Online-OFB „Belgard-Schivelbein“ am 04.06.2020 aktualisiert

Marktplatz von Belgard

Das Online-OFB „Bel­gard-Schi­vel­bein“ wur­de am 4. Juni 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 88.035 Per­so­nen vor­han­den, die in 26.075 Fami­li­en geglie­dert sind. 1551 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 30.04.2020 bear­bei­tet.

Bel­gard (an der Per­s­an­te) (pol­nisch: Biało­gard [bʲa­wˈɔ­gart]) (PLZ: 78 – 200) ist eine Kreis­stadt in der pol­ni­schen Woi­wod­schaft West­pom­mern. Sie ist auch Sitz der heu­ti­gen Gmi­na Biało­gard (Gemein­de Bel­gard), einer das Stadt­ge­biet umge­ben­den Land­ge­mein­de. Bis für Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges war die Stadt Bel­gard die Kreis­stadt des ehe­ma­li­gen Land­krei­ses Bel­gard, bis noch 1939 als Kreis Bel­gard. Das ehe­ma­li­ge Kreis­ge­biet liegt heu­te in den Powia­ten Biało­gardzki und Świd­wiń­ski in der pol­ni­schen Woi­wod­schaft West­pom­mern.

Bel­gard (an der Per­s­an­te) (pol­nisch: Biało­gard) darf nicht mit names­glei­chen Stadt Bel­gard (an der Leba) (pol­nisch: Biało­gar­da) ver­wech­selt wer­den.

Lage von Belgard
Lage von Bel­gard

Schi­vel­bein (pol­nisch: Świd­win [ˈɕfidvin]) (PLZ: 78 – 300 bis 78 – 301) ist eine Kreis­stadt in der pol­ni­schen Woi­wod­schaft West­pom­mern. Sie hat etwa 15.000 Ein­woh­ner und ist Ver­wal­tungs­sitz einer eigen­stän­di­gen Land­ge­mein­de (gmi­na wie­js­ka) mit über 6000 Bewoh­nern. Der Ort liegt am lin­ken Ufer des Flus­ses Rega im Zen­trum der Woi­wod­schaft West­pom­mern (Hin­ter­pom­mern) und an den nord­west­li­chen Aus­läu­fern der Pom­mer­schen Schweiz.

Lage von Schivelbein
Lage von Schi­vel­bein

Der Bear­bei­ter des Online-OFB ist Die­ter Schim­mel­pfen­nig aus Klein Rhei­de in Schlwe­sig-Hol­stein. Er ist ein akti­ves Mit­glied im genea­lo­gi­schen Ver­ein „Pom­mer­scher Greif“ und er ist der Ansprech­part­ner für die genea­lo­gi­schen Ange­le­gen­hei­ten des ehe­ma­li­gen Gebiets Bel­gard-Schi­vel­bein. Neben­bei führt er auch eine pri­va­te Web­sei­te mit Infor­ma­tio­nen zu dem ehe­ma­li­gen Gebiet: Der Kreis Bel­gard-Schi­vel­bein in Pom­mern.

Das Online-OFB „Bel­gard-Schi­vel­bein“ soll in etwa das gesam­te Gebiet des ehe­ma­li­gen Land­krei­ses Bel­gard-Schi­vel­bein abde­cken. Ursprüng­lich war Schi­vel­bein ein eige­ner Kreis gewe­sen, der jedoch 1932 auf­ge­löst wur­de bzw. in den Kreis Bel­gard ein­ge­glie­dert wur­de. Es ist daher schon ein gewis­ses Mam­mut­pro­jekt, ein Online-OFB für einen gesam­ten Land­kreis zu erstel­len, anstatt für eine Stadt, wie man es gewohnt ist.

Die Basis als Quel­len des Online-OFB sind die Kir­chen­bü­cher und Stan­des­amts­re­gis­ter des ehe­ma­li­gen Gebiets Bel­gard-Schi­vel­bein. Ergänzt wer­den die­se Quel­len durch Ahnen­päs­sen, Fami­li­en­bü­chern ‑stamm­bäu­men, die von den Nach­kom­men des frü­he­ren ver­trie­be­nen Bewoh­nern für die Fami­li­en­for­schung zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Aktu­ell lie­gen die Quel­len aus rund 43 Kirch­spie­len oder Stan­des­amts­be­zir­ken sehr oft frag­men­ta­risch vor. Hier zäh­len die Ort­schaf­ten: Alt Sans­kow, Alt Schla­ge, Arn­hau­sen, Bel­gard, Bramstädt, Brie­sen, Bru­now, Bul­grin, Bus­lar, Damen, Grös­sin, Groß Tychow, Groß Pop­low, Groß Ram­bin, Klütz­kow, Kol­latz, Labenz, Lan­gen­ha­ken, Lan­kow, Len­zen, Mut­trin, Nase­band, Nelep, Neu Buc­k­ow, Pol­zin, Pum­low, Rar­fin, Reinfeld, Rog­gow, Rüt­zen­ha­gen, Schi­vel­bein, Schlen­zig, Schlön­witz, Schmen­zin, Seme­row, Sied­kow, Sim­mat­zig, Stan­de­min, Venz­laffs­ha­gen, Wol­disch Tychow, Woper­snow, Wus­ter­b­arth, Wus­ter­witz, Wut­zow und Zie­zen­eff.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Hin­ter­pom­mern, das seit 1648 zu Bran­den­burg-Preu­ßen gehör­te, wur­de 1724 eine Kreis­re­form durch­ge­führt. Die Zahl der Krei­se und zuge­hö­ri­gen Land­rä­te wur­de fühl­bar redu­ziert, um die star­ke ter­ri­to­ria­le Zer­split­te­rung zu ver­rin­gern, die durch die kom­pli­zier­ten adli­gen Besitz­stän­de in Hin­ter­pom­mern ent­stan­den war. Die damals bereits bestehen­den Krei­se Bel­gard und Pol­zin wur­den mit Wir­kung zum 1. Janu­ar 1725 zu einem Kreis zusam­men­ge­schlos­sen, der im dama­li­gen Sprach­ge­brauch als Bel­gard-Pol­zin­scher Kreis bezeich­net wur­de. Der Kreis umfass­te die Städ­te Bel­gard und Pol­zin, das könig­li­che Amt Bel­gard sowie eine grö­ße­re Anzahl von adli­gen Dör­fern und Gütern.

In Fol­ge der preu­ßi­schen Pro­vin­zi­al­be­hör­den-Ver­ord­nung vom 30. April 1815 wur­de der Kreis Teil des Regie­rungs­be­zirks Kös­lin in der Pro­vinz Pom­mern. Bei der pom­mer­schen Kreis­re­form von 1818 kamen die bei­den bis dahin zum west­preu­ßi­schen Netz­edi­strikt gehö­ren­den Dör­fer Brut­zen und Groß Pop­low zum Kreis hin­zu, der nun­mehr nur noch nach sei­ner Kreis­stadt als Kreis Bel­gard bezeich­net wur­de. Im Jahr 1828 wur­den die Dör­fer Jager­tow und Kol­latz (bis dahin in Kom­mu­ni­on der Krei­se Bel­gard und Neu­stet­tin) voll­stän­dig in den Kreis inte­griert.

Zum Kreis Bel­gard gehör­ten 1871 die Städ­te Bel­gard und Pol­zin, 73 Land­ge­mein­den und 95 Guts­be­zir­ke. Zum 30. Sep­tem­ber 1929 fand im Kreis Bel­gard wie im übri­gen Frei­staat Preu­ßen eine Gebiets­re­form statt, bei der alle selbst­stän­di­gen Guts­be­zir­ke auf­ge­löst und benach­bar­ten Land­ge­mein­den zuge­teilt wur­den.

Der Kreis Bel­gard umfass­te 1910 eine Flä­che von 1132 km². Bei der preu­ßi­schen Kreis­re­form vom 1. Okto­ber 1932 wur­de der Kreis deut­lich ver­grö­ßert:

  • Bis auf die drei Gemein­den Labenz, Nutha­gen und Rüt­zow wur­de der auf­ge­lös­te Kreis Schi­vel­bein in den Kreis Bel­gard ein­ge­glie­dert.
  • Aus dem auf­ge­lös­ten Kreis Bublitz kam der Amts­be­zirk Neu Buc­k­ow, bestehend aus den drei Gemein­den Groß Sats­pe, Klein Sats­pe und Neu Buc­k­ow, zum Kreis Bel­gard.

Im wei­te­ren Ver­lauf der 1930er Jah­re wur­de die Kreis­be­zeich­nung Bel­gard (Per­s­an­te) ein­ge­führt. Zum 1. Janu­ar 1939 erhielt der Kreis Bel­gard (Per­s­an­te) ent­spre­chend der jetzt reichs­ein­heit­li­chen Rege­lung die Bezeich­nung Land­kreis. Im Land­kreis leb­ten im Jah­re 1939 ins­ge­samt 79.183 Ein­woh­ner auf einer Flä­che von 1649,49 km² bei einer Bevöl­ke­rungs­dich­te von 48 Einwohnern/​km². 48 Pro­zent der Bevöl­ke­rung leb­ten in den drei Städ­ten Bel­gard (16.456), Bad Pol­zin (6920) und Schi­vel­bein (9714). Flä­chen­mä­ßig war der Land­kreis der viert­größ­te in der Pro­vinz Pom­mern, bevöl­ke­rungs­mä­ßig stand er an fünf­ter Stel­le.

Im Früh­jahr 1945 wur­de der Land­kreis von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegs­en­de wur­de das Kreis­ge­biet im Som­mer 1945 von der sowje­ti­schen Besat­zungs­macht unter pol­ni­sche Ver­wal­tung gestellt.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Markt­platz von Bel­gard; von „Klu­ka“; CC BY-SA 3.0

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