tur (2800 – 2200 v. Chr.). Res­te einer kel­ti­schen Sied­lung der Hall­statt­zeit (800 – 450 v. Chr.) ent­deck­te man 1861 auf dem Gelän­de des Eng­li­schen Gar­tens. Mei­nin­gen wur­de als frän­ki­sches Königs­gut gegrün­det und war Sitz einer Zehnt sowie einer Mark (Mei­nin­ger­mar­ca), einer Ver­wal­tungs­ein­heit im Gau Grab­feld-Ori­en­ta­lis im Her­zog­tum Fran­ken. Die­se Funk­tio­nen, die Lage an einem Flus­s­über­gang mit meh­re­ren Han­dels­we­gen und die ger­ma­ni­sche Namens­her­kunft las­sen eine Ent­ste­hung des Ortes im Zuge der frän­ki­schen Besied­lung spä­tes­tens im 7. Jahr­hun­dert anneh­men.

Die urkund­li­che Erst­erwäh­nung von Mei­nin­gen erfolg­te 982, als Kai­ser Otto II. sein Königs­gut Mei­nin­gen in der Mei­nin­ger Mark der Peters­kir­che in Aschaf­fen­burg über­gab. König Hein­rich II. gab 1008 Mei­nin­gen dem Bis­tum Würz­burg als Lehen und es gehör­te fort­an 534 Jah­re zum Hoch­stift Würz­burg. Der Lan­des­herr ver­lieh 1153 Mei­nin­gen mit der Gerichts­bar­keit ers­te Stadt­rech­te. 1222 erlitt sie bei krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen dem Hoch­stift Würz­burg und der Graf­schaft Hen­ne­berg star­ke Zer­stö­run­gen. 1230 wur­de Mei­nin­gen erst­mals in einer Urkun­de als Stadt (civi­tas) genannt, und sei­ne Bür­ger erhiel­ten im Jah­re 1344 die glei­chen Rech­te wie die Bür­ger der Frei­en Reichs­stadt Schwein­furt. Als Mit­glied des Elf­städ­te­bun­des betei­lig­te sich die Stadt am Frän­ki­schen Städ­te­krieg gegen den Würz­bur­ger Bischof. Mei­nin­gen gehör­te von 1500 bis 1806 zum Frän­ki­schen Reichs­kreis. Im Jahr 1542 kam die Stadt durch Tausch mit dem Amt Main­berg an die Gra­fen von Hen­ne­berg, nach deren Aus­ster­ben 1583 an das Her­zog­tum Sach­sen. Im 16. und frü­hen 17. Jahr­hun­dert erlang­te Mei­nin­gen durch die Bar­chent- und Lei­nen­we­be­rei eine gro­ße wirt­schaft­li­che Blü­te, die aber durch den Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg abrupt been­det wur­de. 1660 kam Mei­nin­gen zum Her­zog­tum Sach­sen-Alten­burg und wech­sel­te 1672 zum Her­zog­tum Sach­sen-Gotha. Her­zog Bern­hard I. bil­de­te 1680 das Her­zog­tum Sach­sen-Mei­nin­gen und wähl­te Mei­nin­gen zur Haupt– und Resi­denz­stadt. 1813 lager­te das rus­si­sche Heer mit 70.000 Sol­da­ten und 2.300 Offi­zie­ren unter Zar Alex­an­der bei sei­nem Feld­zug gegen Napo­le­on in und um Mei­nin­gen. Nach Abdan­kung des Her­zogs Bern­hard III. infol­ge der Novem­ber­re­vo­lu­ti­on war Mei­nin­gen von 1918 bis 1920 Haupt­stadt des Frei­staa­tes Sach­sen-Mei­nin­gen und kam 1920 zum Land Thü­rin­gen. Mit Hel­ba erfolg­te 1923 die ers­te Ein­ge­mein­dung eines Ortes, Wel­kers­hau­sen folg­te 1936. Von 1952 bis 1990 gehör­te Mei­nin­gen als Kreis­stadt des Krei­ses Mei­nin­gen zum Bezirk Suhl. Mit dem Bau eines Wer­kes für Mikro­elek­tro­nik ent­stand von 1968 bis 1982 im Nor­den zwi­schen Hel­ba und Wel­kers­hau­sen der neue Stadt­teil Jerusalem.Das nur einen Kilo­me­ter ent­fern­te Drei­ßig­acker wur­de am 1. Okto­ber 1990 ein­ge­mein­det. Am 3. Okto­ber 1990 kam Mei­nin­gen zum wie­der­ge­grün­de­ten Land Thü­rin­gen. 1994 wur­de Mei­nin­gen zur Kreis­stadt des neu­ge­bil­de­ten Land­krei­ses Schmal­kal­den-Mei­nin­gen bestimmt.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Blick über den Markt zum Post­amt, von Kramer96CC BY 3.0

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