Online-OFB „Greifenstein“ am 12.06.2020 aktualisiert

Greifenstein (mitsamt Burg)
Greifenstein (mitsamt Burg), von Michael J. Zirbes; CC BY-SA 3.0

Das Online-OFB „Grei­fen­stein“ wur­de am 12. Juni 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 8.020 Per­so­nen vor­han­den, die in 2.632 Fami­li­en geglie­dert sind. 349 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 23.04.2019 bear­bei­tet.

Grei­fen­stein (PLZ: 35753) ist eine Gemein­de im mit­tel­hes­si­schen Lahn-Dill-Kreis. Grei­fen­stein mit sei­nen zehn Orts­tei­len umfasst 67,42 km² am öst­li­chen Abhang des Wes­ter­wal­des. Ihren Namen hat sie von der domi­nan­ten Burg­rui­ne im gleich­na­mi­gen Orts­teil. Die Orts­tei­len von Grei­fen­stein lau­ten: Allen­dorf, Arborn, Beil­stein, Grei­fen­stein, Holz­hau­sen, Nen­de­roth, Oders­berg, Roden­berg, Roden­roth und Ulm. Der Sitz der Gemein­de­ver­wal­tung ist im Orts­teil Beil­stein.

51,13 % Wald­flä­che hat die Gemein­de Grei­fen­stein den größ­ten Wald­an­teil der hes­si­schen Gemein­den. Dar­aus resul­tie­ren hohe Ein­nah­men aus der Forst­wirt­schaft für den kom­mu­na­len Haus­halt. Es über­wie­gen Misch­wäl­der, es gibt aber auch rei­ne Distrik­te mit Nadel­bäu­men.

Lage von Greifenstein
Lage von Grei­fen­stein

Die Bear­bei­ter des Online-OFB sind Ire­ne und Ulrich Krie­ger. Sie haben u. a. auch das Online-OFB „Edin­gen“ bear­bei­tet. Die Haupt­quel­len sind die Kir­chen­bü­cher der Kir­chen­ge­mein­de Grei­fen­stein-Edin­gen, die mit 1625 begin­nen. Wei­ter­hin wer­den Quel­len aus den OFBs der Orte Aßlar, Kölsch­hau­sen, Nie­der­gir­mes und Wer­dorf ver­wen­det; sowie aus dem Nen­de­ro­ther Kir­chen­buch und der Grei­fen­stei­ner Chro­nik von F. H. Him­mel­reich.

Bei der Aus­wer­tung der Kir­chen­bü­cher der Kir­chen­ge­mein­de Grei­fen­stein-Edin­gen gab es aber eini­ge Pro­ble­me. So sind im ers­ten Kir­chen­buch, das den Zeit­raum 1625 – 1688 abdeckt, die Ein­tra­gun­gen durch undeut­li­che Schreib­wei­se und ver­blass­te Tin­te zum Teil unle­ser­lich gewor­den. Wei­ter­hin sind Ein­tra­gun­gen vor­zu­fin­den, die durch glei­che Namen oder gewis­se Anony­mi­sie­run­gen eine ein­deu­ti­ge Iden­ti­fi­zie­rung von Per­so­nen erschwe­ren. Im zwei­ten Kir­chen­buch wur­den offen­sicht­lich in den Jah­ren von 1723 bis 1735 etli­che Ein­trä­ge aus­ge­las­sen. Das ergibt sich aus den Daten von spä­te­ren Ein­tra­gun­gen und Ergän­zun­gen.

Das Online-OFB wird mit dem genea­lo­gi­schen Pro­gramm Per­so­nal Ances­tral File bear­bei­tet.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Die ers­te gesi­cher­te urkund­li­che Erwäh­nung der Burg Grei­fen­stein stammt aus dem Jahr 1237. Dort wur­de der Ort als Grif­fen­stein erwähnt.

Im 13. Jahr­hun­dert bau­ten sie die Her­ren von Beil­stein zum Schutz der so genann­ten Cöl­ni­schen Hohen Heer- und Geleit­stra­ße aus, einem wich­ti­gen Han­dels­weg zwi­schen Frank­furt und Köln. 1298 wur­de die Burg durch die Nas­sau­er und Solm­ser Gra­fen zer­stört, eben­so wie auch die Burg Lich­ten­stein, die eben­falls den Her­ren von Beil­stein gehör­te und nicht mehr auf­ge­baut wur­de. Kraft von Grei­fen­stein ver­kauf­te die Rui­ne Grei­fen­stein 1308 ohne die Ein­wil­li­gung des Ober­le­hens­her­ren, des Hoch­stifts Worms, an König Albrecht I. Um 1303 kam Johann von Nas­sau-Dil­len­burg durch Erb­tei­lung in den Besitz Beil­steins. Der Worm­ser Teil der Kalen­ber­ger Zent, zu dem auch Grei­fen­stein gehör­te, wur­de ihm jedoch erst 1308 als Lehen ver­lie­hen, womit Worms gegen den Ver­kauf Grei­fen­steins an den König pro­tes­tier­te. 1314 bekam Johann von Nas­sau-Dil­len­burg Grei­fen­stein dann ganz offi­zi­ell als Königs­le­hen von Fried­rich dem Schö­nen, als Beloh­nung dafür, dass Johann ihn zum römisch-deut­scher König gewählt hat­te. Fried­rich der Schö­ne ver­pfän­de­te Grei­fen­stein noch zwei­mal an Johann von Nas­sau-Dil­len­burg: In den Jah­ren 1315 und 1321. Die 1322 durch König Lud­wig IV. erteil­te Erlaub­nis an Graf Gott­fried von Sayn zum Bau der Burg Grei­fen­stein auf Reichs­bo­den und zur Errich­tung einer befes­tig­ten Stadt unter­halb der Burg mit Frank­fur­ter Stadt­recht blieb fol­gen­los, der say­ni­sche Bur­gen­bau wur­de nicht ver­wirk­licht. Erst nach 1382 bau­te Graf Johann von Solms-Burg­solms zusam­men mit Ruprecht dem Streit­ba­ren von Nas­sau-Son­nen­berg die Burg Grei­fen­stein wie­der auf. Aus die­ser Zeit stam­men die in die Schild­mau­er ein­ge­füg­ten bei­den cha­rak­te­ris­ti­schen Tür­me. Im Sep­tem­ber 1408 wur­de die Burg bei der Frei­las­sung des Gra­fen Johann von Solms Offen­haus des Erz­stifts Trier.

Nach­dem die Burg Grei­fen­stein unter ver­schie­de­nen Besit­zern bis 1676 ver­fal­len war, wur­de sie von Graf Wil­helm Moritz von Solms-Grei­fen­stein zu einem baro­cken Schloss aus­ge­baut. Nach der Über­sied­lung des Gra­fen nach Braun­fels 1693 ver­fiel die Anla­ge zur Rui­ne.

1969 wur­de die Burg­rui­ne dem neu gegrün­de­ten Grei­fen­stein-Ver­ein geschenkt, der sich bis heu­te um den Erhalt der öffent­lich zugäng­li­chen Anla­ge, in die ein Restau­rant inte­griert ist, küm­mert. Die Burg ist ein Kul­tur­denk­mal auf­grund des Hes­si­schen Denk­mal­schutz­ge­set­zes. Ihre Restau­rie­rung wur­de seit 1995 auch von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land geför­dert, da sie als Denk­mal von natio­na­ler Bedeu­tung ein­ge­stuft wur­de.

Die Burg Grei­fen­stein war namens­ge­bend für die Gemein­de, die 1977 im Zuge der Gebiets­re­form in Hes­sen gegrün­det wur­de.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Grei­fen­stein (mit­samt Burg), von Micha­el J. Zir­besCC BY-SA 3.0

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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