Online-OFB „Stedesdorf, Burhafe, Dunum“ am 30.05.2020 aktualisiert

St.-Aegidien-Kirche in Stedesdorf
St.-Aegidien-Kirche in Stedesdorf; von Matthias Süßen; CC BY-SA 3.0

Das Online-OFB „Stedes­dorf, Bur­ha­fe, Dunum“ wur­de am 30. Mai. 2020 aktua­li­siert. Der­zeit sind 130.638 Per­so­nen vor­han­den, die in 37.385 Fami­li­en geglie­dert sind. 5149 Per­so­nen­ein­trä­ge wur­den seit dem 25.02.2020 bear­bei­tet.

Stedes­dorf (PLZ: 26427) ist eine Gemein­de in Ost­fries­land in der Samt­ge­mein­de Esens im Land­kreis Witt­mund in Nie­der­sach­sen. Zur Gemein­de gehö­ren neben der Ort­schaft Stedes­dorf die Orts­tei­le Mam­burg, Oster­ac­cum und Thunum.

Lage von Stedesdorf
Lage von Stedes­dorf

Bur­ha­fe (PLZ: 26409) ist ein Stadt­teil von Witt­mund, Land­kreis Witt­mund, Nie­der­sach­sen. Zu Bur­ha­fe gehö­ren die Dör­fer Abens, Ahls­for­de, Bark­hau­sen, Bas­sens, But­ter­burg, Fals­ter, Feld­strich, Fluß, Hamm­rich­hau­sen, Hau­en­hau­sen, Hei­d­ri­ge, Hies­ke­barg, Jack­s­tede, Kattre­pel, Kip­pens, Lavey, Men­ken­feld, Mull­barg, Negen­bar­gen, Negen­bar­ger Feld­strich, Olde­hu­sen, Olden­dorf, Ovel­gön­ne, Pog­gen­burg, Struck­hu­sen, Tem­pel, Ups­tede, Warn­sath, Warn­sa­ther Feld­strich, Wiens­tede.

Lage von Burhafe
Lage von Bur­ha­fe

Dunum (PLZ: 26427) ist eine Gemein­de in der Samt­ge­mein­de Esens im Land­kreis Witt­mund in Nie­der­sach­sen. Die Gemein­de hat­te 2004 etwa 1150 Ein­woh­ner und erstreckt sich auf einer Flä­che von 26,83 Qua­drat­ki­lo­me­tern.

Lage von Dunum
Lage von Dunum

Die Bear­bei­te­rin des Online-OFB ist Ruth Mens­sen. Der Anlass für den Beginn war die per­sön­li­che Ahnen­for­schung ihrer Vor­fah­ren väter­li­cher­seits, die im Kirch­spiel Dunum beginnt und sich auf die Kirch­spie­le Stedes­dorf und Bur­ha­fe aus­wei­te­te.

Haupt­säch­lich wer­den als Quel­len die Kir­chen­bü­cher von Stedes­dorf, Bur­ha­fe und Dunum ver­wen­det. Fol­gen­de Zeit­raum wer­den durch die jewei­li­gen Kirch­spie­le abge­deckt:

  • Bur­ha­fe: 1650 – 1874,
  • Bunum: 1670 – 1874,
  • Stedes­dorf: 1629 – 1874

Die ein­zel­nen Zeit­räu­me vari­ie­ren natür­lich in ihren ent­spre­chen­den Kate­go­rien (Geburt/​Taufe, Ehe/​Trauung, Tod/​Beerdigung). Außer­dem gibt eini­ge in den Ein­trä­gen z. t. mehr­jäh­ri­ge Lücken, die lei­der die indi­vi­du­el­len For­schun­gen erschwe­ren kön­nen.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Stedesdorf

Die ers­te Erwäh­nung der Ort­schaft Stedes­dorf fin­det sich in einer Schen­kungs­ur­kun­de des Erz­bi­schofs Adal­be­ro von Bre­men. In die­ser Urkun­de, die im Jahr 1137 abge­fasst wor­den ist, wird dem neu­ge­grün­de­ten Prä­mons­tra­ten­ser­klos­ter Sta­de der Betrag von vier Mark aus unse­rer Kuria Stedes­dor­pe (qua­tu­or mar­ce den curia nos­tra Stedes­dor­pe) zuge­eig­net. Ob es sich bei Stedes­dor­pe um Stedes­dorf han­delt, ist aller­dings umstrit­ten. Auch Sted­dorp im Land­kreis Roten­burg (Wüm­me) könn­te in die­ser Urkun­de gemeint sein.

In der Ort­schaft Thunum fand sich ver­mut­lich in frü­he­ren Zei­ten eine Burg. Die Burg in Thunum ist bis zum Jahr 1344 nach­ge­wie­sen. Mam­burg wur­de 1473 urkund­lich erwähnt. Die jüngs­te Ort­schaft Oster­ac­cum wird erst­mals 1497 genannt.

Burhafe

Schon immer war Bur­ha­fe ein Teil des Har­lin­ger­lan­des. Im 15. Jahr­hun­dert gehör­te das Kirch­spiel Bur­ha­fe zum Send­kir­chen­be­reich Stedes­dorf. Stedes­dorf war als regio­na­le Eccle­sia Matrix dem Erz­bis­tum Bre­men unter­stellt. Das gan­ze Har­lin­ger­land war um 1525 noch katho­lisch. Der Bur­ha­fer Pas­tor Johan­nes Vis­beck hat­te ab 1514 in Ros­tock und anschlie­ßend in Wit­ten­berg stu­diert. In Wit­ten­berg war der Theo­lo­ge mit der refor­ma­to­ri­schen Leh­re Mar­tin Luthers in Berüh­rung gekom­men und ver­brei­te­te sie nach sei­nem Stu­di­um in Bur­ha­fe. Er beein­fluss­te auch die bei­den Nach­bar­or­te Dunum und Ardorf. Die Refor­ma­ti­on im Har­lin­ger­land begann somit in den drei genann­ten Gemein­den. Bal­tha­sar von Esens, der Herr des Har­lin­ger­lan­des, unter­nahm kei­ne Initia­ti­ven, die neue Bewe­gung auf­zu­hal­ten.

Am 16. August 1972 wur­de Bur­ha­fe in die Kreis­stadt Witt­mund ein­ge­glie­dert.

Dunum

In Dunum soll einer Legen­de zufol­ge der Frie­sen­kö­nig Rad­bod auf dem so genann­ten Rad­bo­ds­berg begra­ben sein.

In der Ort­schaft Dunum befin­det sich eine Back­stein­kir­che aus dem 13. Jahr­hun­dert. Die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung des Ortes fand im Jahr 1420 statt. Die Anfän­ge der Refor­ma­ti­on im Har­lin­ger­land gehen zurück auf die Zeit nach 1525, als Ricar­do Hic­co in Dunum begann, gemäß einer evan­ge­li­schen Got­tes­dienst­ord­nung zu pre­di­gen.

Zur Gemein­de gehört auch der Orts­teil Brill mit einer grö­ße­ren Sied­lung aus der römi­schen Kai­ser­zeit. Auf dem Gebiet der Gemein­de wur­de zudem das Grab der Frau von Brill aus der Bron­ze­zeit ent­deckt, das als einer der bedeu­tends­ten Fun­de die­ser Peri­ode in Ost­fries­land gilt.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: St.-Aegidien-Kirche in Stedes­dorf; von Mat­thi­as SüßenCC BY-SA 3.0

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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